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Vorschussverfahren

Warum ein Vorschussverfahren?

Die Berufsgenossenschaft muss die "Anschlussfinanzierung" sicherstellen. Die Beiträge der Berufsgenossenschaft müssen nicht nur zur Finanzierung der Ausgaben bis zum Jahresende, sondern darüber hinaus bis zum Eingang der Beiträge zur ersten Fälligkeit im Folgejahr ausreichen. Bis zur Errichtung des Bundesträgers war dies weitgehend unproblematisch. Die erste Fälligkeit lag zumeist im Februar oder März des Folgejahres und etwaige Engpässe konnten mit vorhandenen Betriebsmitteln überbrückt werden. Die Situation der SVLFG ist grundlegend anders.

Die Beiträge zur Berufsgenossenschaft werden nun bundesweit einheitlich nach dem Arbeitsbedarf, für viele Unternehmen aber auch nach dem Arbeitswert/der Lohnsumme berechnet. Die Beitragsrechnungen können erst erstellt werden, wenn alle Meldungen hierzu vorliegen. Insbesondere wegen der Lohnsummen des vergangenen Jahres können die Beitragsrechnungen frühestens im April mit Fälligkeit Mitte Mai versandt werden.

Eckpunkte des Vorschussverfahrens

  • Im August 2018 werden die Beitragsrechnungen für 2017 übersandt. Zuvor gezahlte Vorschüsse werden angerechnet. Noch offene Beiträge sind am 15. September 2018 zu zahlen.
  • Zugleich werden die Vorschüsse für 2018 festgesetzt. Der Vorstand wird den Vorschuss für 2018 in der Sitzung am 11.07.2018 voraussichtlich - wie in den Vorjahren - auf 80 % des Vorjahresbeitrages festsetzen. Ohne weitere Zahlungserinnerung sind die Vorschüsse am 15. Januar und ggf. am 15. Mai 2019 zu zahlen.
  • Beläuft sich der Beitrag laut Beitragsrechnung im August 2018 auf weniger als 100 € wird zur Vermeidung mehrerer Zahltermine und damit aus wirtschaftlichen Gründen von der Erhebung eines Vorschusses abgesehen.
  • Voraussichtlich im August 2019 werden dann die Beitragsrechnungen für 2018 übersandt. Wiederum werden gezahlte Vorschüsse angerechnet.

Auf den ersten Blick erscheint dieses Verfahren komplex. Es wird jedoch in anderen Bereichen ebenfalls praktiziert (z. B. bei Stromrechnungen). Es werden zunächst Vorschüsse oder Abschläge gezahlt, die einmal pro Jahr abgerechnet werden. Zeitgleich wird die Höhe der neuen Abschläge festgesetzt.

Verfahren für Selbstzahler

Nur bei Zahlung der Beiträge im Lastschriftverfahren ist das Verfahren mit drei Zahlungen pro Jahr praktikabel. Für Mitglieder, die ihre Beiträge unverändert per Überweisung selbst zahlen gilt deshalb ein abweichendes Verfahren:

Nach dem Versand der Beitragsbescheide im August 2018 sind zum 15. Januar 2019 voraussichtlich 80 Prozent des letzten Beitrages (Zahlbetrag für 2017) als Vorschuss zu zahlen. Eine Spitzabrechnung folgt im August 2019.

Vorteile des Lastschriftverfahrens

Die für die Berufsgenossenschaft mit geringerem Aufwand verbundene Beitragszahlung per Lastschriftverfahren wird also auch künftig honoriert; statt eines 80-prozentigen Vorschusses fallen zwei 40-prozentige Vorschüsse an. Dieses Verfahren bietet damit unverändert für alle Beteiligten Vorteile. Denken Sie zum Beispiel daran, dass der Beitrag dann „automatisch“ genau passend zur Fälligkeit eingezogen wird. Ein Formular zur Teilnahme am Lastschriftverfahren finden Sie hier.

Sie wollen die Vorteile des Lastschriftverfahrens nicht nutzen? Bitte beachten Sie dann unbedingt die Angaben im Vorschuss- und Beitragsbescheid zur IBAN (Kontoverbindung der Berufsgenossenschaft) und zum Verwendungszweck. In den Beitragsbescheiden sind diese Angaben deutlich erkennbar. Mit diesen Angaben ist eine Online-Überweisung genau so einfach, wie das Ausfüllen einer Überweisung.

Detailregelung

  • War im Vorjahr kein Beitrag zu zahlen, werden keine Vorschüsse angefordert.
  • Ändern sich die Betriebsverhältnisse nach Bekanntgabe des Vorschussbescheides kann vom Unternehmer ein Antrag auf Neufestsetzung des Vorschusses gestellt werden.

 

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