Die Beiträge zur Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft

Sie möchten wissen, wie sich Ihr Beitrag zur Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft zusammensetzt und genau berechnet? 

Die folgenden Abschnitte sollen hierüber informieren.

Wie setzt sich der Beitrag zusammen?

Mähdrescher

Der Beitrag zur Berufsgenossenschaft wird nach dem Prinzip der nachträglichen Bedarfsdeckung berechnet.


Das heißt, die Aufwendungen des abgelaufenen Geschäftsjahres werden im Folgejahr über die Beitragsrechnungen erhoben.

Dabei werden die Beiträge unserer Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (LBG) bundesweit nach einem einheitlichen Beitragsmaßstab berechnet. Identische Betriebe zahlen einen gleichen Beitrag. Die Beitragsgestaltung wurde gutachterlich begleitet.

Der Beitrag setzt sich aus einem Grundbeitrag und einem risikoorientierten Beitrag zusammen.  

Beitrags­berechnung

Grundbeitrag

Der Grundbeitrag wird zur Deckung der nicht risikobezogenen Aufwendungen erhoben. 

Risikobezogene Aufwendungen sind:

  • 70 % der Präventionskosten,
  • die vollständigen Vermögensaufwendungen und
  • die Verwaltungskosten abzüglich der Vermögenserträge sowie der Einnahmen aus Gebühren und bestimmten Beiträgen.

Der Grundbeitrag berechnet sich in Abhängigkeit von den für das Unternehmen ermittelten Berechnungseinheiten (BER) mit einem Mindest- und einem Höchstansatz an BER auf Basis einer von unserer Vertreterversammlung beschlossenen Grundbeitragsstaffel. 

Näheres zu den Berechnungseinheiten finden Sie oben im Gutachten oder in dem Abschnitt „Berechnungshilfen“.

Dabei werden nicht in jedem Fall die individuellen BER eines Unternehmens berücksichtigt.

Vielmehr ist der Mindest- und Höchstansatz zu berücksichtigen. Unsere Vertreterversammlung hat einen Grundbeitragsrahmen zwischen 87,50 und 350 BER beschlossen. Unter Berücksichtigung dieses Rahmens gilt Folgendes:

  • Unternehmen, die aufgrund ihrer individuellen Betriebsstruktur weniger als 87,50 BER ausweisen, werden auf 87,50 BER angehoben
  • Unternehmen, die aufgrund ihrer individuellen Betriebsstruktur mehr als 350 BER ausweisen, werden auf 350 BER begrenzt
  • Unternehmen mit einem BER-Ansatz von über 87,50 und unter 350 BER werden mit ihrem individuellen BER-Ansatz berechnet.

DER GRUNDBEITRAG BERECHNET SICH WIE FOLGT:

Menge BER eines Unternehmens x Hebesatz x Korrekturfaktor Grundbeitrag = individueller Grundbeitrag

Der "Korrekturfaktor Grundbeitrag" dient wegen Verwendung des allgemeinen Hebesatzes dazu, dass das gewünschte Finanzvolumen mit allen Grundbeiträgen erhoben wird. 

FÜR DIE BEITRAGSRECHNUNGEN GILT:

Menge BER eines Unternehmens x 6,59 € x 0,1295 = individueller Grundbeitrag

Der Mindestgrundbeitrag beläuft sich für 2018 auf 74,67 Euro und der Höchstgrundbeitrag auf 298,69 Euro.

Risikobeitrag

Der risikoorientierte Beitragsanteil dient der Finanzierung der Leistungsaufwendungen, die durch Arbeitsunfälle entstehen (z. B. Behandlungskosten und Verletztenrenten).

Für die Berechnung werden zwei Berechnungselemente herangezogen: 

  • Die Arbeitszeit (Arbeitsbedarf, Arbeitswert) als potentielles Risiko und
  • das realisierte Risiko in Form der tatsächlichen Leistungsaufwendungen eines Jahres je Risikogruppe und innerhalb der Risikogruppe je Produktionsverfahren.

Berechnung der Arbeitszeit

.... nach dem Arbeitsbedarf


Der Arbeitsbedarf wird in Form eines vom Gutachter empfohlenen Abschätztarifs berechnet. In diesem Abschätztarif werden Produktionsverfahren bezeichnet (Kulturarten, Tierhaltungsarten). Ihnen wird jeweils ein geschätzter Arbeitsbedarf in Berechnungseinheiten (BER) zugeordnet. Näheres hierzu finden Sie im Abschnitt Risikogruppen und Produktionsverfahren. Mit nur sehr wenigen Ausnahmen ist der BER-Ansatz pro Hektar oder durchschnittlich gehaltenem Tier degressiv gestaltet.

Eine BER steht dabei für einen Arbeitstag mit 10 Stunden.


.... nach dem Arbeitswert


Folgende Unternehmen werden nach dem Arbeitswert (pauschale Lohnsumme für Unternehmer und Familienangehörige) und der tatsächlichen Lohnsumme berechnet:

  • Unternehmen des geschützten gärtnerischen Anbaus,
  • des Blumen- und Zierpflanzenanbaus,
  • Baum- und Rebschulen,
  • land- und forstwirtschaftliche Lohnunternehmen,
  • Unternehmen der Park- und Gartenpflege,
  • Friedhöfe,
  • Landwirtschaftskammern,
  • Berufsverbände der Landwirtschaft sowie
  • Unternehmen, die unmittelbar der Sicherung, Überwachung oder Förderung der Landwirtschaft überwiegend dienen.

Für die Umrechnung des Arbeitswerts und der Lohnsumme gilt die Regel:

200 Euro Arbeitswert = 1 BER

Zusammenfassung in Risikogruppen

Die Leistungsaufwendungen werden je Produktionsverfahren summiert und in Risikogruppen zusammengefasst. Jede Risikogruppe soll ihre Leistungsaufwendungen selbst tragen. Das von dieser Gruppe aufgebrachte Beitragsvolumen soll also nicht größer oder kleiner sein, als die für diese Gruppe erbrachten Leistungsaufwendungen.

Für den Summenvergleich wird die Summe aller Berechnungseinheiten einer Risikogruppe mit dem Hebesatz (Beitrag je BER, für das Jahr 2018 = 6,59 Euro) multipliziert und mit der Summe der Leistungsaufwendungen verglichen. 

Übersteigt das Beitragsvolumen die Leistungsausgaben, wird ein Risikogruppenfaktor „< 1“ gebildet, der dann das Beitragsvolumen entsprechend in Deckung zur Leistungssumme bringt. 

Für das Jahr 2018 war dies beispielsweise für die Risikogruppe „Obst, Gemüse im Freiland, Hopfen, Tabak und Weihnachtsbäume“ der Fall. Umgekehrt ist natürlich ein Risikogruppenfaktor „> 1“ zu bilden, soweit die Beitragseinnahmen aus der Berechnung BER x Hebesatz die Leistungsausgaben nicht decken. Sehr markant ist dies in der Risikogruppe Forst zu erkennen.

Innerhalb der jeweiligen Risikogruppe findet dann ebenfalls ein Vergleich der Beiträge mit dem für dieses Produktionsverfahren angefallenen Leistungsaufwendungen statt. Das Vergleichsschema entspricht dem zuvor beschriebenen Vorgehen für die Risikogruppen. Entspricht das Beitragsvolumen nicht dem Aufwand, wird ein Risikofaktor für das Produktionsverfahren gebildet.

