Alles SVLFG 1/2025
Das Mitgliedermagazin - von uns für Sie!
Lesen Sie die neuesten Informationen zur sicheren Jagd, Tipps für Wartung und Pflege von Landtechnik und vielem mehr. In dieser Online-Ausgabe gibt es jetzt noch mehr Hintergründe, Tipps und Wissenswertes.
Titelthema
Jägertag: Sicher jagen – gesund bleiben
Ein Tag für mehr Sicherheit und Gesundheit bei der Jagd: Der erste Jägertag im hessischen Schlüchtern-Wallroth zeigte, wie wichtig präventive Maßnahmen für die Jägerschaft sind.
Im vergangenen Juli fand der erste „Jägertag zu Sicherheit und Gesundheit bei der Jagd“ in Schlüchtern-Wallroth statt. Die Veranstaltung, organisiert von der SVLFG in Kooperation mit HessenForst, lockte mehr als 60 Jägerinnen und Jäger an. Ziel war es, das Bewusstsein für Gefahren bei der Jagd zu schärfen und praktische Lösungen zur Unfallvermeidung aufzuzeigen. Die Unfallstatistik zeigt: Tatsächlich ereignen sich jedes Jahr schwere und sogar tödliche Unfälle. Besonders unfallträchtig sind die Revierarbeit und Erntejagden.
Markus Knapp, Abschnittsleiter Prävention SVLFGSicherheit und Gesundheit müssen bei der Jagdausübung immer an erster Stelle stehen.
WEITERE INFORMATIONEN
Die SVLFG bietet Jägerinnen und Jägern weiterführende Informationen online. Die Präventionsbroschüren B11 „Jagd“ und B12 „Sichere Hochsitzkonstruktionen“ können kostenfrei heruntergeladen werden.
Intro
Vertrauenspersonen sind ehrenamtlich tätige Gärtnerinnen und Gärtner. Sie beraten direkt vor Ort zur Unfall-, Renten-, Kranken und Pflegeversicherung und unterstützen Sie beim Ausfüllen von Anträgen sowie in der Kommunikation mit der SVLFG. Die Liste mit allen Vertrauenspersonen für den Gartenbau sowie Ansprechpersonen für alle anderen Sparten – auch in Ihrer Region – finden Sie unter:
Deutschland hat das Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zum Arbeitsschutz in der Landwirtschaft unterzeichnet. Es normiert erstmals weltweite Mindeststandards für Sicherheit und Gesundheitsschutz für Beschäftigte in der Landwirtschaft. Die Anerkennung ist in enger Kooperation mit den deutschen Sozialpartnern erfolgt, auch mit der SVLFG. Ziel ist eine umfassende innerstaatliche Gesetzgebung und Politik, um Arbeitsunfälle sowie Gesundheitsschäden im landwirtschaftlichen Arbeitsumfeld zu verhüten. Die Schwerpunkte sind:
- Arbeitsschutzmaßnahmen bei Maschinensicherheit, Chemikalienmanagement, Bau und Instandhaltung landwirtschaftlicher Anlagen,
- Regelungen zur Einrichtung eines sozialen Sicherungssystems für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten,
- Mindestanforderungen an Unterkünfte für Beschäftigte in der Landwirtschaft,
- besondere Regelungen zum Schutz von Zeit- und Saisonarbeitskräften, von jungen Beschäftigten bei gefährlicher Arbeit sowie zu besonderen Bedürfnissen von Arbeitnehmerinnen im Mutterschutz.
Sonnenschutz im Einheitslook muss nicht sein. Es gibt eine Vielzahl von modernen und gleichzeitig zweckmäßigen Kopfbedeckungen, die im Arbeitsalltag vor UV-Strahlung schützen. So gibt es zum Beispiel auch Modelle, die sich für Zöpfe eignen. Wir fördern den Kauf solcher und weiterer Sonnenschutzprodukte, darunter auch Kühlkleidung. Sie erhalten die Hälfte des Kaufpreises erstattet (maximal 800 Euro, aber höchstens 50 Prozent vom zuletzt gezahlten Jahresbeitrag). Nutzen Sie unsere Förderung und machen Sie mit Ihrer Persönlichen Schutzausrüstung eine gute Figur in Feld, Wald und Flur!
Sicherheit
RADWECHSELWAGEN
ermöglichen körperschonendes Arbeiten und verhindern das Umkippen und Fallen der Räder auf Personen.
