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Saisonarbeit - So verringern Sie das Infektionsrisiko in Ihrem Betrieb

Während der Ernte leben und arbeiten viele Personen mit unterschiedlichen privaten Umfeldern und unterschiedlichster Herkunft eng zusammen. Das birgt ein erhöhtes Risiko für die gegenseitige Ansteckung mit dem Coronavirus. Aus diesem Grund müssen die Maßnahmen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes angepasst werden.

Corona-Arbeitsschutz­verordnung

Zum 1.10.2022 ist die neue Corona-Arbeitsschutzverordnung (BMAS - SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung) in Kraft getreten. Sie verpflichtet alle Unternehmen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung auch ein Hygienekonzept zu erstellen. In diesem betrieblichen Hygienekonzept müssen Infektionsschutzmaßnahmen festgelegt werden. Dabei sind insbesondere die AHA-L Regeln zu beachten. Zu diesen Regeln gehört u. a. das Einhalten eines Mindestabstands von 1,5m, Hust- und Niesetikette, regelmäßiges Lüften von Räumen und Sicherstellung der Handhygiene. Darüber hinaus sollen betriebsbedingte Personenkontakte verringert werden. Außerdem soll der Arbeitgeber prüfen, ob Beschäftigte von zu Hause aus arbeiten können, soweit keine betrieblichen Gründe entgegenstehen. Personen, die davon keinen Gebrauch machen können, sollen weiterhin kostenfreie Corona-Tests angeboten werden. Können während der Arbeit die notwendigen Abstände nicht eingehalten werden und technische oder organisatorische Maßnahmen sind nicht möglich, so ist entsprechender Mund-Nase-Schutz bereitzustellen und zu tragen.

Der Betrieb hat auch die Teilnahme an Corona-Schutzimpfungen während der Arbeitszeit zu ermöglichen.

Die nötigen Maßnahmen sind auf Basis einer Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung auszuwählen. Hilfestellung bieten in diesem Fall die BAuA Handlungsempfehlungen SARS-CoV-2.

Das sollten Sie wissen!

Saisonarbeitskräfte bei der Salaternte
Saisonarbeitskräfte

Einreise von Saisonarbeitskräften

Das Bundesgesundheitsministerium hat die Testpflicht bei Einreise aus einem Risikogebiet wieder eingeführt. Fragen und Antworten zur Einreise-Verordnung beantwortet das Bundesministerium. 

Maßnahmen im Betrieb

Die aktuelle Situation im Zusammenhang mit der Coronapandemie zwingt weiterhin dazu, die bisherigen Gefährdungsbeurteilungen für die Landwirtschaft hinsichtlich des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) zu überarbeiten und zusätzliche geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. 

Um das Infektions- und Ausbreitungsrisiko bei Erntearbeiten und beim Transport vom und zum Feld und in den Unterkünften weiterhin zu verringern, werden folgende Maßnahmen empfohlen:

Gefährdungs­beurteilung

Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurden die bisherigen Gefährdungsbeurteilungen für die Landwirtschaft hinsichtlich des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) überarbeitet und zusätzliche geeignete Schutzmaßnahmen abgeleitet.

Allgemeine Verhaltensregeln

Um das Risiko einer Infektion zu verringern, sind grundsätzliche Schutzmaßnahmen einzuhalten. Diese sind die sogenannten AHA-L-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten, Masken tragen, regelmäßig lüften): 

Folgende Hygienemaßnahmen sind einzuhalten:

  • Mindestabstand von 1,5 m (besser 2 m) zu anderen Personen halten
  • Regelmäßiges, häufiges und sorgfältiges Händewaschen (mindestens 20 Sekunden mit Seife bis zum Handgelenk)
  • Hände-Desinfektionsmittel benutzen, wenn keine Möglichkeit zum Waschen der Hände besteht. Geeignete Mittel enthält z. B. die Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) der geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel 
  • Husten und Niesen in ein Taschentuch oder in die Armbeuge
  • Hände aus dem Gesicht fernhalten
  • Händeschütteln und Körperkontakt vermeiden
  • Besprechungen von Angesicht zu Angesicht meiden - Telefonkonferenzen bevorzugen
  • Bei Husten und Fieber zuhause bleiben
  • Kontaminierte Kontaktflächen im Betrieb gründlich reinigen, ggf. desinfizieren
  • Geschlossene Räume regelmäßig lüften
  • Maske tragen, wenn der Mindestabstand nicht dauerhaft eingehalten werden kann
Diese Regeln finden Sie auch in der Muster-Betriebsanweisung „Coronavirus SARS-CoV-2 - Risikogruppe 3“ der SVLFG. Im untenstehenen Link gelangen Sie zur Musterbetriebsanweisung in Bulgarisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Englisch und Ungarisch.

Zudem stehen Ihnen hier das Plakat "Allgemeine Schutzmaßnahmen" in verschiedenen Sprachen zum Download zur Verfügung, sowie das Informationsblatt für Unternehmer zum Thema "Maßnahmen zur Verringerung des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus bei landwirtschaftlichen Tätigkeiten und in Sammelunterkünften während der Saisonarbeit".

AUFLAGEN DER BUNDESLÄNDER BEACHTEN!

Die Festlegung von Auflagen und Regeln für den Pandemiefall ist Aufgabe der einzelnen Bundesländer. Aus diesem Grund wird dringend empfohlen, zusätzlich zu diesen Informationen, die Auflagen der einzelnen Bundesländer und Kommunen zu prüfen und zu beachten.

Selbstauskunft

Die Betriebe können mit Hilfe der Selbstauskunft den Stand der Umsetzung der Anforderungen des Gesundheitsschutzes beim Einsatz von Saisonarbeitskräften überprüfen. Die dort gestellten Fragen spiegeln den Schwerpunkt der Betriebsprüfungen durch die staatlichen Aufsichtsbehörden in der Saison 2020 wieder. 

Den Fragebogen können Sie auch am PC ausfüllen.

Film zum Thema Hygienekonzept 

Wie ein Hygienekonzept für Saisonarbeitskräfte in der Praxis umzusetzen ist, sehen Sie in dem Film des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.