Risikogruppen und Produktionsverfahren

Die Unfallrisiken in den Unternehmen werden insbesondere durch die Bildung von 16 Risikogruppen berücksichtigt, denen die einzelnen Produktionsverfahren wie folgt zugeordnet sind:


RisikogruppeProduktionsverfahren
1Ackerbau

  • Mähdruschfrüchte (Getreide, Ölfrüchte, Eiweißpflanzen) und Zuckerrüben
  • Futterbau und Bioenergiepflanzen (u. a. Silomais, Corn Cob Mix, Ganzpflanzensilage, Miscanthus, Kurzumtriebsplantagen, Futterrüben, Ackergras)
  • Kartoffeln 
  • aus der Produktion genommene landwirtschaftliche Flächen (u. a. stillgelegte Flächen, Landschaftselemente inklusive Knicks) 
2Grünland
  • Almen, Alpen, Hutungen, nicht umzäunte oder mobil umzäunte Schaf- und Ziegenweiden, Deich- und Hallignutzungen
  • Dauergrünland als Wiesen, Weiden und Mähweiden außerhalb von "Almen, Alpen, Hutungen und nicht umzäunte oder mobil umzäunte Schaf- und Ziegenweiden, Deich- und Hallignutzungen" 
3Obst und Gemüse im Freiland, Hopfen, Tabak und Christbäume
  • Obstanbau mit mechanischer Ernteunterstützung (u. a. Mostäpfel, Schwarze Johannisbeeren, Walnüsse, Haselnüsse, Sauerkirschen, Mirabellen)
  • Baumobst
  • Beerenobst
  • Industriegemüse mit voll mechanischer Ernte ohne weitere Aufbereitung sowie Blumen im Freiland zum Selbstschneiden
    (u. a. Buschbohnen, Blumenkohl, Dicke Bohnen, Erbsen ohne Hülsen, Grünkohl, Broccoli, Feldsalat, Rucola, Babyleave, Küchenkräuter, Waschmöhren, Schnittlauch, Spinat, Zwiebeln)
  • Industrie- und Frischgemüse mit händischer Ernte/Aufbereitung
    (u. a. Blumenkohl, Dicke Bohnen, Chicoree, Chinakohl, Frischerbsen mit Hülsen, Grünkohl, Schälgurken, Knollenfenchel, Kohlrabi, Speisekürbis, Meerrettich, Bundmöhren, Frischpetersilie, Porree, Radies, Rettich, Rhabarber, Rosenkohl, Rote Rüben, Rotkohl, Rucola, Salate, Sellerie, Frischspinat, Weißkohl, Wirsing, Zucchini, Zuckermais)
  • Intensivgemüse (Spargel, Gurken, Tomaten, Bundzwiebeln, Stangenbohnen)
  • Hopfen
  • Tabak
  • Christbäume 
4Geschützter gärtnerischer Anbau, Blumen- und Zierpflanzenanbau sowie Baumschulen

geschützter gärtnerischer Anbau (gärtnerische Nutzung im Freiland, Hochglas, Niederglas), Blumen- und Zierpflanzenanbau sowie Baumschulen 

5Weinbau
  • ausschließliche Traubenproduktion
  • Traubenproduktion mit eigener Kellerwirtschaft 
6Forst
  • alle Baumarten
  • vertraglich aus der Produktion genommene Forstflächen 
7Rinderhaltung
  • Milchkühe, Deckbullen jeder Art
  • Mutterkühe inklusive Kälber bis zum Absetzen
  • sonstige Rinder 
8Schweinezucht und -mast
  • Sauenhaltung (inklusive Ferkelproduktion mit ca. 28 Tagen Säugezeit und ca. 8 kg Absetzgewicht)
  • Schweinemast, Ferkelaufzucht, Jungsauenaufzucht 
9Pferdehaltung einschließlich Pferdehaltungen in Nebenunternehmen
  • Deckhengste ohne Sporteinsatz
  • Zuchtstuten sowie Aufzucht, Arbeits- und Gnadenbrottiere
  • Pensionstiere sowie Freizeittiere, die nicht zur Gruppe der "Sport- bzw. Turnier-, Renn-, Kutsch-, Schul- und Verleihpferde" gehören
  • Sport- bzw. Turnier-, Renn-, Kutsch-, Schul- und Verleihpferde
10Sonstige Tierhaltung (Geflügelhaltung, Schafe, Ziegen, Kaninchen, Wildtierhaltung) sowie Binnenfischereien und Imkereien
  • Legehennen
  • Junghennenaufzucht
  • Masthühner
  • Mastputen
  • Mastenten
  • Mastgänse
  • Fleischschafe und -ziegen
  • Milchschafe und -ziegen
  • Wildtierhaltung
  • Kaninchenhaltung
  • Imkerei
  • Teichwirtschaft Karpfen und Beifische
  • Forellenzucht inklusive Beifische in Erdteichen und Fließgewässern
  • Fluss- und Seenfischerei 
11Garten, Landschafts- und Sportplatzbau, gärtnerische Dienstleistungen, gewerblich betriebene Gartenpflege sowie land- und forstwirtschaftliche Lohnunternehmen
  • Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, gärtnerische Dienstleistungen, gewerblich betriebene Gartenpflege
  • Landwirtschaftliche Lohnunternehmen
  • Forstwirtschaftliche Lohnunternehmen
12Kommunale Unternehmen der Park- und Gartenpflege, private Park- und Gartenpflege sowie Friedhofsunternehmen
  • Kommunale Unternehmen der Park- und Gartenpflege, private Park- und Gartenpflege sowie Friedhöfe
13Jagdunternehmen
  • Jagdunternehmen
14Beherbergung/ Verköstigung, Energiegewinnung, Handel/Verwaltung/ Dienstleistung, Veredelung/ Produktgewinnung
  • Beherbergung/Verköstigung, Urlaub auf dem Bauernhof
  • Energiegewinnung, Biogasanlagen
  • Handel/Verwaltung/Dienstleistung
  • Veredelung/Produktgewinnung
  • Abfindungsbrennereien 
15Handwerksbetriebe, Hoch- und Tiefbauunternehmen, Transport- und Fuhrunternehmen
  • Handwerk
  • Hoch- und Tiefbau
  • Transport- und Fuhrunternehmen 
16Landwirtschaftskammern, Berufsverbände der Landwirtschaft, Unternehmen, die unmittelbar der Sicherung, Überwachung oder Förderung der Landwirtschaft überwiegend dienen (ohne Unternehmen der Energiegewinnung), SVLFG sowie Zusatzversorgungskasse für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft (ZLA und ZLF)

  • Landwirtschaftskammern, Berufsverbände der Landwirtschaft, SVLFG sowie ZLA, ZLF
  • Unternehmen, die unmittelbar der Sicherung, Überwachung oder Förderung der Landwirtschaft überwiegend dienen (ohne Unternehmen der Energiegewinnung)

Risikofaktoren

Die für das Geschäftsjahr 2018 (Beitragsbescheid Juli/August 2019) gültigen Risikofaktoren finden Sie hier. 

Diese Risikofaktoren für 2019 können erst im Juli 2020 berechnet werden.