Akku-Fettpressen erzeugen einen hohen Druck, um das Schmierfett durch den Schlauch in die Schmierstellen zu drücken. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig die Schläuche auf Schäden. Schutzkleidung wie Handschuhe und Schutzbrille bieten zusätzlichen Schutz vor Verletzungen.
Zur Beseitigung von Staub und Schmutz kommen unter anderem Hochdruckreiniger und Druckluftgeräte zum Einsatz. Diese ermöglichen eine schnelle und effektive Reinigung der Maschinen, auch in schwer zugänglichen Bereichen. Aber der Einsatz birgt auch gesundheitliche Risiken, darunter die Aufwirbelung von Staub und die Gefahr von Stürzen, insbesondere bei Arbeiten auf Maschinen.
Eine sorgfältige Planung, Einhaltung von Sicherheitsvorgaben und die Verwendung geeigneter Persönlicher Schutzausrüstung machen die Wartung nicht nur effizient, sondern auch sicher. Durch die Anwendung von Hautschutzmaßnahmen, insbesondere bei Verwendung von Gefahrstoffen wie Öl oder Hydraulikflüssigkeit, ist die Haut geschützt.
Ganz egal, ob ein Stallwechsel oder der Weideauftrieb anstehen: Rinder müssen immer wieder umgetrieben oder transportiert werden. Dazu bieten sich unterschiedliche Methoden an.
Auf kurzen Strecken wie beispielsweise dem Weg zur Stundenweide oder im unwegsamen Gelände, wie beim Almtrieb, ist traditionell das Treiben der Tiere etabliert. Dabei hat es sich bewährt, vorübergehend Bereiche mit Litze abzusperren, um die Tiere sicher zu leiten und die Herde geschlossen zu halten.
WICHTIGE PUNKTE
Ganz egal wohin es für die Tiere geht, diese wichtigen Regeln für das Treiben sollten Sie kennen und sind zu beherzigen:
- Möglichst immer Treibwagen bzw. Transportwagen einsetzen.
- Rinder immer in der Gruppe treiben bzw. transportieren.
- Rinder wollen sehen, wer sie treibt.
- Ausreichend Zeit für die Vorbereitung einplanen.
- Geeignete Helfer auswählen.
MEHR INFORMATIONEN
Verantwortungsbewusste Rinderhalter achten auf Arbeitssicherheit. So senken sie das Unfallrisiko im Betrieb. Wie wir Sie dabei mit unseren Kursen, Bauberatung und Material unterstützen, lesen Sie auf unserer Internetseite. Hier finden Sie außerdem unsere Broschüre B20 Sichere Rinderhaltung, Kontaktdaten Ihrer Ansprechpartner und weiteres Wissen für Ihre Sicherheit.
Fahrsicherheitstrainings
Wir fördern Ihre Teilnahme an eintägigen Fahrsicherheitskursen für Traktoren, PKW, Transporter, Motorräder, LKW und Baumaschinen, wenn sie nach den Richtlinien des DVR durchgeführt werden. Wir gewähren die Förderung einmal jährlich, solange Gelder dafür bereitstehen. Unser Zuschuss für Fahrsicherheitskurse beträgt:
- für Traktoren, LKW und Erdbaumaschinen 150 Euro,
- für junge Fahrerinnen und Fahrer von Traktoren unter 22 Jahren 350 Euro,
- für Transporter 100 Euro,
- für PKW und Motorräder 50 Euro,
- für Fahrräder oder E-Bikes 60 Euro.
Ist die Teilnahmegebühr niedriger als der Zuschuss, wird höchstens die Gebühr erstattet. Beantragen Sie den Zuschuss vor dem Training unter Angabe der Teilnehmerzahl aus Ihrem Betrieb, Ihrer Mitgliedsnummer, der Fahrzeugart und des Anbieters formlos per E-Mail.
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- Team Präventionsschulungen
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Eine Übersicht der Anbieter von Trainings und weitere Informationen finden Sie unter den beiden untenstehenden Links.
