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Frauengesundheit

Zyklusbeschwerden, Schwangerschaft, Wechseljahre, psychische Belastungen oder körperlich anspruchsvolle Arbeit können sich auf Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit auswirken. Gerade in der Grünen Branche kommen häufig Arbeitsspitzen, Verantwortung für den Betrieb und Mehrfachbelastungen hinzu. Nehmen Sie Beschwerden ernst und holen Sie sich frühzeitig Unterstützung. Die folgenden Informationen helfen bei der Orientierung. 

Gesundheit ist individuell 

Vergrößerung des Bildes für Ärtztin mit Patientin bei der Behandlung.

Gendermedizin: Warum ist sie so wichtig?

Das Geschlecht beeinflusst maßgeblich, wie wahrscheinlich Krankheiten entstehen, welche Symptome auftreten und welche Therapie am besten anschlägt.

Trotzdem orientiert sich die Medizin noch immer zu oft am männlichen Standard – mit gravierenden Folgen für Frauen.

Die Fakten auf einen Blick

  • 25 % mehr Lebenszeit in Krankheit: Frauen verbringen einen größeren Teil ihres Lebens in gesundheitlicher Einschränkung als Männer.
    (Quelle: - Ellingrud, K., et al., (2024). Closing the women’s health gap: A $1 trillion opportunity to improve lives and economies. McKinsey Health Institute.)
  • Verzögerte Diagnosen: Über 700 Diagnosen werden bei Frauen im Schnitt später gestellt als bei Männern.
    (Quellen: - Sun, T. Y., et al., (2023). Large-scale characterization of gender differences in diagnosis prevalence and time to diagnosis. medRxiv : the preprint server for health sciences, 2023.10.12.23296976. https://doi.org/10.1101/2023.10.12.23296976

    - Bandinelli, F., et al., (2024). Sex Bias in Diagnostic Delay: Are Axial Spondyloarthritis and Ankylosing Spondylitis Still Phantom Diseases in Women? A Systematic Review and Meta-Analysis. Journal of personalized medicine, 14(1), 91. https://doi.org/10.3390/jpm14010091)

  • Höheres Medikamentenrisiko: Frauen sind zu 52 % häufiger von unerwünschten Arzneimittelwirkungen betroffen, da Dosierungen oft an Männern getestet werden.
    (Quellen: - European Parliament, Directorate-General for Parliamentary Research Services. (2025). Gender inequalities in medical research, drug development and access to care (Study PE 778.519). European Parliament.

    - Dtsch Arztebl 2010; 107(36): A 1682–4
    - Jonville-Béra, A.-P., et al. (2022). Sex differences in adverse drug reactions: Are women more impacted? Therapie, 77(2), 191–199.)

Beispiel Herzinfarkt: Gleiche Krankheit, andere Symptome
Männer erleiden zwar statistisch häufiger einen Herzinfarkt, Frauen sterben jedoch häufiger daran. Der Grund: Die typischen „männlichen“ Symptome wie der stechende Schmerz im linken Arm fehlen bei Frauen oft. Stattdessen äußert sich der Infarkt eher durch Übelkeit, Atemnot oder Oberbauchschmerzen – und wird deshalb zu spät erkannt.

Gendermedizin bedeutet keine Bevorzugung, sondern gerechtere und präzisere Versorgung. Ein geschärfter Blick für diese Unterschiede ist deshalb nicht nur für Fachpersonal entscheidend, sondern auch für Ihre eigene Gesundheit.

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