Solidarischer Ausgleich

Der risikoorientierte Beitragsteil ist für größere Unternehmen der eigentliche Beitrag. Der tatsächliche Entschädigungsaufwand des Vorjahres wird innerhalb der 16 Risikogruppen (z. B. Ackerland, Rinderhaltung, Jagden) von den jeweiligen Mitgliedern über den Arbeitsbedarf, den Arbeitswert etc. finanziert.

Damit wird das Solidaritätsprinzip aber nicht auf die einzelnen Risikogruppen begrenzt. Solidarität findet zwischen und innerhalb der Risikogruppen statt. Dieser solidarische Ausgleich soll verhindern, dass sich die Beitragsbelastung einzelner Unternehmergruppen gegenüber dem Vorjahr stark verändert. 

Der Ausgleich ist zweistufig aufgebaut:
Neben dem solidarischen Ausgleich zwischen den Risikogruppen wird auch ein solidarischer Ausgleich zwischen den Produktionsverfahren innerhalb einer Risikogruppe durchgeführt.

Schwankungen beim Beitrag sollen möglichst verhindert werden. Der Beitragsmaßstab sieht deshalb einen solidarischen Ausgleich zwischen den Risikogruppen vor, wenn sich der „Beitrag“ im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20 Prozent verändern würde. Vergleichbares geschieht innerhalb der Risikogruppen zwischen den Produktionsverfahren. Hier gilt ein Schwellenwert von 10 Prozent, der jedes Jahr geprüft wird.

Eine zu große Über- oder Unterdeckung wird auf diesen Prozentsatz begrenzt. Die Differenz wird auf die übrigen Risikogruppen bzw. Produktionsverfahren verteilt. 

Vorschussverfahren

Die Berufsgenossenschaft muss die "Anschlussfinanzierung" sicherstellen. Die Beiträge der Berufsgenossenschaft müssen nicht nur zur Finanzierung der Ausgaben bis zum Jahresende, sondern darüber hinaus bis zum Eingang der Beiträge zur ersten Fälligkeit im Folgejahr ausreichen.

  • Im Juli/August 2019 werden die Beitragsrechnungen für 2018 übersandt. Zuvor gezahlte Vorschüsse werden angerechnet. Noch offene Beiträge sind am 15. September 2019 zu zahlen.
  • Zugleich werden die Vorschüsse für 2019 festgesetzt. Diese werden voraussichtlich wiederum ohne weitere Zahlungserinnerung am 15. Januar und ggf. am 15. Mai 2020 zu zahlen sein.
  • Beläuft sich der Beitrag laut Beitragsrechnung im Juli/August 2019 auf weniger als 100 € wird zur Vermeidung mehrerer Zahltermine und damit aus wirtschaftlichen Gründen von der Erhebung eines Vorschusses abgesehen.
  • Voraussichtlich werden dann im August 2020 die Beitragsrechnungen für 2019 übersandt. Wiederum werden gezahlte Vorschüsse angerechnet.

Auf den ersten Blick erscheint dieses Verfahren komplex. Es wird jedoch in anderen Bereichen ebenfalls praktiziert (z. B. bei Stromrechnungen). Es werden zunächst Vorschüsse oder Abschläge gezahlt, die einmal pro Jahr abgerechnet werden. Zeitgleich wird die Höhe der neuen Abschläge festgesetzt.

  • War im Vorjahr kein Beitrag zu zahlen, werden keine Vorschüsse angefordert.
  • Ändern sich die Betriebsverhältnisse nach Bekanntgabe des Vorschussbescheides, kann vom Unternehmer ein Antrag auf Neufestsetzung des Vorschusses gestellt werden.

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Denn: Mit einer Einzugsermächtigung sichern Sie sich die Zahlung in drei Beträgen.

So ist gewährleistet, dass die Beiträge pünktlich bezahlt werden. Sie müssen keine Termine einhalten, sparen sich den Weg zur Bank oder die Zeit am Computer und sind sicher, dass keine Säumniszuschläge anfallen, die immerhin ein Prozent pro Monat (!) betragen.

Vorteile des Lastschriftverfahrens

Die für die Berufsgenossenschaft mit geringerem Aufwand verbundene Beitragszahlung per Lastschriftverfahren wird auch künftig honoriert; statt eines 80-prozentigen Vorschusses fallen zwei 40-prozentige Vorschüsse an. Dieses Verfahren bietet damit unverändert für alle Beteiligten Vorteile. 

Denken Sie zum Beispiel daran, dass der Beitrag dann „automatisch“ genau passend zur Fälligkeit eingezogen wird. Ein Formular zur Teilnahme am Lastschriftverfahren finden Sie hier:

Sie wollen die Vorteile des Lastschriftverfahrens nicht nutzen? 

Bitte beachten Sie dann unbedingt die Angaben im Beitrags- und Vorschussbescheid zur IBAN (Kontoverbindung der Berufsgenossenschaft) und zum Verwendungszweck.

In den Beitragsbescheiden sind diese Angaben deutlich erkennbar. 

Mit diesen Angaben ist eine Online-Überweisung genau so einfach, wie das Ausfüllen einer Überweisung.

Verfahren für Selbstzahler

Nur bei Zahlung der Beiträge im Lastschriftverfahren ist das Verfahren mit drei Zahlungen pro Jahr praktikabel. 


Für Mitglieder, die ihre Beiträge unverändert per Überweisung selbst zahlen, gilt deshalb ein abweichendes Verfahren:

Nach dem Versand der Beitragsbescheide im Juli/August 2019 sind zum 15. Januar 2020 80 Prozent des letzten Beitrages (Zahlbetrag für 2018) als Vorschuss zu zahlen. Eine Spitzabrechnung folgt im August 2020.

Berechnungs­hilfen

Bei der Verwendung des Beitragsrechners beachten Sie bitte folgende Hinweise:


  • Die Rechenhilfe/Datei ist zunächst auf den eigenen Rechner herunterzuladen und dann von dort zu starten.
  • Über die Schaltfläche "Eingabe der Werte" sind die Unternehmensverhältnisse zu erfassen.
  • Über die Schaltfläche "Zusammenfassung" kann nach Berechnung eine Detaildarstellung (wie im Beitragsbescheid) aufgerufen werden.
  • Benötigt wird MS-Office. 

Häufig gestellte Fragen zum Beitragsmaßstab

Mit Errichtung der SVLFG als deutschlandweiter Träger der landwirtschaftlichen Unfallversicherung am 1. Januar 2013 sollten für vergleichbare Betriebe gleiche Beiträge sichergestellt werden. 

Die aufgrund der bisher regional unterschiedlichen Beiträge nicht auszuschließenden Wettbewerbsverzerrungen sollten beseitigt werden. Hierfür war es erforderlich, die bisherigen regionalen Beitragsmaßstäbe der früheren LBGen durch einen bundeseinheitlichen Beitragsmaßstab zu ersetzen.

Die möglichen Berechnungsgrundlagen für die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft sind gesetzlich festgelegt. Danach kann die Satzung die Beiträge nach dem Flächenwert, dem Arbeitsbedarf, dem Arbeitswert oder einem anderen angemessenen Maßstab festsetzen.

Bis zur Beitragsrechnung in 2013 (für 2012) wurde bei allen früheren Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften -  bis auf die Gartenbau-BG  - der Beitragsmaßstab „standardisierter Arbeitsbedarf“ eingesetzt; entweder allein oder in Kombination mit dem Flächenwert. Die Arbeitsbedarfsansätze waren jedoch, den jeweiligen Agrarstrukturen der früheren Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften angepasst, unterschiedlich.