Ladungssicherung
Bei einem Unfall kann mangelhafte oder nicht gesicherte Ladung zur Gefahr für die Gesundheit, das Leben und die Umwelt werden. Manchmal ist sie sogar die Unfallursache. So zählt das Statistische Bundesamt pro Jahr über 500 verletzte Personen und über 1.000 schwerwiegende Sachschäden durch unzureichend gesicherte Ladungen. Die problematischen Zustände bei der Ladungssicherung auf LKWs zeigten sich auch bei Kontrollen. Die Kontrolleure des Bundesamtes für Güterverkehr beanstandeten diese bei rund zehn Prozent der 76.000 überprüften Fahrzeuge. Zum Thema „Ladung richtig sichern“ bietet der DVR ein Seminar an. Um Beschäftigte über Gefährdungen auf Arbeitswegen zu informieren und zu sensibilisieren, stellt der DVR umfassende Materialien und Medien zum Download zur Verfügung
Unfallgeschehen
Dieser eine Moment
In dieser Serie berichten wir über Arbeits- und Wegeunfälle, die sich in der Praxis ereignet haben, und erklären, wie solche Situationen verhindert werden können.
Der Mitarbeiter eines Milchviehbetriebes sollte den Futtermischwagen mit Maissilage befüllen. Hierzu stieg er auf das circa fünf Meter hohe Fahrsilo und wollte die Abdeckplane zurückziehen. Als er an der Schnittkante stand, brach diese ab und er stürzte hinab. Dabei erlitt er Frakturen am Bein sowie an der Schulter, die ihn mehrere Wochen arbeitsunfähig machten.
SO GEHT ES BESSER
Arbeiten an der Schnittkante führen regelmäßig zu Unfällen. Die Plane muss beim Aufdecken mit einem Werkzeug nach hinten gezogen werden oder durchtrennt und anschließend von einer sicheren Position aus entfernt werden. Der Abstand zur Schnittkante muss mindestens zwei Meter betragen. Alternativ können solche Arbeiten auch von einer sicheren Arbeitsplattform aus erledigt werden.
Ein Altenteiler reinigte einen Traktor und die angehängte Scheibenegge mit einem Hochdruckreiniger. Da er vom Boden aus nicht alle Stellen erreichte, nutzte er eine Anlegeleiter. Als er in einer Höhe von zwei Metern den Hochdruckreiniger startete, fiel er rückwärts von der Leiter und zog sich Frakturen an Oberschenkel und Becken zu.
Ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb war damit beauftragt, an einem Einfamilienhaus das Pflaster der Terrasse neu zu verlegen und in diesem Bereich die Abdichtung zum Keller zu erneuern. Zwei Mitarbeiter legten die Kellerwand unter der Terrasse mit einem Minibagger frei. Der dadurch entstandene Graben war circa 2,50 Meter tief, 60 Zentimeter breit und nahezu senkrecht geböscht. Als einer der beiden Mitarbeiter die Bitumendickbeschichtung auf der Kellerwand neu aufbrachte, stürzte die Böschungswand ein und begrub ihn. Die herbeigerufenen Rettungskräfte konnten den Verschütteten nur noch tot bergen.
Ein Mitarbeiter eines Rinderhaltungsbetriebes sollte im Kälberstall die Flächen desinfizieren. Als er das Desinfektionsmittel aus einem Kanister in eine Rückenspritze füllte, kam es zu Spritzern, die Verätzungen der Gesichtshaut und des Auges verursachten. Eine Person in der Nähe leistete sofort Erste Hilfe, sodass bleibende Schäden verhindert werden konnten.
Gesundheit
Der Gesundheitstag für Saisonarbeitskräfte in Bodman am Bodensee stand nicht nur im Zeichen der Prävention, sondern auch von Wertschätzung und Respekt.
Im September 2024 organisierte die Gut Bodman Ledergerber Obstbau GbR gemeinsam mit der SVLFG einen Gesundheitstag. Während einer Pause bei der Elstarernte erhielten über 50 polnische Saisonarbeitskräfte praxisnahe Tipps zu Sonnenschutz, rückenschonendem Arbeiten und zum Schutz vor Zoonosen.
Der von Demeter und Naturland zertifizierte Betrieb bewirtschaftet circa 60 Hektar Tafelobst, 130 Hektar Mostobst und 1,3 Hektar Wein. Besonders bemerkenswert: Viele der polnischen Saisonarbeitskräfte kommen seit über 20 Jahren auf den Betrieb – inzwischen arbeiten sogar deren Kinder mit. „Wir wissen, wie wertvoll unsere Mitarbeiter sind. Keine Maschine kann das leisten, was sie tun“, betont Betriebsleiter Bertram Ledergerber. „Während der Saison ist der Arbeitsaufwand enorm. Nur wenn unsere Mitarbeiter gesund, zufrieden und gut ausgeruht sind, können wir erfolgreich zusammenarbeiten.“ Daher stellte der Betrieb Arbeitszeit und Verpflegung zur Verfügung, um den Gesundheitstag zu ermöglichen.
