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Bewegungsjagd - Sicher stehen auf dem Drückjagdbock

26.10.2026

Vergrößerung des Bildes für Selbst gebauter Drückjagdbock mit Arbeitsplattform und Überdachung..
Ein Dach schützt den Drückjagdbock vor Witterung und trägt dazu bei, Holzbauteile trocken und länger intakt zu halten. Über zwei verlängerte hintere Ständer lässt sich ein Dach befestigen, ohne dass die erforderliche Bewegungsfreiheit beim Schuss wesentlich eingeschränkt wird.

Ein überdachter Drückjagdbock schützt nicht nur vor Regen – trockene und intakte Bauteile verringern auch die Rutsch- und Absturzgefahr.


Hochsitze müssen vor der Benutzung kontrolliert werden. Sie gehören zu den Unfallgegenständen, die bei der Jagd regelmäßig eine Rolle spielen. Häufig kommt es zu Stürzen und Ausrutschern auf glatten oder schmierigen Holzoberflächen – etwa auf den Leitersprossen oder auf dem Boden der Jagdeinrichtung.

Bei Bewegungsjagden werden häufig Drückjagdböcke ohne Dach eingesetzt. Ein Grund: Die vier senkrechten Ständer eines überdachten Modells können die für den Schuss auf sich bewegendes Wild erforderliche Drehbewegung einschränken. 

Rutschgefahr nicht unterschätzen

Der Verzicht auf ein Dach hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: Sämtliche Holzteile sind der Witterung ausgesetzt. Dadurch setzt die Fäulnis früher ein und die Lebensdauer des Drückjagdbocks sinkt. Sprossen, Leiterholme, Boden, Brüstung und Gewehrauflage können morsch und brüchig werden. Das erhöht die Unfallgefahr beim Auf- und Absteigen ebenso wie beim Aufenthalt auf dem Drückjagdbock.

Besser mit Dach

Dach schützt mehr als nur vor Regen

Eine mögliche Lösung ist ein Drückjagdbock mit zwei verlängerten hinteren Ständern, an denen ein Dach befestigt wird. So bleibt eine Drehbewegung von mindestens 180 Grad möglich. Gleichzeitig schützt das Dach die Holzkonstruktion vor Witterung. Trockene Sprossen und ein trockener Boden verringern die Rutschgefahr und damit das Risiko von Stürzen, Ausrutschern und Stolpern.

  Rutschfest ohne Dach

Soll dennoch auf ein Dach verzichtet werden, lässt sich die Rutschfestigkeit der Standfläche verbessern. Eine Gitterrostplatte, „Kaninchendraht“ oder ein Frottierhandtuch können für mehr Halt sorgen. Grober Sand, in einer Tüte mitgeführt und bei Bedarf auf die Stand-fläche gestreut, kann ebenfalls die Rutschgefahr reduzieren.

Die zunächst höheren Kosten für einen überdachten Drückjagdbock können sich durch seine längere Lebensdauer und den geringeren Instandhaltungsaufwand rechnen. So lassen sich Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit miteinander verbinden.

Vergrößerung des Bildes für Kaninchendraht auf den Holzboden eines Hochsitzes genagelt.
Nasse und glatte Holzflächen erhöhen die Rutschgefahr. Zum Beispiel sorgt aufgenagelter Kaninchendraht für mehr Sicherheit beim Auf- und Absteigen.

Verantwortung für Sicherheit

Als Jagdleiterin und Jagdleiter tragen Sie Verantwortung für die sichere Organisation und Durchführung einer Gemeinschaftsjagd. Prüfen Sie deshalb die Jagdeinrichtungen rechtzeitig vor dem Einsatz auf ihren Zustand und beseitigen Sie erkennbare Mängel. Für eine individuelle Beratung stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Prävention der SVLFG gerne zur Verfügung.

Unfallgeschehen bei der Jagd

Hochsitze gehören zu den häufigsten Gegenständen bei Jagdunfällen. Von den 460 meldepflichtigen Jagdunfällen im Jahr 2025 im Zuständigkeitsbereich der SVLFG ereigneten sich 73 an bzw. auf- Hochsitzen.

Weitere Informationen

Alles zur sicheren Jagd stellt die SVLFG hier zur Verfügung, unter anderem Broschüren und Flyer zum Download.