Es bestand Übereinstimmung in der Selbstverwaltung, den standardisierten Arbeitsbedarf für die Bodenbewirtschaftung und die Tierhaltung grundsätzlich beizubehalten. Auf eine Fortführung einer Flächenwertkomponente wurde verzichtet.

Allerdings wurden die zulässigen Produktionsverfahren für die Bodenbewirtschaftung und für die Tierhaltung sowie die Arbeitsbedarfsansätze mit Mengendegressionen in einem wissenschaftlichen Gutachten für die SVLFG neu festgesetzt. 

Nähere Angaben sind der Satzung der SVLFG zu entnehmen.

Für den Beitragsmaßstab Arbeitsbedarf wurde vom Gutachter ein einheitlicher, verfahrensspezifischer Arbeitsbedarf, z. B. je ha (kulturartenspezifisch) und Tier (viehartspezifisch), ermittelt. Zusätzlich wurde der Umfang der allgemeinen Arbeiten für ein Produktionsverfahren festgestellt. Zu diesen zählen z. B. Planungs-, Organisations- und Kontrollarbeiten sowie Wegezeiten, Reinigungs- und Unterhaltungsarbeiten. Die allgemeinen Arbeiten werden durch einen 10%igen Aufschlag auf die verfahrenspezifischen Arbeitskraftstunden (AkH) berücksichtigt.

Der Arbeitsbedarf pro Produktionsverfahren wird in Arbeitsstunden ausgedrückt (z. B Arbeitsstunden je ha Mähdrusch oder Arbeitsstunden je Milchkuh). Die Arbeitsstunden werden anschließend in Berechnungseinheiten (BER) umgerechnet.

Eine BER entspricht dabei einem Arbeitstag mit zehn Arbeitsstunden.

Die der Beitragsbemessung zugrunde zu legenden Produktionsverfahren und Arbeitszeitansätze wurden von der SVLFG nicht willkürlich festgesetzt, sondern vom Gutachter auf Basis von Auswertungen des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL), der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) und der landwirtschaftlichen, gartenbaulichen sowie forstwirtschaftlichen Offizialberatung im Rahmen eines wissenschaftlichen Gutachtens aufgestellt. Soweit dem Gutachter kein ausreichendes Datenmaterial zur Verfügung stand, wurden die Daten durch Experten bewertet.

Nähere Angaben sind der Satzung der SVLFG zu entnehmen.

Der Arbeitswert ist die tatsächliche Lohnsumme der beschäftigten Arbeitnehmer und ein pauschaler Arbeitswert für Familienarbeitskräfte (Unternehmer, mitarbeitende Ehegatten oder Lebenspartner und mitarbeitende Familienangehörige nach § 2 Absatz 1 Nummer 5 Buchstabe b SGB VII). Berechnungsgrundlage für die pauschalen Arbeitswerte sind die gesetzlich festgesetzten Jahresarbeitsverdienste für

  • Unternehmer, mitarbeitende Ehegatten oder Lebenspartner (§ 93 Absatz 1 SGB VII) sowie
  • mitarbeitende Familienangehörige ohne Arbeitsvertrag (§ 93 Abs. 3 SGB VII).

Zur Ermittlung eines kalendertäglichen Arbeitswertes wird der jeweilige Jahresarbeitsverdienst durch 220 Arbeitstage geteilt.

Die Unternehmen und Unternehmensteile, für die der Arbeitswert als Berechnungsgrundlage Anwendung findet, sind in der Satzung festgelegt.

Für die Beitragsberechnung wird der Gesamtarbeitswert je Unternehmen/Unternehmensteil durch 200 Euro geteilt und so in Berechnungseinheiten umgerechnet. Dieser Wert wird auch in der Beitragsrechnung angedruckt.

Der Arbeitswert ist ebenfalls ein zulässiger Beitragsmaßstab und wird bei der SVLFG für viele Unternehmen ohne Bodenbewirtschaftung eingesetzt. Für Beschäftigte werden die tatsächlichen Bruttojahresarbeitsentgelte (Lohnsummen) erhoben. Für Unternehmer, Ehegatten, eingetragene Lebenspartner und mitarbeitende Familienangehörige ohne Arbeitsvertrag werden der Beitragsberechnung pauschale Werte auf Basis des durchschnittlichen Jahresarbeitsverdienstes zugrunde gelegt.

Für die bodenbewirtschaftenden Unternehmen ist der Arbeitswert als Beitragsmaßstab nicht geeignet, weil dort unverändert die bäuerlichen Familienbetriebe zahlenmäßig überwiegen und für den Unternehmer sowie beschäftigte Familienmitglieder Lohnsummen nicht ermittelt werden können. Aufgrund der unterschiedlichen Betriebsgrößen und Betriebsstrukturen bei den Familienbetrieben wäre der durchschnittliche Jahresarbeitsverdienst als alleinige Berechnungsgrundlage nicht geeignet.

Der Arbeitswert wurde daher auch im wissenschaftlichen Gutachten zur Einführung eines bundeseinheitlichen Beitragsmaßstabs als Berechnungsgrundlage für die bodenbewirtschaftenden Betriebe nicht empfohlen.

Die nach der Satzung anzusetzenden Berechnungseinheiten sind in ihrer pauschalierten Form nicht dem tatsächlich geleisteten (individuellen) Arbeitsaufwand gleichzusetzen. Vielmehr stellen sie einen vom Gutachter berechneten Mittelwert dar. Eine Ermittlung der individuell je Unternehmen geleisteten Arbeitstage - getrennt nach Produktionsverfahren - würde einen nicht zu vertretenden Verwaltungsaufwand verursachen, wobei auch die Überprüfung der Angaben der Unternehmer aufwendig wäre. Der standardisierte Arbeitsbedarf wurde aufgrund der Auswertung von Daten des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL), der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) und der landwirtschaftlichen, gartenbaulichen sowie forstwirtschaftlichen Offizialberatung von einem Gutachter im Rahmen eines wissenschaftlichen Gutachtens aufgestellt. Er ist eine sachgerechte Berechnungsgrundlage, die den unterschiedlichen Arbeitsabläufen in den landwirtschaftlichen Betrieben gerecht wird und in der Praxis kostensparend eingesetzt werden kann.

Wir sind der Unfallversicherungsträger für eine Vielzahl von unterschiedlichen Unternehmen. Darüber hinaus sind auch gewerbliche Nebenunternehmen landwirtschaftlicher Hauptunternehmen vom Versicherungsschutz bei uns umfasst.

Der von uns für die Entwicklung eines bundeseinheitlichen Beitragsmaßstabes beauftragte Gutachter hat auf Grund der unterschiedlichen Unternehmen und strukturellen Besonderheiten verschiedene Beitragsmaßstäbe empfohlen.