Aktive Beteiligung
Eine aktive Beteiligung der Beschäftigten bei der Gefährdungsbeurteilung kann dazu beitragen, arbeitsbedingte Belastungen besser zu identifizieren, sie zu verringern und die Leistungsfähigkeit aller im Betrieb Tätigen zu erhalten. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden und Hilfsmittel.
Einen gemeinsamen Einstieg mit den Beschäftigten bietet der „ErgoChecker“. Dieser kurze Leitfaden dient dazu, die Belastungen in einem vorher festgelegten Bereich oder bei einer vorab definierten Tätigkeit zuermitteln und dem Betriebsunternehmer Vorschläge zur Verbesserung zu machen. Wichtig ist, dass die Hinweise der Beschäftigten ernst genommen werden. Kann eine vorgeschlagene Maßnahme nicht oder nur teilweise umgesetzt werden, so muss der Verantwortliche dies begründen. Eine Rückmeldung ist wichtig, um eine vertrauensvolle Kommunikation im Betrieb zu etablieren. So kann die Gefährdungsbeurteilung nicht nur Pflicht, sondern ein Mittel zur kontinuierlichen Verbesserung des Betriebes sein.
Beim Arbeiten mit Freischneidern werden Vibrationen auf den Menschen übertragen, die langfristig Gesundheitsschäden verursachen können. Richtige Wartung reduziert die Belastung.
Die tragbaren Motorgeräte sind für Grünpflege und Kulturarbeiten unverzichtbar. Freischneider bergen jedoch gesundheitliche Risiken durch Vibrationen.
Gesundheitsgefahr Vibration
Vibrationen sind mechanische Schwingungen, die durch den Motor oder rotierende Werkzeuge eines Geräts erzeugt werden. Beim Arbeiten mit Freischneidern übertragen sich diese Vibrationen über die Griffe auf Hände und Arme sowie über das Gurttragesystem auf den Körper. Dauerhafte Vibrationsbelastungen können die Anwender krank machen. Das Hand-Arm-Vibrationssyndrom ist eine der häufigsten Berufskrankheiten. Es kann Durchblutungsstörungen, Nervenschäden und degenerative Gelenkveränderungen hervorrufen. Eine spezifische Ausprägung ist die Weißfingerkrankheit. Vibrationsschäden treten schleichend auf, ohne sofortige Schmerzen.
Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrations- ArbSchV) regelt den Umgang mit Vibrationsbelastungen. Es gelten Auslösewerte und Grenzwerte für die tägliche Exposition. Arbeitgeber sind verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und die Vibrationsbelastungen zu bewerten. In den Bedienungsanleitungen geben Hersteller die Vibrationswerte ihrer Geräte laut Maschinenrichtlinie an. Doch diese basieren oft auf idealen Testbedingungen und können in der Praxis, etwa durch Verschleiß oder unsachgemäßen Gebrauch, höher ausfallen. Sie bieten jedoch eine gute Orientierung und ermöglichen den Vergleich verschiedener Modelle. Antivibrationshandschuhe können die Vibrationen an den Händen leicht verringern.
Oft sind Unwuchten an rotierenden Werkzeugen die Hauptquelle für schädliche Vibrationen. Sie entstehen durch Abnutzung, Beschädigungen oder unsachgemäße Montage. Besonders wenn die Werkzeuge auf harte Materialien wie Steine oder metallische Fremdkörper treffen, können sie sich unter hoher Rotation verformen und Unwuchten erzeugen. Studien zeigen, dass schon geringe Unwuchten an Schneidköpfen oder Messern die Vibrationswerte erheblich erhöhen – um bis zum Fünffachen der Herstellerangaben. Je stärker die Unwucht, desto höher die Vibrationen.
