FAQ zu Reha-Leistungen bei Corona

Hier erhalten Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Rehabilitationsleistungen der LAK und LKK im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 

Hinweise

Für Vorsorge-/Rehabilitationseinrichtungen zum coronabedingten Hygienezuschlag der LAK und LKK


LKK und LAK zahlen einen zeitlich befristeten coronabedingten Hygienezuschlag in Höhe von

  • 6,00 EUR/Leistungstag für ambulante Rehabilitationseinrichtungen sowie
  • 8,00 EUR/Leistungstag für stationäre Vorsorge-/ Rehabilitationseinrichtungen

  • Der Zuschlag wird zeitlich befristet je Leistungstag im Zeitraum vom 01.09.2020 bis zum 31.12.2020 gezahlt. Bei Abrechnung der Leistung ist der Zuschlag gesondert auszuweisen.
  • Aufnahme- und Entlassungstag werden insgesamt als ein Leistungstag gewertet. Der Zuschlag ist ausschließlich für den Aufnahmetag abzurechnen.
  • Sofern die/der Versicherte von einer oder mehreren Personen mit Zustimmung der LKK/LAK begleitet wird, kann maximal der doppelte Zuschlag abgerechnet werden (z. B. Mutter-/Vater-Kind Vorsorge oder Rehabilitation = 16,00 EUR/Leistungstag).
  • Im Bereich der ambulanten Suchtrehabilitation sowie der Suchtnachsorge, kann der Zuschlag 0,25 € pro Teilnehmer und Termin abgerechnet werden. Der Zuschlag wird nicht für telematische Leistungen gewährt.
  • Der Corona-Zuschlag kann im Rahmen der Abrechnung der Vergütungssätze für den o.g. Zeitraum geltend gemacht werden. Eine gesonderte Antragstellung ist nicht erforderlich.
  • Die Hygienezuschläge berücksichtigen die Mehraufwände für Sachmittel zur Einhaltung von Hygienevorschriften (z. B. Mund-Nase-Schutz, FFP2-Masken, Desinfektionsmittel) bei Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitenden sowie für coronabedingte organisatorische und strukturelle Anpassungen in den Einrichtungen (z. B. bei dem Therapieangebot und der Speisenversorgung).

Sofern die LKK Kostenträger der Leistung ist, sind die weiteren Hinweise zu beachten: 

Es sind folgende Entgeltschlüssel/ Abrechnungspositionsnummern zu verwenden:

Entgeltschlüssel gemäß Datenaustausch nach § 301 Abs. 4 SGB V:

Entgeltschlüssel gemäß Datenaustausch nach § 301 Abs. 4 SGB V:



99051497
8,00 EUR
Corona Hygienezuschlag stationäre Vorsorge/Rehabilitation (einschließlich AR) 
99051498
6,00 EUR
Corona Hygienezuschlag ambulante Rehabilitation (einschließlich AR)
9905149916,00 EURCorona Hygienezuschlag Vorsorge/Rehabilitation (einschließlich AR) inkl. aller medizinisch notwendigen Begleitpersonen bzw. Kinder im Rahmen von Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen

Abrechnungspositionsnummern gemäß Datenaustausch nach § 302 SGB V:

Abrechnungspositionsnummern gemäß Datenaustausch nach § 302 SGB V:



4037006,00 EURCorona Hygienezuschlag ambulante Rehabilitation
5037006,00 EURCorona Hygienezuschlag ambulante Anschlussrehabilitation

FAQ

Die Corona-Epidemie stellt auch die Vorsorge-/Rehabilitationseinrichtungen vor besondere Herausforderungen. So gilt es, Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen auch während der Pandemie unter Beachtung der geltenden Hygiene- und Verhaltensregeln durchzuführen. Die von der Einrichtung getroffenen Schutzmaßnahmen sind daher unbedingt zu beachten.

Darüber hinaus werden die Einrichtungen in die Krisenbewältigung einbezogen; sie werden am Aufbau neuer Behandlungskapazitäten für Infizierte oder andere behandlungsbedürftig Erkrankte beteiligt, um diejenigen Kliniken zu entlasten, die sich auf den Aufbau von Intensivkapazitäten konzentrieren.

Die LKK und die LAK zahlen den (Vorsorge- und) Rehabilitationseinrichtungen einen coronabedingten Hygienezuschlag für Leistungstage vom 01.09.-31.12.2020, um damit die aufgrund der Pandemie entstehenden Mehraufwendungen abzufedern; der Zuschlag beträgt 6,00 EUR/Leistungstag für ambulante Rehabilitationseinrichtungen sowie 8,00 EUR/Leistungstag für stationäre Einrichtungen.

Üblicherweise haben unsere Reha-Bewilligungsbescheide einen Gültigkeitszeitraum von 6 Monaten. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation haben wir den Gültigkeitszeitraum auf 9 Monate verlängert.

Die vorsorgliche Testung von Personen vor der Aufnahme in einer Rehabilitationseinrichtung ist möglich, wenn die zuständige Gesundheitsbehörde vor Ort diese Maßnahme veranlasst hat.

