Ihr Beitrag für mehr Sicherheit
Hoflader
Weitere Informationen

PDF-Datei Einzugsermächtigung

Briefumschlag

Damit Ihre Post schnell an die richtige Adresse gelangt.

 

Noch Fragen?

Die häufigsten Fragen zum Beitragsbescheid haben wir für Sie zusammengestellt und beantwortet.

 Fragen zum Beitragsbescheid

Hinweise zum Vorschussverfahren finden Sie hier. 

 Vorschussverfahren

 Sie wollen für Ihr Unternehmen den Beitrag berechnen? Nutzen Sie den Beitragsrechner.

 Berechnungshilfen

Sie interessieren sich für die gutachterliche Stellungnahme zum Beitragsmaßstab?

PDF-Datei  Gutachten

Sie sind hier: Versicherung Beitrag

Beitrag Berufsgenossenschaft

Der Beitrag zur Berufsgenossenschaft wird nach dem Prinzip der nachträglichen Bedarfsdeckung berechnet. Die Aufwendungen des abgelaufenen Geschäftsjahres werden im Folgejahr über die Beitragsrechnungen eingezogen.

Seit 2013 gilt bei der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (LBG) bundesweit ein einheitlicher Beitragsmaßstab. Dadurch ist gewährleistet, dass identische Betriebe gleiche Beiträge zahlen. Die Neugestaltung der Beitragsberechnung wurde gutachterlich begleitet. Der Beitrag setzt sich aus einem Grundbeitrag und einem risikoorientierten Beitrag zusammen.

Grundbeitrag

Der Grundbeitrag wird zur Deckung der nicht risikobezogenen Aufwendungen (Präventions- und Vermögensaufwendungen, Verwaltungskosten abzüglich der Vermögenserträge sowie der Einnahmen aus Gebühren und bestimmten Beiträgen) erhoben. Er berechnet sich in Abhängigkeit von den für das Unternehmen ermittelten Berechnungseinheiten (BER) mit einem Mindest- und einem Höchstansatz an BER.

Die Berechnung des Grundbeitrags erfolgt auf Basis einer von der Vertreterversammlung beschlossenen Grundbeitragsstaffel:

Für die Berechnung des Grundbeitrags werden nicht in jedem Fall die individuellen BER eines Unternehmens berücksichtigt. Vielmehr sind der Mindest- und Höchstansatz zu berücksichtigen. Die Vertreterversammlung der SVLFG hat einen Grundbeitragsrahmen zwischen 87,50 und 350 BER beschlossen. Unter Berücksichtigung dieses Rahmens gilt Folgendes:

  • Unternehmen, die aufgrund ihrer individuellen Betriebsstruktur weniger als 87,50 BER ausweisen, werden auf 87,50 BER angehoben
  • Unternehmen, die aufgrund ihrer individuellen Betriebsstruktur mehr als 350 BER ausweisen, werden auf 350 BER begrenzt
  • Unternehmen mit einem BER-Ansatz von über 87,50 und unter 350 BER werden mit ihrem individuellen BER-Ansatz berechnet. 

Der Grundbeitrag berechnet sich wie folgt:

Menge BER eines Unternehmens  x  Hebesatz  x  Korrekturfaktor Grundbeitrag = individueller Grundbeitrag

Der "Korrekturfaktor Grundbeitrag" dient wegen Verwendung des allgemeinen Hebesatzes dazu, dass das gewünschte Finanzvolumen mit allen Grundbeiträgen erhoben wird. Für die Beitragsrechnungen gilt:

Menge BER eines Unternehmens  x  6,16 €  x  0,15 = individueller Grundbeitrag

Der Mindestgrundbeitrag beläuft sich für 2014 auf 80,85 Euro und der Höchstgrundbeitrag auf 323,40 Euro. Diese Beträge wurden vom Vorstand am 02.07.2015 beschlossen.

Bei den Beiträgen für 2013 war ein fester Mindestgrundbeitrag von 60 Euro zu berücksichtigen. Diesen gibt es ab der Beitragshebung für 2014 nicht mehr.

