FAQ zu Reha-Leistungen bei Corona

Hier erhalten Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Rehabilitationsleistungen der LAK und LKK im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 

Die Corona-Epidemie stellt auch die Vorsorge-/Rehabilitationseinrichtungen vor besondere Herausforderungen. So gilt es, Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen auch während der Pandemie unter Beachtung der geltenden Hygiene- und Verhaltensregeln durchzuführen. Die von der Einrichtung getroffenen Schutzmaßnahmen sind daher unbedingt zu beachten.

Darüber hinaus werden die Einrichtungen in die Krisenbewältigung einbezogen; sie werden am Aufbau neuer Behandlungskapazitäten für Infizierte oder andere behandlungsbedürftig Erkrankte beteiligt, um diejenigen Kliniken zu entlasten, die sich auf den Aufbau von Intensivkapazitäten konzentrieren

Üblicherweise haben unsere Reha-Bewilligungsbescheide einen Gültigkeitszeitraum von 6 Monaten. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation haben wir den Gültigkeitszeitraum auf 9 Monate verlängert.

In Bezug auf den Antritt genehmigter Maßnahmen muss dem aktuell obersten Gebot, die Verbreitung der Corona-Epidemie so gut wie möglich zu verlangsamen und keine neuen Infektionsketten zu induzieren, weiterhin Rechnung getragen werden. Deshalb kann der Aufnahmetermin grundsätzlich verschoben werden. Wir bitten Sie, sich diesbezüglich direkt mit der Rehabilitationseinrichtung in Verbindung zu setzen.

Bei chronischen Erkrankungen der Lunge, des Herz-Kreislaufsystems, des Stoffwechsels und/oder bei Immunschwäche sollte sorgfältig geprüft werden, ob Sie die Maßnahme derzeit antreten sollten. Diese Frage sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt bzw. Ärztin klären.

Eine medizinisch notwendige Reha-Maßnahme, die sich direkt an eine Krankenhausbehandlung anschließt (Anschlussrehabilitation/ Anschlussheilbehandlung) sollte nicht lange aufgeschoben werden, damit das Erreichen des Rehabilitationsziels nicht gefährdet wird.

Für den BHH-Anspruch während der Reha-Maßnahme ergeben sich keine Unterschiede. 

Sollten Sie aber vor Beginn der Reha aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit BHH-Leistungen erhalten, sind diese - sofern kein Verlängerungstatbestand vorliegt - auf eine Dauer von 4 Wochen beschränkt. 

Besteht ein begründeter Verdacht auf eine Ansteckung eines Rehabilitanden mit dem Coronavirus, wird die Reha-Einrichtung die Testung des Rehabilitanden durch einen niedergelassenen Arzt veranlassen. Die Rehabilitationseinrichtung kann den Test auch selbst durchführen und mit uns abrechnen, wenn sie die Voraussetzungen hierfür erfüllt. 

Die Rehabilitationseinrichtungen müssen die Meldepflichten nach dem Infektionsschutzgesetz beachten. 

Kommt es zu einer Schließung der Einrichtung und werden Sie nach Hause entlassen, gilt die Reha als abgebrochen und damit als beendet. Sofern das Reha-Ziel innerhalb der Aufenthaltsdauer nicht erreicht werden konnte, besteht die Möglichkeit, unkompliziert einen Antrag auf eine neue vollständige Rehabilitationsmaßnahmen zu stellen.

Müssen Sie während der Quarantäne-Zeit in der Einrichtung verbleiben, sehen wir das als Fortsetzung der Reha-Leistung an. Ob während dieser Zeit Therapiemaßnahmen stattfinden können, hängt insbesondere von dem Beschluss der zuständigen Landesbehörden ab; diese können die Ausübung der Tätigkeiten der Reha-Einrichtung ganz oder teilweise untersagen.

Die obigen Ausführungen zur Rehabilitation gelten grds. auch für Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen.

Angesichts der Tatsache, dass bundesweit Kitas, Kindergärten und Schulen geschlossen worden sind, wird es insbesondere seitens vieler Gesundheitsbehörden als kritisch gesehen, dass in Kureinrichtungen Kinder aus allen Landesteilen aufeinander treffen. Viele Einrichtungen haben bereits reagiert und den Betrieb vorläufig eingestellt.

Nach der Corona-Pandemie kann es deshalb absehbar zu hohen Klinikauslastungen kommen, weshalb wir den Gültigkeitszeitraum unserer Kostenzusagen für diese Maßnahmen bis zum 30.09.2021 verlängert haben; dabei ist zu beachten, dass uns rechtzeitig vor Antritt der Mutter-/Vater-Kind-Maßnahme eine ärztliche Bescheinigung über das Fortbestehen der Indikationsstellung für die Maßnahme vorgelegt werden muss, wenn zwischen dem Bewilligungsbescheid und dem Maßnahme-Antritt mehr als 9 Monate liegen.

Widerspruchsentscheidungen werden aufgrund der rechtlich notwendigen Behandlung in einem Ausschuss mit gewählten Mitgliedern der Selbstverwaltung in der gegenwärtigen Lage erschwert und ggf. verzögert.

Seitens der Verwaltung wird in jedem Fall bei Eingang eines Widerspruchs geprüft, ob eine Abhilfe zugunsten des Versicherten möglich ist und dann ggf. auch ohne Ausschuss umgesetzt.

Ja. Der Widerspruch wird geprüft. Im Falle einer Abhilfe des Widerspruchs und somit Bewilligung kann die Rehabilitationsmaßnahme grundsätzlich über einen Folgezeitraum von 6 Kalendermonaten angetreten werden und aufgrund der derzeit vorliegenden Situation ausnahmsweise für bis zu 3 Monate verlängert werden.

Beispiel: 
Bewilligung 01.05.2020
Reha Antritt möglich 02.05.2020 bis 01.11.2020 (6 Monate) bzw. bis 01.02.2021 (9 Monate)