Darüber hinaus ist eine vorsorgliche Testung auch möglich, wenn in der Rehabilitationseinrichtung ein „Corona-Fall“ aufgetreten ist; auch in diesem Fall muss die vorsorgliche Testung von der zuständigen Gesundheitsbehörde vor Ort veranlasst worden sein.

In diesen Fällen rechnen die testenden Stellen die Kosten direkt über die Kassenärztlichen Vereinigungen ab.

Die Kosten für vorsorgliche Testungen ohne Veranlassung der zuständigen Gesundheitsbehörden vor Ort können dagegen nicht von uns übernommen werden.

In Bezug auf den Antritt genehmigter Maßnahmen muss dem aktuell obersten Gebot, die Verbreitung der Corona-Epidemie so gut wie möglich zu verlangsamen und keine neuen Infektionsketten zu induzieren, weiterhin Rechnung getragen werden. Deshalb kann der Aufnahmetermin grundsätzlich verschoben werden. Wir bitten Sie, sich diesbezüglich direkt mit der Rehabilitationseinrichtung in Verbindung zu setzen.

Bei chronischen Erkrankungen der Lunge, des Herz-Kreislaufsystems, des Stoffwechsels und/oder bei Immunschwäche sollte sorgfältig geprüft werden, ob Sie die Maßnahme derzeit antreten sollten. Diese Frage sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt bzw. Ärztin klären.

Eine medizinisch notwendige Reha-Maßnahme, die sich direkt an eine Krankenhausbehandlung anschließt (Anschlussrehabilitation/ Anschlussheilbehandlung) sollte nicht lange aufgeschoben werden, damit das Erreichen des Rehabilitationsziels nicht gefährdet wird.

Für den BHH-Anspruch während der Reha-Maßnahme ergeben sich keine Unterschiede. 

Sollten Sie aber vor Beginn der Reha aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit BHH-Leistungen erhalten, sind diese - sofern kein Verlängerungstatbestand vorliegt - auf eine Dauer von 4 Wochen beschränkt. 

Besteht ein begründeter Verdacht auf eine Ansteckung eines Rehabilitanden mit dem Coronavirus, wird die Reha-Einrichtung die Testung des Rehabilitanden durch einen niedergelassenen Arzt veranlassen. Die Rehabilitationseinrichtung kann den Test auch selbst durchführen und mit uns abrechnen, wenn sie die Voraussetzungen hierfür erfüllt. 

Die Rehabilitationseinrichtungen müssen die Meldepflichten nach dem Infektionsschutzgesetz beachten. 

Kommt es zu einer Schließung der Einrichtung und werden Sie nach Hause entlassen, gilt die Reha als abgebrochen und damit als beendet. Sofern das Reha-Ziel innerhalb der Aufenthaltsdauer nicht erreicht werden konnte, besteht die Möglichkeit, unkompliziert einen Antrag auf eine neue vollständige Rehabilitationsmaßnahmen zu stellen.

Müssen Sie während der Quarantäne-Zeit in der Einrichtung verbleiben, hängt es insbesondere von dem Beschluss der zuständigen Landesbehörden ab, ob während dieser Zeit Therapiemaßnahmen stattfinden können. Die zuständigen Landesbehörden können die Ausübung der Tätigkeiten der Reha-Einrichtung ganz oder teilweise untersagen.

Die obigen Ausführungen zur Rehabilitation gelten grds. auch für Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen.

Zu Beginn der Corona-Pandemie mussten viele Einrichtungen den Betrieb vorläufig einstellen; im Zuge der allgemeinen Lockerungsmaßnahmen läuft inzwischen auch der Betrieb von Mutter-/Vater-Kind-Kur-Maßnahmen wieder an.

Es kann derzeit aufgrund von Nachholungseffekten zu hohen Klinikauslastungen kommen, weshalb wir den Gültigkeitszeitraum unserer Kostenzusagen für diese Maßnahmen bis zum 30.09.2021 verlängert haben; dabei ist zu beachten, dass uns rechtzeitig vor Antritt der Mutter-/Vater-Kind-Maßnahme eine ärztliche Bescheinigung über das Fortbestehen der Indikationsstellung für die Maßnahme vorgelegt werden muss, wenn zwischen dem Bewilligungsbescheid und dem Maßnahme-Antritt mehr als 9 Monate liegen.

Widerspruchsentscheidungen werden aufgrund der rechtlich notwendigen Behandlung in einem Ausschuss mit gewählten Mitgliedern der Selbstverwaltung in der gegenwärtigen Lage erschwert und ggf. verzögert.

Seitens der Verwaltung wird in jedem Fall bei Eingang eines Widerspruchs geprüft, ob eine Abhilfe zugunsten des Versicherten möglich ist und dann ggf. auch ohne Ausschuss umgesetzt.

Ja. Der Widerspruch wird geprüft. Im Falle einer Abhilfe des Widerspruchs und somit Bewilligung kann die Rehabilitationsmaßnahme grundsätzlich über einen Folgezeitraum von 6 Kalendermonaten angetreten werden und aufgrund der derzeit vorliegenden Situation ausnahmsweise für bis zu drei Monate verlängert werden.

Beispiel: 
Bewilligung:  1.05.2020
Reha Antritt möglich:  02.05.2020 bis 01.11.2020 (6 Monate) bzw. bis 01.02.2021 (9 Monate)