 

Risikoorientierter Beitrag

Der risikoorientierte Beitragsanteil dient der Finanzierung der Leistungsaufwendungen, die durch Arbeitsunfälle entstehen (z. B. Behandlungskosten und Verletztenrenten).

Für die Berechnung werden zwei Berechnungselemente herangezogen: Die Arbeitszeit (Arbeitsbedarf, Arbeitswert) als potentielles Risiko und das realisierte Risiko in Form der tatsächlichen Leistungsaufwendungen eines Jahres je Risikogruppe und innerhalb der Risikogruppe je Produktionsverfahren.

Der Arbeitsbedarf wird in Form eines vom Gutachter empfohlenen Abschätztarifs berechnet. In diesem Abschätztarif werden Produktionsverfahren bezeichnet (Kulturarten, Tierhaltungsarten). Ihnen wird jeweils ein geschätzter Arbeitsbedarf in Berechnungseinheiten (BER) zugeordnet. Mit nur sehr wenigen Ausnahmen ist der BER-Ansatz pro Hektar oder durchschnittlich gehaltenem Tier degressiv gestaltet. Eine BER steht dabei für einen Arbeitstag mit 10 Stunden.

Unternehmen des geschützten gärtnerischen Anbaus, des Blumen- und Zierpflanzenanbaus, Baum- und Rebschulen, land- und forstwirtschaftliche Lohnunternehmen, Unternehmen der Park- und Gartenpflege, Friedhöfe, Landwirtschaftskammern, Berufsverbände der Landwirtschaft sowie Unternehmen, die unmittelbar der Sicherung, Überwachung oder Förderung der Landwirtschaft überwiegend dienen, werden nach dem Arbeitswert (pauschale Lohnsumme für Unternehmer und Familienangehörige) und der tatsächlichen Lohnsumme berechnet. Für die Umrechnung des Arbeitswerts und der Lohnsumme gilt die Regel:

200 Euro Arbeitswert = 1 BER

Die Leistungsaufwendungen werden je Produktionsverfahren summiert und in Risikogruppen zusammengefasst. Jede Risikogruppe soll ihre Leistungsaufwendungen selbst tragen. Das von dieser Gruppe aufgebrachte Beitragsvolumen soll also nicht größer oder kleiner sein, als die für diese Gruppe erbrachten Leistungsaufwendungen.

Für den Summenvergleich wird die Summe aller Berechnungseinheiten einer Risikogruppe mit dem Hebesatz (Beitrag je BER, für das Jahr 2014 = 6,16 Euro) multipliziert und mit der Summe der Leistungsaufwendungen verglichen. Übersteigt das Beitragsvolumen die Leistungsausgaben wird ein Risikogruppenfaktor „< 1“ gebildet, der dann das Beitragsvolumen entsprechend in Deckung zur Leistungssumme bringt. Für das Jahr 2014 war dies beispielsweise für die Risikogruppe „Obst, Gemüse im Freiland, Hopfen, Tabak und Weihnachtsbäume“ der Fall. Umgekehrt ist natürlich ein Risikogruppenfaktor „> 1“ zu bilden, soweit die Beitrageinnahmen aus der Berechnung BER x Hebesatz die Leistungsausgaben nicht decken. Sehr markant ist dies in der Risikogruppe Forst zu erkennen.

Innerhalb der jeweiligen Risikogruppe findet dann ebenfalls ein Vergleich der Beiträge mit dem für dieses Produktionsverfahren angefallenen Leistungsaufwendungen statt. Das Vergleichsschema entspricht dem zuvor beschriebenen Vorgehen für die Risikogruppen. Entspricht das Beitragsvolumen nicht dem Aufwand, wird ein Risikofaktor für das Produktionsverfahren gebildet.

Zusammengefasst lässt sich folgender Rechenweg für den Beitrag je Produktionsverfahren beschreiben:

BER  x  Hebesatz  x  Risikogruppenfaktor  x  Risikofaktor Produktionsverfahren

Die für das Geschäftsjahr 2014 (Beitragsbescheid August 2015) gültigen Risikofaktoren finden Sie hier.

 

[Druckversion] [Startseite]
© 2016 Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)