Landrat Alfred Holzner hat die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) in Landshut besucht, um sich ein umfassendes Bild von den vielfältigen Aufgaben des Verbundträgers zu machen. Im Mittelpunkt standen Themen wie Arbeitssicherheit, Gesundheitsförderung, Nachwuchskräftegewinnung sowie die Möglichkeit, künftig Büroflächen anzumieten.
Schon beim Betreten des Verwaltungsgebäudes zeigte sich Holzner angetan: Die moderne, offene Architektur der Geschäftsstelle vermittelt Transparenz und Zukunftsorientierung. Die Landshuter Geschäftsstelle zählt zu den größten Standorten der SVLFG, deren Hauptsitz sich in Kassel befindet. Geschäftsführer Gerhard Sehnert begrüßte den Landrat und führte ihn durch die verschiedenen Arbeitsbereiche.
Bundesweit beschäftigt die SVLFG rund 5.000 Mitarbeitende, davon etwa 400 in Landshut. Als Verbundträger vereint sie die Landwirtschaftliche Unfallversicherung (LUV), die Alterssicherung der Landwirte (AdL), die Landwirtschaftliche Kranken- (LKV) und Pflegeversicherung (LPV) unter einem Dach. Sie ist der einzige Sozialversicherungsträger, der Selbständige und ihre mitarbeitenden Familienangehörigen in der gesetzlichen Sozialversicherung betreut – und bietet Leistungen aus einer Hand. Die regionale Vernetzung spielt eine wichtige Rolle: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ganz Deutschland sind nah an den Versicherten.
Im Austausch mit dem Landrat wurden insbesondere die Unfallschwerpunkte im Landkreis beleuchtet: Waldarbeit, der Umgang mit Rindern und Pferden sowie weitere typische Risiken der Grünen Branche. Die Fachkräfte der SVLFG stellten Maßnahmen zur Unfallverhütung vor und betonten die Bedeutung der Betriebs- und Haushaltshilfe, die im Falle von Krankheit, Unfall oder Tod den Fortbestand landwirtschaftlicher Betriebe sichern kann.
Ein besonderes Augenmerk lag auf den Gesundheitsangeboten der SVLFG zur seelischen Gesundheit. Vorgestellt wurde unter anderem die rund um die Uhr erreichbare Krisenhotline für die Grüne Branche (0561 785-10101, www.svlfg.de/krisenhotline). Sie bietet anonym und niedrigschwellig Unterstützung bei Belastungen durch betriebliche Sorgen, familiäre Konflikte oder kritische Lebensereignisse. Landrat Holzner sicherte zu, die Krisenhotline im Landkreis weiter bekannt zu machen und Betroffene zu ermutigen, die vorhandenen Hilfsangebote zu nutzen. Auch künftig wolle man im engen Austausch bleiben, so die einhellige Meinung der Teilnehmenden.