Als Berechnungsgrundlagen für diese Vielzahl von unterschiedlichen Unternehmen wurden

  • der standardisierte Arbeitsbedarf u. a. für alle Formen der Bodenbewirtschaftung (Ausnahme: geschützter gärtnerischer Anbau = Arbeitswert) und Tierhaltung,
  • der Arbeitswert für den geschützten gärtnerischen Anbau, alle Dienstleistungsunternehmen sowie für die Unternehmen zum Schutz und zur Förderung der Landwirtschaft,
  • die bejagbare Fläche für Jagdunternehmen,
  • der tatsächliche Arbeitsaufwand (Arbeitstage) für die überwiegende Anzahl der gewerblichen Nebenunternehmen

festgesetzt. Hat ein Unternehmer mehrere Unternehmen, wird die jeweils maßgebliche Berechnungsgrundlage für die Beitragsberechnung eingesetzt. Allerdings werden die Berechnungsgrundlagen Arbeitswert, bejagbare Fläche sowie tatsächlicher Arbeitsaufwand in Berechnungseinheiten umgerechnet, so dass die gesamte Beitragsberechnung in Berechnungseinheiten erfolgen kann.

Häufig gestellte Fragen zu den Beitrags­bescheiden 

Allgemein

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es Beitragssenkungen und -erhöhungen.

Die Höhe des Berufsgenossenschaftsbeitrags wird vor allem durch die Aufwendungen im Vorjahr bestimmt. Für 2018 wurde vom Vorstand der SVLFG unter Berücksichtigung der Höhe der Aufwendungen des Geschäftsjahres 2018 eine „Umlage“ von 918 Mio. Euro festgesetzt. Damit erhöht sich die Umlage von zuvor 893 Mio. um 25 Mio. Euro.

In diesem Zuge mussten der Mindestgrundbeitrag und der Höchstgrundbeitrag ebenfalls erhöht werden.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat zur Senkung der Beiträge zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung Bundesmittel in Höhe von insgesamt 176,95 Mio. Euro gewährt. Die Bundesmittel haben sich damit im Vergleich zum Vorjahr (178,00 Mio. Euro) erfreulicherweise kaum verändert. Für die berechtigten Unternehmer wird die Beitragssenkung durch Bundesmittel mit 33,9 % daher fast konstant bleiben. Die Beitragsbescheide werden ab Ende Juli 2019 versandt.

Neu sind folgende Vorgaben:

  • Unternehmen, die mehr als 50.000 Euro Bundesmittel erhalten würden, erhalten künftig keine Bundesmittel mehr (Obergrenze).
  • Darüber hinaus wird ein Höchstbetrag von 20.000 Euro Bundesmittel eingeführt (Kappungsgrenze)

Mit diesen Vorgaben wird ein Maßgabebeschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages vom 08.11.2018 umgesetzt. Die Bundesmittel sollen damit zielgenauer für kleine und mittlere Betriebe verwendet werden.

Die Vorgaben des BMEL sind zwingend zu beachten. Ein Ermessen steht uns dabei nicht zu.

Schließlich liegen den Beiträgen für 2018 die Hektar, Tiere, Arbeitswerte etc. und die Leistungsausgaben des Jahres 2018 zugrunde. In vielen Produktionsverfahren haben sich diese Werte im Vergleich zum Vorjahr deutlich verändert. In wenigen Produktionsverfahren hat diese Veränderung zu Beitragserhöhungen durch Anpassung der Risikofaktoren geführt.

Besonders bemerkbar macht sich bei einigen Produktionsverfahren in diesem Jahr der geänderte solidarische Ausgleich innerhalb der Risikogruppen.

Zur Erinnerung: Schwankungen beim Beitrag sollen möglichst verhindert werden. Der Beitragsmaßstab sieht deshalb u. a. einen solidarischen Ausgleich innerhalb der Risikogruppen vor.

Unterschreitet das kalkulierte Beitragsaufkommen eines Produktionsverfahrens dessen Aufwendungen im Umlagejahr um mehr als 10 v. H. (unterer Schwellenwert - Beitragsunterdeckung), wird das Beitragsaufkommen dieses Produktionsverfahrens mittels eines „Risikofaktors Produktionsverfahren“ bis zum Erreichen des unteren Schwellenwerts erhöht. Die anderen Produktionsverfahren werden nach deren Anteilen an der Summe ihrer Aufwendungen entlastet. Der untere Schwellenwert stellt einen Mindestansatz dar. Die kalkulierten Beitragseinnahmen eines Produktionsverfahrens, für das der solidarische Ausgleich durchgeführt wird, müssen diesen Mindestansatz erreichen.

Überschreitet das Beitragsaufkommen eines Produktionsverfahrens dessen Aufwendungen im Umlagejahr um mehr als 10 v. H. (oberer Schwellenwert - Beitragsüberdeckung), wird das Beitragsaufkommen dieses Produktionsverfahrens mittels eines Risikofaktors Produktionsverfahren bis zum Erreichen des oberen Schwellenwerts gesenkt. Die anderen Produktionsverfahren werden nach deren Anteilen an der Summe ihrer Aufwendungen belastet. Der obere Schwellenwert stellt einen Höchstansatz dar.

Bis einschließlich Umlagejahr 2017 waren laut Satzung Schwellenwerte von 20 v. H. gültig.

Insbesondere durch die Anhebung des unteren Schwellenwertes von 80 auf 90 v. H. werden die unterdeckten Produktionsverfahren stärker als in den Vorjahren belastet.


Die Aufwendungen des Geschäftsjahres 2018 werden im Rahmen der nachträglichen Bedarfsdeckung finanziert. Die Höhe der Umlage wird vom Vorstand der SVLFG grundsätzlich auf Basis der Höhe der Aufwendungen des Geschäftsjahres 2018 festgesetzt. Für 2018 wurde ein Umlagesoll von 918 Mio. Euro (Vorjahr 893 Mio. Euro) beschlossen. Der Beitrag pro Berechnungseinheit (BER) beträgt 6,59 Euro.

Fragen zum Grundbeitrag

Die Höhe des Grundbeitrages richtet sich nach der wie folgt bestimmten Menge der Berechnungseinheiten (BER) des jeweiligen Unternehmens:

bis zu 87,5 BER = 87,5 BER
über 87,5 BER bis unter 350,0 BER = individuelle BER-Menge
ab 350,0 BER = 350,0 BER

Die so ermittelte Menge der BER wird mit dem Hebesatz von 6,59 Euro und dem Deckungsfaktor Grundbeiträge von 0,1295 vervielfältigt. Der Deckungsfaktor Grundbeiträge sorgt dafür, dass die Summe der Grundbeiträge die Präventionskosten zu 70 % und Verwaltungskosten vollständig deckt.

Damit stehen Mindest- und Höchstgrundbeitrag zwar immer erst zum Zeitpunkt der Beitragsberechnung fest, sie sind jedoch „nach oben und unten“ variabel und bilden die Entwicklung von Präventions- und Verwaltungskosten ab.

Der Mindestgrundbeitrag musste von 68,83 Euro auf 74,67 Euro angehoben werden. Dies gilt auch für den Höchstgrundbeitrag, der von 275,34 Euro auf 298,69 Euro angehoben werden musste. Damit liegen Mindest- und Höchstgrundbeitrag aber sogar unter den entsprechenden Werten für 2015 und 2014. 

Ein einheitlicher Grundbeitrag für alle Mitglieder wurde diskutiert. Mit ca. 100 Euro jährlich würde dieser durchaus auf dem Niveau von Mindestbeiträgen gewerblicher Berufsgenossenschaften liegen. Im Interesse insbesondere der zahlreichen kleineren Unternehmen und angesichts der Tatsache, dass die Präventions- und Verwaltungskosten durchaus in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße stehen, wurden diese Überlegungen jedoch nicht weiter verfolgt.

