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Saisonarbeit - So verringern Sie das Infektionsrisiko in Ihrem Betrieb

Während der Ernte leben und arbeiten viele Personen mit unterschiedlichen privaten Umfeldern und unterschiedlichster Herkunft eng zusammen. Das birgt ein erhöhtes Risiko für die gegenseitige Ansteckung mit dem Coronavirus. Aus diesem Grund müssen die Maßnahmen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes angepasst werden.

Die aktuelle Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zwingt dazu, die bisherigen Gefährdungsbeurteilungen für die Landwirtschaft hinsichtlich des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) zu überarbeiten und zusätzliche geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten.


REGELUNGEN SEIT 16. JUNI 2020

Mehr Informationen zur Saisonarbeit in der Landwirtschaft und den derzeit gültigen Bestimmungen erhalten Sie im Konzeptpapier des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), im  Portal des Deutschen Bauernverbandes und beim BMEL. Ergänzend können auch die FAQ des BMEL zum Corona-Virus Auskunft auf häufige Fragen geben.

Film zum Thema 

Wie ein Hygienekonzept für Saisonarbeitskräfte in der Praxis umzusetzen ist, sehen Sie in dem Film des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. 

SARS-CoV-2 Arbeitsschutz­regel

Die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel konkretisiert für den Zeitraum der epidemischen Lage von nationaler Tragweite gemäß § 5 Infektionsschutzgesetz die Anforderungen an den Arbeitsschutz.

Die Regel stellt Maßnahmen für alle Bereiche des Wirtschaftslebens vor, mit denen das Infektionsrisiko für Beschäftigte gesenkt und auf niedrigem Niveau gehalten werden kann. Dabei bleiben Abstand, Hygiene und Masken die wichtigsten Instrumente, solange es keinen Impfschutz für CoViD-19 gibt. Betriebe, die die Regel anwenden, können davon ausgehen, dass sie rechtssicher handeln.

Gleichwertige oder strengere Regeln, zum Beispiel aus der Biostoffverordnung oder aus dem Bereich des Infektionsschutzes, müssen jedoch weiterhin beachtet werden. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin empfiehlt zusätzlich für branchenspezifische Konkretisierungen die Empfehlungen der Berufsgenossenschaften zu SARS-CoV-2, die sich ebenfalls am Arbeitsschutzstandard des BMAS orientieren.

Übertragungswege

Coronaviren werden vor allem auf dem Weg einer Tröpfcheninfektion übertragen, bei der über die Luft Tröpfchen von einem Menschen zum anderen gelangen (z. B. Tröpfchen beim Husten oder Niesen, die von einer anderen Person eingeatmet werden). Ebenfalls kann es durch Schmierinfektionen, bei der infektiöse Sekrete an die Hände und anschließend mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt kommen, zum Übertragen der Coronaviren kommen.

Nach Mitteilung des Bundesinstituts für Risikobewertung - BfR (Stand: 23.03.2020) -sind für Coronaviren keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt. Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind allerdings durch Schmierinfektionen denkbar. Bei Kontakt mit Oberflächen wie beispielsweise von Werkzeugen, Maschinen und anderen Arbeitsmitteln ist daran zu denken.

Allgemeine Verhaltensregeln

Dieses Plakat steht Ihnen zum Download zur Verfügung.

Folgende Hygienemaßnahmen sind einzuhalten:

  • Mindestabstand von 1,5 m (besser 2 m) zu anderen Personen halten
  • Regelmäßiges, häufiges und sorgfältiges Händewaschen (mindestens 20 Sekunden mit Seife bis zum Handgelenk)
  • Hände-Desinfektionsmittel benutzen, wenn keine Möglichkeit zum Waschen der Hände besteht. Geeignete Mittel enthält z. B. die Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) der geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel 
  • Husten und Niesen in ein Taschentuch oder in die Armbeuge
  • Hände aus dem Gesicht fernhalten
  • Händeschütteln und Körperkontakt vermeiden
  • Besprechungen von Angesicht zu Angesicht meiden - Telefonkonferenzen bevorzugen
  • Bei Husten und Fieber zuhause bleiben
  • Kontaminierte Kontaktflächen im Betrieb gründlich reinigen, ggf. desinfizieren
  • Geschlossene Räume regelmäßig lüften
Diese Regeln finden Sie auch in der Muster-Betriebsanweisung „Coronavirus SARS-CoV-2 - Risikogruppe 3“ der SVLFG. Im untenstehenen Link gelangen Sie zur Musterbetriebsanweisung in Bulgarisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Englisch und Ungarisch.

Zudem stehen Ihnen hier das Plakat "Allgemeine Schutzmaßnahmen" in verschiedenen Sprachen zum Download zur Verfügung, sowie das Informationsblatt für Unternehmer zum Thema "Maßnahmen zur Verringerung des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus bei landwirtschaftlichen Tätigkeiten und in Sammelunterkünften während der Saisonarbeit".

Unterweisungshilfen

Musterbetriebsanweisungen in verschiedenen Sprachen

AUFLAGEN DER BUNDESLÄNDER BEACHTEN!

Die Festlegung von Auflagen und Regeln für den Pandemiefall ist Aufgabe der einzelnen Bundesländer. Aus diesem Grund wird dringend empfohlen, zusätzlich zu diesen Informationen, die Auflagen der einzelnen Bundesländer und Kommunen zu prüfen und zu beachten.

Selbstauskunft

Die Versicherten in den Bundesländern Niedersachsen, Bremen, Bayern und Saarland erhalten demnächst ein Anschreiben der SVLFG, in dem sie zu den Anforderungen des Gesundheitsschutzes für Saisonarbeitskräfte befragt werden. Beiliegenden Fragebogen können Sie am PC ausfüllen und an die in Ihrem Anschreiben genannte E-Mail-Adresse senden.

Maßnahmen im Betrieb

Um das Infektions- und Ausbreitungsrisiko bei Erntearbeiten und beim Transport vom und zum Feld und in den Unterkünften zu verringern, sind folgende Maßnahmen  umzusetzen:

Gefährdungs­beurteilung

Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurden die bisherigen Gefährdungsbeurteilungen für die Landwirtschaft hinsichtlich des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) überarbeitet und zusätzliche geeignete Schutzmaßnahmen abgeleitet.