TIPP: DLG WALDTAGE
Vom 12. bis 14.September sind wir auf den DLG-Waldtagen in Lichtenau (Westfalen) mit einem Vibrationsstand vertreten. Lassen Sie sich vor Ort beraten.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
WAS NOCH WICHTIG IST
Was noch wichtig ist Neben Vibrationen können auch Lärm, Abgase und fliegende Teile Risiken darstellen. Ungünstige Körperhaltungen führen zudem zu Verspannungen und Rückenproblemen. Moderne Tragegurtsysteme schonen Muskeln und Gelenke, sorgen für eine optimale Lastverteilung und ermöglichen sicheres, ermüdungsfreies Arbeiten. Geeignete Schutzkleidung, Gehörschutz, eine ergonomische Haltung und regelmäßige Pausen sind daher wichtig.
Die LKK übernimmt die Kosten für digitale Gesundheitsanwendungen, kurz DiGA. Wir erklären, was hinter diesem Angebot steckt.
DiGA eröffnen vielfältige Möglichkeiten, um Krankheiten zu erkennen und zu behandeln, und helfen auf dem Weg zu einer selbstbestimmten gesundheitsförderlichen Lebensführung. Diese „digitalen Helfer“ in der Hand der Patientinnen und Patienten können in ärztliche und psychotherapeutische Behandlungen eingebunden werden, um sie zu ergänzen und zu unterstützen. Ihr Arzt und Sie selbst haben dadurch die Möglichkeit, den Behandlungsprozess aktiv mitzugestalten und zu überwachen. Vor allem mit Blick auf den Fachärztemangel auf dem Land bieten sie Unterstützung, da Wartezeiten und schlechte Erreichbarkeiten durch sie ein Stück weit überbrückt werden können.
Wie komme ich an eine DiGA?
Gesundheits-Apps erhalten Sie mit einem ärztlichen Rezept oder Sie beantragen die Kostenübernahme für eine DiGA formlos direkt bei uns. Voraussetzung ist immer, dass die medizinische Notwendigkeit für eine DiGA gegeben ist. Nachdem wir die DiGAgenehmigt haben, erhalten Sie von uns einen Freischaltcode, mit dem Ihnen die Nutzung der Anwendung möglich ist. Nach erfolgter Freischaltung rechnet der Hersteller direkt mit uns ab. Ein Eigenanteil ist grundsätzlich nicht zu leisten. Die Anwendungsdauer beträgt in den meisten Fällen 90 Tage. Folgeverordnungen bzw. erneute Anträge sind aber möglich. Die Anwendungen können nur digital in Anspruch genommen werden. Größtenteils erfolgt dies über eine App. Einige DiGA können auch als Web-Anwendung genutzt werden. Derzeit stehen DiGA für Personen ab 12 Jahren zur Verfügung. Ab Vollendung des 15. Lebensjahres können Anträge auf Sozialleistungen grundsätzlich ohne Einwilligung der gesetzlichen Vertreter gestellt werden.
Derzeit gibt es 58 DiGA in folgenden Kategorien:
- Atemwege
- Geschlechtsorgane, Nieren und Harnwege
- Herz und Kreislauf
- Hormone und Stoffwechsel
- Krebs
- Muskeln, Knochen und Gelenke
- Nervensystem
- Ohren
- Psyche
- Verdauung
- Sonstige (z. B. Lebensbewältigung oder Ergänzung zur Sprachtherapie)
Als Beispiele seien hier die häufig genutzten Apps „Vivira“ und „Zanadio“ genannt. „Vivira“ ist eine digitale Anwendung zur Behandlung von akuten und chronischen Rückenschmerzen. Sie bietet täglich vier Übungen, die durch Rückmeldungen des Patienten ihre Intensität und Komplexität fortlaufend anpassen. Die täglichen Übungen werden durch wöchentliche Abfragen zur Gesundheit, Visualisierung des Fortschritts und monatliche Bewegungstests ergänzt.
Die DiGA „Zanadio“ hilft von Adipositas Betroffenen, durch Änderung ihrer Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten sowie weiterer Verhaltensweisen langfristig ihr Gewicht zu reduzieren, um somit die Lebensqualität zu erhöhen.
Passende DiGA/App gefunden?
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Hierfür Rezept beim Arzt einholen oder Kostenübernahme direkt bei der LKK beantragen.
- Freischalt-Code von der LKK erhalten.
- App öffnen, mit Freischalt-Code registrieren und mit dem Programm starten.