Das heutige Niveau der Grundbeiträge wird individuell als nicht als gerecht empfunden. Auch das Verhältnis von Grundbeitrag und Risikobeitrag wird hinterfragt. Hier sollte zunächst die Höhe des Gesamtbeitrages berücksichtigt werden, der angemessen ist. Und für den Gesamtbeitrag gewährt die Berufsgenossenschaft einen Versicherungsschutz für den Unternehmer, den mitarbeitenden Ehegatten und etwaige Aushilfskräfte, der sich grundsätzlich nicht vom Versicherungsschutz für Haupterwerbsbetriebe unterscheidet. Ohne den Grundaufwand für Prävention und Verwaltung (Grundbeitrag) kann ein Risikoversicherungsschutz nicht angeboten werden.

Über den Grundbeitrag werden u. a. 70 % der Präventionskosten finanziert, die unmittelbar der Verbesserung der Arbeitssicherheit dienen. Hiervon profitieren alle Versicherten der Berufsgenossenschaft. Die Maschinensicherheit wird durch die Herstellerberatung und die Verleihung von GS-Prüfsiegeln für spezielle landwirtschaftliche Maschinen und Motorsägen verbessert. Auch die Erarbeitung von Unfallverhütungsvorschriften für bestimmte Berufsgruppen und die Beteiligung an Fachmessen zur Arbeitssicherheit wirken sich positiv auf die Arbeitssicherheit aus. Zudem beteiligt sich die Berufsgenossenschaft an der Finanzierung von Lehrgängen zum sicheren Umgang mit Motorkettensägen sowie an Erste-Hilfe-Kursen.

Neben den Präventionsaufwendungen werden alle Kosten der Verwaltung über den Grundbeitrag finanziert. Hierzu gehören alle Personal- und Sachkosten die zur Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben der Berufsgenossenschaft erforderlich sind. Es handelt sich um die Kosten der Unfallermittlung, der Leistungsgewährung und der Mitgliederverwaltung, einschließlich der Aufwendungen für den jährlichen Versand der Beitragsrechnungen und den Einzug des Beitrages zur Berufsgenossenschaft.

Fragen zum Vorschuss

Die Höhe des Vorschusses wird vom Vorstand festgesetzt (§ 52 Abs. 2 S. 3 der Satzung der SVLFG).

Der Vorstand hat in seiner Sitzung vom 10.07.2019 beschlossen, dass für die Umlage 2019 ein Vorschuss in Höhe von unverändert 80 % des Vorjahresbeitrages erhoben wird.

Soweit der Berufsgenossenschaft eine Einzugsermächtigung (SEPA-Lastschriftmandat) erteilt wurde, wird der Vorschuss in zwei Teilbeträgen zu jeweils 40 % des Vorjahresbeitrages am 15.01.2020 und 15.05.2020 fällig.

Bei Selbstzahlung muss der gesamte Vorschuss bereits bis zum 15.01.2020 gezahlt werden.

Für bundesmittelberechtigte Unternehmen werden bei der Berechnung der Vorschüsse als "erwartete Bundesmittel 2020" 176,95 Mio. Euro berücksichtigt.

Vorschüsse werden nicht festgesetzt, wenn der Vorjahresbeitrag nicht mind. 100 Euro betrug.

Bei nachgewiesenen Änderungen der Betriebsverhältnisse nach Bekanntgabe des Vorschussbescheides erfolgt auf Antrag eine Neuberechnung des Vorschusses.

Der Antrag kann formlos bei der Berufsgenossenschaft gestellt werden.

Die Vorschussfestsetzung ist Bestandteil des Beitragsbescheides. 

Besondere Rechnungen oder Erinnerungen zur Fälligkeit des Beitragsvorschusses am 15.01.2020 und ggf. 15.05.2020 gibt es nicht. Die Teilnahme am Lastschriftverfahren wird empfohlen, um eine pünktliche Zahlung sicherzustellen und Säumniszuschläge sowie Mahngebühren zu vermeiden.

Fragen zu den Bundesmitteln

Die Höhe und die Voraussetzungen für eine Senkung des Beitrages durch Bundesmittel werden jährlich vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in einem Zuwendungsbescheid festgesetzt. Danach erhalten nur beitragspflichtige Unternehmen mit Flächenbewirtschaftung Bundesmittel zur Senkung des Beitrags. Bundesmittel dürfen nur auf den risikobezogenen Beitragsteil (nicht auf den Grundbeitrag) gewährt werden.

Wirtschaftlich der öffentlichen Hand zuzurechnende landwirtschaftliche Unternehmen sind von der Bundesmittelgewährung - unabhängig von ihrer Rechtsform - ausgeschlossen. Gleiches gilt für landwirtschaftliche Nebenunternehmen von gewerblichen Hauptunternehmen.

Das BMEL hat zur Senkung der Beiträge zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung Bundesmittel in Höhe von 176,95 Mio. Euro gewährt. 

Die Bundesmittel haben sich damit im Vergleich zum Vorjahr (178 Mio. Euro) kaum verändert. Für die berechtigten Unternehmer wird die Beitragssenkung durch Bundesmittel mit 33,9 % daher fast konstant bleiben können. 

Neu sind folgende Vorgaben:

  • Unternehmen, die mehr als 50.000 Euro Bundesmittel erhalten würden, erhalten künftig keine Bundesmittel mehr (Obergrenze).
  • Darüber hinaus wird ein Höchstbetrag von 20.000 Euro Bundesmittel eingeführt (Kappungsgrenze).
 

Mit diesen Vorgaben wird ein Maßgabebeschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages vom 08.11.2018 umgesetzt. Die Bundesmittel werden damit zielgenauer an kleine und mittlere Betriebe gerichtet.

Die Vorgaben des BMEL sind zwingend zu beachten. Ein Ermessen steht uns dabei nicht zu.

Die Bundesmittel werden vom Beitrag (brutto) abgezogen. Sie reduzieren dadurch den zu zahlenden Beitrag. Der Beitrag darf aber durch die Bundesmittelgutschrift nicht unter 305 Euro gesenkt werden. Unternehmer, deren Beitragsschuld 305 Euro nicht übersteigt, erhalten deshalb grundsätzlich keine Bundesmittel.

Die Untergrenze gilt jedoch nicht, wenn es sich um landwirtschaftliche Unternehmer handelt,

  • deren Unternehmen die Mindestgröße im Sinne des Alterskassenrechts erreicht oder
  • deren Unternehmen die aktuelle Mindestgröße im Sinne des Alterskassenrechts zwar nicht erreicht, die aber aus Besitzstandsgründen dennoch zur Alterskasse als Landwirt beitragspflichtig sind oder
  • die als landwirtschaftliche Kleinunternehmer bei der Landwirtschaftlichen Krankenkasse versichert sind. 

Diese besonderen Tatbestände berücksichtigt die SVLFG automatisch. Falls dies im Einzelfall nicht geschehen ist, kann ein entsprechender Antrag bis Ende 2019 gestellt werden.

Auch „Gemeinschaftsforsten", die nach landesrechtlichen Vorschriften in der Form eines öffentlich-rechtlichen Rechtsträgers organisiert sind, sind bundesmittelberechtigt, sofern sie nicht wirtschaftlich der öffentlichen Hand zuzurechnen sind.

