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Wasserbüffel sicher managen: Mehr Abstand, mehr Ruhe

18.03.2026

Vergrößerung des Bildes für Eine Herde von Wasserbüffel auf einer Wiese.
Der bei Wasserbüffeln ausgeprägte Herdeninstinkt erfordert ruhiges und umsichtiges Handeln.

Mit wachsender Wasserbüffelpopulation in Deutschland steigt auch der Bedarf an Wissen über den sicheren Umgang mit diesen besonderen Rindern.

Aus diesem Grund veranstaltete die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) am 03.03.2026 auf dem Gut Darß in Mecklenburg-Vorpommern ihr erstes Seminar zum sicheren Umgang mit Wasserbüffeln. Unterstützt wurde sie dabei von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern sowie vom Betriebsleiter des Gutes Thomas Möring.

Christian Lüschow, im Präventionsbereich der SVLFG Arbeitsbereichsleiter des Dienstleistungszentrums Nord, initiierte dieses Seminar vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von Wasserbüffeln in der Landschaftspflege. Gerade auf ökologisch sensiblen Flächen spielen sie ihre Stärken aus – etwa bei der Wiedervernässung trockengelegter Flächen oder beim Erhalt nasser Moorgebiete.

Ziel der Veranstaltung war es, die Teilnehmenden für mögliche Gefahren bei der Arbeit mit Wasserbüffeln zu sensibilisieren und praxisnahe Lösungen zu vermitteln. Die Präventionsexperten Britta Wellge und Manfred Eggers gaben Einblicke in das natürliche Verhalten der Tiere sowie ihre Sinnesleistungen und wiesen auf die wichtigen Aspekte der Mensch-Tier-Beziehung hin. Außerdem wurden bauliche Maßnahmen besprochen, mit denen sich eine sichere Trennung zwischen Mensch und Tier erreichen lässt.

Im anschließenden Praxisteil stand die Frage im Mittelpunkt, ob und wie Wasserbüffel mit der Low-Stress-Stockmanship-Methode getrieben werden können. Dabei zeigte sich schnell: Wasserbüffel besitzen einen ausgeprägten Herdeninstinkt und reagieren deutlich langsamer auf den üblichen Wechsel von Druckaufbau und -abbau als andere Rinderrassen. Zu viel Druck kann dazu führen, dass die Tiere ihre Betreuer angreifen. Deshalb wurde bewusst mit großen Abständen von bis zu 50 Metern gearbeitet. Gleichzeitig sorgten Fluchtmöglichkeiten auf der Weide – etwa Heuraufen oder ein Ackerschlepper – dafür, dass die Arbeit für Mensch und Tier sicher blieb.

Fazit des Seminars: Sicheres Arbeiten mit Wasserbüffeln erfordert vor allem Ruhe, Geduld und umsichtiges Handeln. Je extensiver die Tiere gehalten werden, desto anspruchsvoller wird der Umgang mit ihnen. Im direkten Umfeld der Tiere sollten daher nur erfahrene Tierbetreuer eingesetzt werden. Alleinarbeit sowie fehlende Ausweich- und Fluchtmöglichkeiten können schnell zu gefährlichen Situationen führen.