Leben
Auf dem Land wird außergewöhnlich viel zuhause gepflegt. Die SVLFG bietet digitale Angebote, die Pflegende in ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit unterstützen, um ihre anspruchsvolle Arbeit zu erleichtern.
Wir wissen, dass Angehörige, die pflegen, körperlich und auch emotional hoch belastet sind. Häusliche Pflege ist eine äußerst verantwortungsvolle und herausfordernde Aufgabe. Oft wird man sehr kurzfristig zum Pflegenden – ohne die entsprechenden Kenntnisse und das Wissen zu haben, welche Hilfsangebote es gibt.
Einfach mal vorbeischauen
Der dreistündige digitale Pflegestammtisch findet alle zwei Monate nachmittags statt und bietet wertvolle Gelegenheit zum Austausch. Auch hier sorgt eine kleine Bewegungseinheit vor dem Bildschirm zu Beginn dafür, dass alle Teilnehmenden entspannt und fokussiert ins Gespräch kommen.
Im Anschluss erwarten sie Fachvorträge zu Themen wie Selbstfürsorge, Stressmanagement, Gedächtnistraining, Hilfsangebote und rechtliche Aspekte der Pflege. Auch andere wichtige Themen rund um die Pflege werden behandelt, um den Teilnehmenden wertvolles Wissen und Denkanstöße zu bieten. Die Teilnehmenden bringen selbst immer wieder eigene Fragen und Ideen ein und unsere Organisatoren suchen gezielt nach Experten, die auf diese Themen eingehen. Die Studien zur Wirksamkeit von beiden Online-Angeboten wurden vom Bayrischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention gefördert. Die ersten Studienergebnisse sind sehr vielversprechend.
Hier finden Sie die aktuellen Termine:
Mit unseren digitalen Pflegekursen helfen wir, die häusliche Pflege zu erleichtern und zu verbessern. Versicherte, Angehörige und Ehrenamtliche nutzen ihren ausgewählten Kurs kostenfrei.
Zeit- und ortsunabhängige Nutzung, freie Themenwahl, Wissen für die direkte Anwendung in der Praxis: Mit den Online-Pflegekursen sind für pflegende Personen viele Vorteile verbunden. Neben praxisbezogenen Schulungen steht auch die Gesundheit der Pflegenden im Vordergrund. Interessierte können sich gezielt nach ihrem Beratungsbedarf für eines der Angebote entscheiden. Zu beachten ist, dass es sich meist um Basisschulungen handelt. Die Kurse, die jeweils zwischen vier und sieben Zeitstunden umfassen, sind damit für Personen mit eher weniger Erfahrung zu dem jeweiligen Thema konzipiert.
Wie melden Sie sich an?
Der Zugang zum sogenannten „OnlinePflegecoach“ ist so einfach wie möglich gestaltet: Bei der erstmaligen Registrierung vergeben Sie eine E-Mail-Adresse und ein Passwort. Danach fügen Sie Ihren Namen, die Versichertennummer sowie ggf. die Pflegekasse ein. Anschließend wählen Sie einen Kurs aus dem Angebot aus. Nach der Anmeldung haben Sie sechs Monate Zeit, ihn abzuschließen.
Sie haben Fragen rund um das Thema Pflege? Wenden Sie sich gerne an das Servicetelefon der Pflegekasse.
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- Servicetelefon der Pflegekasse
DIESE SIEBEN ANGEBOTE GIBT ES DERZEIT:
- Grundlagen der häuslichen Pflege: Wählen Sie aus sieben wichtigen Themenbereichen der Pflege Ihre individuellen Schwerpunkte.
- Alzheimer und Demenz: Lernen Sie Wissenswertes über Demenz sowie Leben und Umgang mit demenzkranken Menschen.
- Sicherheit im Pflegealltag: Erfahren Sie, wie Sie die Sicherheit und Selbstbestimmung Ihres Angehörigen fördern können und bei Konflikten und Notfällen richtig handeln.
- Wohnen und Pflege im Alter: Erhalten Sie Tipps an die Hand, wie Sie Wohnen und Pflege im Alter gestalten können.
- Selbstfürsorge durch Achtsamkeit: Hier stellen wir Möglichkeiten vor, wie Sie im herausfordernden Pflegealltag für sich sorgen. Wissen und Praxis wechseln sich ab.