Zu beachten ist dabei, dass durch diese Regelung nicht generell alle „Forstgemeinschaften“ bundesmittelberechtigt sind. Es handelt sich vielmehr ausschließlich um „Gemeinschaftsforsten wie Realverbände, Hauberggenossenschaften, Markgenossenschaften, Gehöferschaften und ähnliche Gemeinschaften" in öffentlich-rechtlicher Rechtsform.

Zu beachten ist aber auch: Private Forstgemeinschaften sind seit jeher bundesmittelberechtigt, soweit die Forstgemeinschaft nicht nur Dienstleistungen für Forsteigentümer erbringt, sondern als Unternehmer beitragspflichtig zur Berufsgenossenschaft ist.

Für voll bundesmittelberechtigte Unternehmer ist die Senkungsquote von zuvor 34,8 % auf 33,9 % gesunken. Dies ist im Wesentlichen Folge des höheren Umlagesolls und der Erhöhung des Risikobeitragsvolumens bei geringfügig geringeren Bundesmitteln als im Vorjahr (176,95 statt 178 Mio. Euro). 

Zahlungsmodalitäten

Die Satzung der SVLFG sieht vor, dass bei Erteilung einer Einzugsermächtigung der Vorschuss in zwei Raten zu je 40 % am 15.01. und 15.05. (statt eines Vorschusses von 80 % am 15.01.) gezahlt werden kann. Dies verteilt die Beitragszahlung auf mehrere Termine und trägt erheblich zur Einsparung von Verwaltungskosten bei.

Bei Zahlungsschwierigkeiten setzen Sie sich umgehend mit uns in Verbindung.

Erreichbarkeit

Nach dem Versand von bundesweit über 1,5 Mio. Beitragsrechnungen können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in kürzester Zeit auftretenden Nachfragen nicht in jedem Einzelfall entgegen nehmen. Ein besetzter Anschluss ist deshalb leider nicht immer zu vermeiden.

Aus Erfahrung empfehlen wir daher, die ersten beiden Wochen zu meiden oder schriftlich Kontakt aufzunehmen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis!

Weitere Fragen zur Beitragsberechnung

Der Verwaltungskostenanteil am gesamten Ausgabevolumen liegt bei der SVLFG bei rund 5 Prozent. Bei der Berufsgenossenschaft fällt der Anteil etwas höher aus, da sich das Verwaltungsverfahren aufgrund der gesetzlichen Vorgaben aufwendiger gestaltet als das von Kranken- und Alterskasse.

Die gesetzlichen Regelungen verpflichten die LBG, die Unfallrisiken in den Unternehmen insbesondere durch Bildung von Risikogruppen zu berücksichtigen. Dabei ist ein angemessener solidarischer Ausgleich sicherzustellen.

Schon der Beitragsmaßstab Arbeitsbedarf an sich berücksichtigt durch die unterschiedlichen Arbeitsbedarfsansätze für die einzelnen Produktionsverfahren das Ausmaß der menschlichen Arbeit. Neben der Berücksichtigung der wissenschaftlich festgestellten Arbeitsbedarfsansätze findet durch die Bildung von Risikogruppen eine Risikobetrachtung statt. Jede Risikogruppe hat den von ihr verursachten Leistungsaufwand durch eigene Beiträge zu finanzieren. Darüber hinaus sollen auch die in der Risikogruppe zusammengefassten Produktionsverfahren die Leistungsaufwendungen decken. Dies wird jeweils über die gebildeten Risikofaktoren sichergestellt. Für die gesamte LBG beträgt dieser Multiplikator jeweils 1. Liegt der Risikofaktor über 1 ist das Verhältnis „Menge BER zu zugeordnetem Leistungsaufwand“ ungünstig. Liegt der Risikofaktor unter 1, ist das Deckungsverhältnis günstiger.

Risikogruppenfaktor:

Jede Risikogruppe soll den ihr zugeordneten Aufwand durch eigene Beiträge finanzieren. Hierzu wird für jede Risikogruppe zunächst die Menge der Berechnungseinheiten mit dem Hebesatz multipliziert. Dies ergibt das vorläufige Beitragsaufkommen einer Risikogruppe. Die Division des zugeordneten Aufwandes durch das vorläufige Beitragsaufkommen ergibt den Risikogruppenfaktor der jeweiligen Risikogruppe. Der Risikogruppenfaktor stellt sicher, dass jede Risikogruppe den ihr zugeordneten Aufwand durch eigene Beiträge finanziert.

Risikofaktor Produktionsverfahren:

Die in einer Risikogruppe zusammengefassten Unternehmen werden in Produktionsverfahren aufgeteilt (z. B. Risikogruppe Rinderhaltung, Produktionsverfahren: Milchkühe und Deckbullen jeder Art, Mutterkühe inklusive Kälber bis zum Absetzen, sonstige Rinder). Im Gegensatz zum Verfahren für die Risikogruppen müssen die einem Produktionsverfahren zugeordneten Unternehmer den Aufwand dieses Produktionsverfahrens nicht durch eigene Beiträge decken. Über- oder Unterdeckungen im Rahmen festgesetzter Schwellenwerte sind zulässig. Zurzeit betragen die Schwellenwerte 10 %, sodass ein Deckungsgrad zwischen 90 % (unterer Schwellenwert) und 110 % (oberer Schwellenwert) zulässig ist. Werden die Schwellenwerte über- oder unterschritten, wird das Beitragsaufkommen eines Produktionsverfahrens auf den oberen oder unteren Schwellenwert festgesetzt. Hierfür wird der Risikofaktor Produktionsverfahren berechnet. Dieser stellt sicher, dass das Beitragsaufkommen der Unternehmen eines Produktionsverfahrens innerhalb der festgesetzten Schwellenwerte bleibt.

Die auf der Beitragsrechnung aufgeführten Betriebsverhältnisse beruhen im Regelfall auf Unternehmermeldungen, die im Laufe des Jahres eingegangen sind. Darüber hinaus konnten in vielen Fällen bereits die Flächenangaben aus dem InVeKoS-Sammelantrag 2018 in einem maschinellen Verfahren berücksichtigt werden. In einigen Bundesländern konnten darüber hinaus auch die durchschnittlichen Tierbestände aus den InVeKoS-Daten übernommen werden.

Für die Bodenbewirtschaftung sind die Flächenverhältnisse am 15.05.2018 (Stichtag) maßgeblich, während in der Tierhaltung der Jahresdurchschnittsbestand der Beitragsberechnung zugrunde gelegt wird.

Soweit einzelne Flächen oder Tierarten nicht oder unzutreffend in der Beitragsrechnung berücksichtigt wurden, ist die SVLFG zu informieren.

Gesetz und Satzung sehen verpflichtende Unterstützungs- und Anzeigepflichten der Unternehmer vor. Diese vorgeschriebenen Meldungen werden nicht durch Mitteilungen an andere Einrichtungen (z. B. Gemeinde, Landwirtschaftskammer, Finanzamt, Amt für Agrarstruktur) ersetzt. Auch von den Angaben zur Bodennutzungserhebung erhält die SVLFG keine Kenntnis.

Die Beiträge 2019 werden für 2018 und auf der Grundlage des Stichtages 15. Mai 2018 erhoben. Nach dem 15. Mai 2018 haben Unternehmensänderungen keine Auswirkungen auf den geforderten Beitrag. Es ist also durchaus möglich, dass die im Beitragsbescheid genannten stichtagsbezogenen Betriebsverhältnisse von den Betriebsverhältnissen nach dem 15. Mai 2018 abweichen.

