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Vor Ort in Osterode - SVLFG rät zu mehr Maschineneinsatz im Forst

29.07.2021

Ein Mann steht einem Baum im Wald und fällt diese mit einer Motorsäge, zusätzlich erhält er Hilfe bei der Fällung durch einen einem Kran, der den Baum stützt und schließlich zu Fall bringt.
Motormanuelle Fällung mit Kranunterstützung (MFK): Bei dieser Methode fällen Motorsägenführer Bäume unter zusätzlichem Einsatz von Maschinen.

Bäume noch sicherer fällen – wie das funktionieren kann, demonstrierte die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) zusammen mit dem Deutschen Netzwerk der Forstunternehmen und Forsttechnik (DFUV) anhand der motormanuellen Fällung mit Kranunterstützung, kurz MFK, am 22. Juli in Osterode im Harz.

Insbesondere für spezielle Arbeitsmethoden ist im Vorfeld eine fachlich angemessene Gefährdungsbeurteilung vorzunehmen. Eine Handlungshilfe mit Informationen und Empfehlungen hierzu wurde jüngst neu gefasst. Entwickelt wurde sie in Zusammenarbeit zwischen der SVLFG, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und dem DFUV. Klaus Klugmann, Branchenreferent Forsten und Jagd der SVLFG, erläuterte den Teilnehmern die wichtigsten Eckpunkte, wie das Zufallbringen von Bäumen mittels MFK-Methode sicher zu gestalten ist. Die Durchführung der Methode wurde dem Fachpublikum schließlich mittels Harvester und Bagger praktisch vorgeführt.

Was ist die MFK-Methode?
Bei der MFK-Methode wird der motormanuell vorbereitete Baum mit dem Kran einer Maschine final zu Fall gebracht. Der Motorsägenführer wird dadurch ergonomisch stark entlastet und steht nicht mehr, wie sonst üblich, im unmittelbaren Gefahrenbereich des Baumes, wenn dieser fällt. Hierzu werden in der Regel Forstmaschinen mit technisch geeignetem Mobilkran/Ausleger (Harvester bzw. Bagger) eingesetzt. Motorsägen- sowie Maschinenführer arbeiten dabei als Team zusammen und sind über Sprechfunk miteinander verbunden.

Warum eine Handlungshilfe?
Eine Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilung sorgt für Rechtssicherheit bei den Unternehmern und zeigt ihnen einen regelkonformen Technikeinsatz im Betrieb auf. Im Ergebnis soll so ein reduziertes Unfallrisiko zu mehr Sicherheit bei den motormanuellen Fällungen führen. Sie informiert zu Gefährdungen und zeigt Gegenmaßnahmen auf und beantwortet technische Fragen. „Mit das Wichtigste ist, zu kommunizieren. Wer sich Zeit nimmt, sein Tun dokumentiert und zum Thema Sicherheit offene Gespräche führt, zeigt Fürsorge und schützt alle Beteiligten“, so Christian Lüschow, stellvertretender Präventionsleiter im Dienstleistungszentrum Nord und forstlicher Präventionsexperte der SVLFG. Lüschow war es wichtig, mit seiner Präsentation vor Ort Multiplikatoren zu erreichen.

Beschäftigte sind das wertvollste Gut
DFUV-Vorstand Norbert Harrer zeigte sich mit dem Erfolg der Veranstaltung sehr zufrieden: „Unsere Beschäftigten sind das wertvollste Gut, das wir haben. Mit der Handlungshilfe haben wir einen Meilenstein erreicht.“ Aus dem Ehrenamt der SVLFG nahmen Stephan Neumann (Vertreterversammlung), Frank Lauhöfer und Joachim Schell (beide Vorstand und Präventionsausschuss) an der Veranstaltung teil.

Handlungshilfe zur GBU auf www.svlfg.de 
Die Handlungshilfe und die Gefährdungsbeurteilung stehen im Internet abrufbereit unter www.svlfg.de/mfk-methode, ebenso eine Betriebsanweisung und eine Checkliste.