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Baumbeurteilung: Erst umdenken, dann umlegen

08.07.2026

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Wer mit der Motorsäge Bäume fällt, trifft Entscheidungen mit unmittelbaren Folgen. Denn jeder Baum ist anders: Wuchsform, Krone, Äste, Stammverlauf, Gesundheitszustand und Umgebung bestimmen, wie sicher eine Fällung ausgeführt werden kann.


Deshalb ist die Baumbeurteilung keine Nebensache, sondern die wichtigste Maßnahme vor Beginn der Fällarbeiten. Sie ist die Gefährdungsbeurteilung von Motorsägenführenden. Was dabei nicht erkannt wird, erhöht das Unfallrisiko.

Baummerkmale

Baum von allen Seiten beurteilen

Vor der Fällung muss der Baum möglichst vollständig angesprochen werden. Ein kurzer Blick vom Arbeitsstandort reicht dabei nicht aus. 


Stammverlauf, Krone und Umfeld können je nach Blickrichtung unterschiedlich wirken. Besonders bei Laubbäumen sind Schwerpunktlage, Zwiesel, Starkäste oder Totholz nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Deshalb gilt: Abstand nehmen, den Baum möglichst von allen Seiten betrachten und die Fällrichtung erst festlegen, wenn die entscheidenden Merkmale beurteilt wurden. Zu den bewährten Baummerkmalen zählen:

  • Baumhöhe
  • Baumkrone und Äste
  • Stammverlauf
  • Gesundheitszustand
  • Stammdurchmesser
  • Nachbarbäume und Umgebung

Auch die Baumart muss bekannt sein, denn Holzeigenschaften, Fäuleanfälligkeit und das Risiko des Aufreißens unterscheiden sich deutlich.

Fazit

Eine fachkundige Baumbeurteilung ist der Schlüssel zu sicherer Waldarbeit. Sie klärt, ob und wie ein Baum gefällt werden kann, welche Arbeitsmethode geeignet ist und welche Gefährdungen für Beschäftigte und Umfeld bestehen. Wer Baumhöhe, Krone, Äste, Stammverlauf, Gesundheitszustand, Stammdurchmesser und Umgebung sorgfältig beurteilt, reduziert Unfallrisiken deutlich. Die wichtigste Regel lautet deshalb: Erst beurteilen, dann fällen.