In den vergangenen Jahren ist immer wieder ein vermeidbarer Aufwand durch Meldungen über Änderungen der Betriebsverhältnisse, die nach dem 15. Mai eingetreten sind, entstanden. Bei diesen Meldungen wurde übersehen, dass der Beitragsberechnung die Unternehmensverhältnisse zu diesem Stichtag zugrunde liegen. Die Änderungen beeinflussen daher erst den nächsten Beitrag. Überprüfen Sie bitte zudem immer vor Abgabe einer Änderungsmeldung, ob diese nicht bereits erfolgt ist.

Ein Beitragsausgleichsverfahren (Bonusverfahren) gab und gibt es in der beitragsrechtlichen Übergangszeit bis 2020 nur für Unternehmer, die bei der früheren Gartenbau-BG versichert waren. Nach diesem Verfahren erhalten - vereinfacht ausgedrückt - Unternehmen, die im Umlagejahr keinen oder einen unterdurchschnittlichen Schadensverlauf hatten, einen Bonus auf ihre Beitragsschuld. Die Aufwendungen des Bonusverfahrens werden durch einen Zuschlag von allen beteiligten Unternehmern finanziert. 

Das Beitragsausgleichsverfahren soll durch ein Prämienverfahren abgelöst werden. Dieses soll Bemühungen der Betriebe zur Prävention honorieren.

Die am Beitragsausgleichsverfahren teilnehmenden Mitglieder finanzieren dieses Verfahren selbst. Da es nun einen einheitlichen Hebesatz für alle Mitglieder der SVLFG gibt - aber nur ein Teil der Mitglieder am Beitragsausgleichsverfahren teilnimmt - muss der jeweilige Finanzierungsanteil durch "Zuschlag Beitragsausgleichsverfahren Gartenbau" dargestellt werden. Inhaltlich hat sich dadurch am Beitragsausgleichsverfahren nichts geändert.

Im Einzelfall ist dieser Zuschlag mit dem im Beitragsbescheid in der folgenden Zeile ggf. ausgewiesenen Bonus zu verrechnen.

Zur Erinnerung: Das Beitragsausgleichsverfahren (Bonusverfahren) gab und gibt es in der beitragsrechtlichen Übergangszeit bis 2020 nur für Unternehmer, die bei der früheren Gartenbau-BG versichert waren. 

Auf Empfehlung des Gutachters wird im Bereich der Pferdehaltung zwischen folgenden vier Produktionsverfahren unterschieden:

  • Deckhengste ohne Sporteinsatz
  • Zuchtstuten sowie Aufzucht-, Arbeits- und Gnadenbrottiere
  • Pensionstiere sowie Freizeittiere, die keine Sportpferde sind
  • Sport-, Turnier-, Renn-, Kutsch-, Schul- und Verleihpferde

In vielen Fällen werden sich die im Unternehmen gehaltenen Pferde eindeutig einem der vorstehend genannten Produktionsverfahren zuordnen lassen. Ein Pferd ist immer nur einem Produktionsverfahren zuzuordnen. Entscheidend ist dabei die überwiegende Nutzung (mehr als 50 Prozent). Eine Aufteilung auf die Produktionsverfahren (z. B. 0,2 Pferdezucht und 0,8 Reitpferd) ist nicht zulässig.

Die folgende Liste soll eine Hilfestellung bei der Einordnung der Pferde sein:

Zuchtstuten sowie Aufzucht-, Arbeits- und Gnadenbrottiere und Deckhengste ohne Sporteinsatz:

  • Zuchtstuten, mit denen regelmäßig Fohlen gezogen werden
  • Aufzuchtpferde (zur Grundausbildung und/oder Gewöhnung, in der Regel bis 3 Jahre)
  • Weidepferde, Gnadenbrotpferde (nur Haltung und/oder Weidenutzung)
  • Beistellpferde (Vergesellschaftung)
  • Arbeitspferde, Holzrückepferde (z. B. Feldbestellung, Forstarbeiten)
  • Deckhengste, die nur zur Zucht eingesetzt werden
  • Hengste in Deckstationen (Natursprung oder Spermagewinnung) 

(Unabhängig von der überwiegenden Nutzung sind Deckhengste bei jeglichem Sporteinsatz den Sportpferden zuzuordnen.)

Pensionstiere sowie Freizeittiere, die keine Sportpferde sind:

  • Pferdehaltung im Rahmen eines Dienstleistungsunternehmens mit Unterbringung und Versorgung
  • Pferde, die überwiegend zu privaten Reitzwecken (Hobby / Liebhaberei) gehalten werden (=> mehrere Ausritte in der Woche)
  • Kutschpferde, die überwiegend zu privaten Fahrzwecken genutzt werden (=> mehrere Fahrten wöchentlich) 

Sport-, Turnier-, Renn-, Kutsch-, Schul- und Verleihpferde

  • Traber- und Galopprennpferde (Haltung und Training für den Pferderennsport)
  • Dressur- und Springpferde (intensives Training und regelmäßige Turniereinsätze)
  • Alle Pferde, die gewerblich als Reit- oder Kutschpferd eingesetzt werden (z. B. Reitunterricht, Verleih/Ausritte, therapeutisches Reiten, Droschkenfahrten) 


"Ich bin Landwirt mit „Mindestgröße im Sinne der Alterskasse“ und unterhalte zusammen mit mehreren Mitpächtern eine Gemeinschaftsjagd von über 500 ha. Die Jagd liegt im selben Landkreis wie mein landwirtschaftliches Unternehmen. Unter den Mitpächtern befindet sich kein weiterer Landwirt. Werden bei der Beitragsberechnung nur 80 Prozent der bejagbaren Fläche zugrunde gelegt?"

Nein, da keine Unternehmeridentität zwischen dem Unternehmer der Jagd (Gemeinschaftsjagd) und dem landwirtschaftlichen Unternehmen besteht (Einzelunternehmen), kann eine Reduzierung der erfassten bejagbaren Fläche auf 80 Prozent nicht erfolgen.

Aus den unterschiedlichsten Gründen gibt es Fälle, in denen unter Berücksichtigung der gezahlten Vorschüsse in der Beitragsrechnung aus Juli/August 2019 ein Guthaben festgestellt wurde. In fast allen Fällen handelt es sich um eher geringe Beträge. Außerdem sind der Berufsgenossenschaft die Bankverbindungen der Mitglieder nur zu weniger als 2/3 bekannt. Zur Vermeidung des mit einer Auszahlung verbundenen Aufwands werden daher Guthaben mit kommenden Beitragsforderungen aufgerechnet. Falls eine Auszahlung im Einzelfall gewünscht wird, reicht eine kurze Information und die Angabe der Bankverbindung.

Meldepflichten

BITTE BEACHTEN SIE IHRE MELDEPFLICHTEN

Die Unternehmer sind verpflichtet, die SVLFG bei der Durchführung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Hierzu zählt auch die Mitteilung bei Änderung der betrieblichen Verhältnisse.

Die im nächsten Beitragsbescheid im August 2019 aufgeführten Betriebsverhältnisse zum 15. Mai des Vorjahres (Stichtag) beruhen auf Unternehmermeldungen, die bis ca. Ende Juni 2019 eingegangen sind.