- Pflegen bei Inkontinenz: Der Kurs zeigt auf, welche Faktoren bei der Pflege eines Menschen mit Harninkontinenz oder Blasenschwäche wichtig sind.
- Pflegen nach Schlaganfall: Das Programm umfasst die Themen, die für Menschen relevant sind, die Schlaganfallbetroffene zuhause pflegen.
360 Grad
Kinder brauchen Kontakt mit der Natur, Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Das Bildungsprogramm AckerRacker von Acker e. V. richtet sich speziell an die Jüngsten.
Mit dem Bildungsprogramm AckerRacker des gemeinnützigen Vereins Acker e. V. erfahren Kita-Kinder zwischen drei und sechs Jahren ganz praktisch und mit allen Sinnen, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie Natur funktioniert. Ziel ist es, schon die Jüngsten für gesunde Ernährung, Natur und Nachhaltigkeit zu begeistern. Im Fokus steht auch das Sammeln von Erfahrungen: Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Erziehern kümmern sich die Kinder um den Kindergartenacker, säen und ernten. Begleitet werden sie unter anderem von Acker- Geschichten. Zusätzlich stehen Begleitmaterialien, Workshops, Beratung und Vor-Ort-Hilfe für das Pflanzen zur Verfügung.
Darüber hinaus bietet die SVLFG den Kitas die Möglichkeit, Einblicke in die Landwirtschaft zu erhalten. Dazu vermittelt sie Kontakte zu landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Betrieben in der Region, die bereit sind, Kinder und ggf. sogar deren Eltern zu sich einzuladen.
Ziel: Viele Kinder erreichen
Die SVLFG ist seit 2021 einer der Hauptförderpartner von Acker und unterstützt das Bildungsprogramm AckerRacker in zwei wesentlichen Bereichen: Zum einen wird die inhaltlichen und strukturelle Weiterentwicklung des Programms gefördert, um im Rahmen der Vision “2030 – jedes Kind” eine möglichst große Anzahl an Kita- und Kindergartenkindern zu erreichen. Zum anderen wird dank der Unterstützung das AckerRacker-Programm bundesweit an Kitas direkt umgesetzt, insbesondere in ländlichen Regionen und sozioökonomisch benachteiligten Umfeldern. Die Partnerschaft mit Acker e. V. wurde 2024 um vier Jahre verlängert.
Mit diesen freundlichen Worten werden Sie seit einigen Wochen auf der Internetseite www.svlfg.de begrüßt. Das kleine grüne Kerlchen ist Ihr digitaler Assistent, der SVLFG-Digi.
Der SVLFG-Digi bietet Ihnen einen modernen Kommunikationskanal. Er ist unser neuer Sachbearbeiter, der niemals schläft und rund um die Uhr für Sie erreichbar ist. Wer zum Beispiel wissen möchte, welche Leistungen die Pflegekasse bietet oder welche Gesundheitsangebote die SVLFG bereit hält, kann diese Informationen nun schnell und direkt über den Chatbot erhalten. Der SVLFG-Digi lernt stetig dazu, so dass er in naher Zukunft alle Themenfelder abdecken und Ihre Fragen beantworten wird. Probieren Sie es gleich mal aus.
Einfache Bedienung
Die Bedienung des Chatbots ist einfach: Sie geben Ihre Fragen in das Fenster ein und erhalten sofort eine Antwort. Erste Rückmeldungen sind vielversprechend: Hat mir gefallen, toll gemacht, Danke, superschnelle Hilfe. Weiß der SVLFG-Digi keine Antwort oder möchten Sie schwierige Anträge lieber mit einer Sachbearbeiterin oder einem Sachbearbeiter klären? Kein Problem, nutzen Sie einfach die neue Terminvereinbarung zur Online-Beratung. Auch dies funktioniert ganz einfach.
„MEINE SVLFG“ – NOCH NICHT REGISTRIERT?
Wir sind immer wieder erstaunt, dass noch nicht alle Versicherten die Vorteile des Versichertenportals „meine SVLFG“ nutzen. Registrieren Sie sich einmalig und warten Sie fortan nie wieder auf die Post.
ENTBÜROKRATISIERUNG wird bei der SVLFG groß geschrieben –Schluss mit dem Papierkram.
Noch Fragen, wie es funktioniert? Antworten bietet der Film „Versichertenportal: Registrieren und Vorteile nutzen!“
Für Feedback
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- Redaktion "Alles SVLFG"