Fast 1.000 Arbeitsunfälle im Friedhofswesen  

12.10.2020

Im Jahr 2019 verzeichnete die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) mit 964 Arbeitsunfällen im Friedhofswesen etwa genauso viele wie im Vorjahr.

Rund die Hälfte der Unfälle ereignete sich bei Friedhofs- und Bestatterarbeiten (233), bei der Grünflächenpflege (122) sowie beim Strauch- und Heckenschnitt (120). 338 Personen sind während der Arbeit gestürzt, gestolpert oder ausgerutscht und haben sich dabei so verletzt, dass sie drei Tage oder länger arbeitsunfähig waren. Davon waren 52 Prozent zwischen 50 und 65 Jahre alt.

Sturzunfällen vorbeugen
Folgt man der Statistik, ließen sich eine Vielzahl von Unfällen alleine durch gut beleuchtete, saubere Wege ohne Stolperstellen und durch das konsequente Tragen von gut sitzenden, knöchelhohen Sicherheitsschuhen mit rutschfesten Profilsohlen vermeiden. Lässt sich das Arbeiten auf unebenem oder rutschigem Bodengrund nicht vermeiden, hilft vor allem ein guter Gleichgewichtssinn dabei, nicht zu stürzen. Eine gute Möglichkeit, die Balance zu schulen, ist zum Beispiel das Slackline-Training. Die SVLFG bietet ihren versicherten Betrieben einen kostenlosen Einführungskurs an. Das Training dauert etwa zwei Stunden und vermittelt gefahrlos die Grundlagen des Balancierens auf der Slackline. Diese einfache und kostengünstige Sturz- und Fallpräventionsmaßnahme macht viel Spaß und lässt sich gut in den betrieblichen Alltag integrieren. Weitere Informationen dazu sowie Kurzfilme zum Slackline-Training gibt es online unter www.svlfg.de/slackline-training. Für Fragen zum Kursangebot oder für eine Terminvereinbarung stehen die SVLFG-Präventionsmitarbeiter/-innen unter der Mailadresse bgf-koordinierungsstelle@svlfg.de sowie unter der Telefonnummer 0561 78510010 zur Verfügung.