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Gemeinsam für mehr Sicherheit bei der Holzernte im Laub

04.09.2026

Vergrößerung des Bildes für Mehrere Forstarbeitende in Arbeitsschutzkleidung stehen im Wald auf einer Lichtung vor einem Baum. Ein Fällschnitt ist bereits angebracht. Eine Person steht direkt am Baum, eine weitere kniet davor mit einem Handy und scheint eine Stockbeurteilung durchzuführen..
Präventionsexperte Dirk Grotelüschen demonstriert die Fällung mittels funkferngesteuertem Fällkeil

Nach Gesprächen mit einem weltweit führenden Unternehmen der Laubholzverarbeitung im vergangenen Jahr zu Lösungen gegen Unfälle beim Früheinschlag im Laubholz, wurden die Unternehmensvertreter jetzt im nächsten Schritt über die zeitgemäße und sichere motormanuelle Holzernte praktisch informiert.

Zur Auftaktveranstaltung trafen sich auf Einladung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) rund 80 Vertreter der Laubholzverarbeitung, der Forstunternehmerschaft und der Landesforstverwaltung im thüringischen Heilbad Heiligenstadt. Neben den zahlreich erschienenen Forstdienstleistern und Rohholzeinkäufern war auch der Geschäftsführer des Netzwerks der Forstunternehmen & Forsttechnik Dr. Maurice Strunk mit vor Ort. Die SVLFG wurde vertreten durch Vorstandsmitglied Uwe Kühne, Arbeitsbereichsleiter Christian Lüschow und Forst-Branchenreferent Klaus Klugmann.

Nach einer kurzen Einführung zu den Herausforderungen und den technischen Lösungen ging es zur ersten Praxisstation in einen Buchenbestand. Hier wurden notwendige Bestandsvorbereitungen, Besonderheiten in der Arbeitsorganisation sowie Maßnahmen zur Unfallverhütung beim Aufarbeiten besprochen.

Im Anschluss folgten Fällvorführungen mittels aktueller Techniken mit Hilfe von (Harvester-)Kranunterstützung, Seilunterstützung und funkferngesteuertem Fällkeil, um den Sicherheitsabstand zum fallenden Baum kontrolliert und ausreichend zu erhöhen. Zum Abschluss moderierte Christian Lüschow eine Expertendiskussion, bei der sich den Anwesenden die Möglichkeit bot, Ansichten und Schlussfolgerungen zur Arbeitssicherheit im grünbelaubten Holzeinschlag auszutauschen. Gemeinsamer Nenner: Alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette (Auftraggeber, Auftragnehmer, Holzverarbeiter) wollen ihrer Fürsorgepflicht nachkommen und möchten die Arbeitssicherheit für das Fällteam verbessern. Auch müssten dazu die gezeigten Kriterien des sicheren Laubholzeinschlags Einzug in die Ausschreibungstexte finden.

Uwe Kühne lobte die Praxisnähe der SVLFG, resümierte den Mehrwert solcher Praxisveranstaltungen und dankte dem kommunalen Forstamtspersonal um Diplom-Forstingenieur

Christian Konradi für die Vorbereitung sowie den Forstunternehmern Michael Richter und Marko Mock für die Bereitstellung der Maschinen und Bediener.

Mehr Informationen zum Thema bietet der neue Flyer der SVLFG, abrufbar unter www.svlfg.de/mediencenter-broschueren-und-flyer (F51 „Laubholzernte im Laub“).