Achtung Zecken!
Ein Zeckenstich kann unter bestimmten Umständen zu Erkrankungen wie Borreliose oder FSME führen.
Um mögliche gesundheitliche Auswirkungen eines Zeckenstichs zu vermeiden, ist eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und es sind entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Zecken können im Freien das ganze Jahr über ein Risiko darstellen, insbesondere bei milden Temperaturen.
Sie ernähren sich vom Blut der Tiere oder Menschen, die sie stechen. Dabei gibt die Zecke eine betäubende Substanz ab, sodass sie meist nicht sofort bemerkt wird. Beim Stich können Infektionserreger übertragen werden, die zu Erkrankungen führen können.
Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung
Um möglichen gesundheitlichen Auswirkungen eines Zeckenstichs vorzubeugen, ist eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und es sind entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Im Rahmen der Unterweisung sind Beschäftigte über die Risiken und Maßnahmen zu informieren und zu sensibilisieren.
Zecken können Auslöser sein für
- die Borreliose, hervorgerufen durch Bakterien,
- die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), verursacht durch Viren, sowie
- weitere bakterielle und virale Erkrankungen.
Schutzmaßnahmen
- Tragen Sie dichte, geschlossene und helle Kleidung sowie eine Kopfbedeckung.
- Sorgen Sie für einen dichten Abschluss von Hose und Schuhwerk, z. B. mit Gamaschen.
- Suchen Sie die Kleidung während und den Körper nach dem Aufenthalt im Freien nach Zecken ab.
- Zusätzlich können Zeckenabwehrmittel (Repellentien) sowie mit Permethrin behandelte Kleidung (z. B. Gamaschen) verwendet werden.
Bei einem Zeckenstich:
- Entfernen Sie die Zecke umgehend und vorsichtig mit einem passenden Zeckenentferner (z. B. gebogene College-Pinzette oder Zeckenkarte).
- Desinfizieren Sie anschließend Ihre Hände und den Zeckenentferner mit einem Desinfektionsmittel.
- Desinfizieren Sie die Stichstelle und markieren Sie sie mit einem Stift zur Beobachtung über einen Zeitraum von bis zu vier Wochen. Alternativ können Sie ein Foto vom Zeckenstich aufnehmen, auf dem die betroffene Körperregion deutlich zu erkennen ist.
- Denken Sie an die Dokumentation im Meldeblock.
- Achten Sie auf Symptome wie Wanderröte und grippale Symptome (Kopfschmerzen, Fieber, Muskelschmerzen) und gehen Sie bei deren Auftreten (auch nach Wochen!) sofort zum Arzt.
Weitere Informationen:
Alle Gefährdungen und Schutzmaßnahmen zum Herunterladen und Ansehen:
- Biologische Arbeitsstoffe Borrelien PDF, 356 KB
- Biologische Arbeitsstoffe FSME PDF, 346 KB
- Betriebsanweisung Borrelien - Risikogruppe 2 und FSME-Virus - Risikogruppe 3(**) DOCX, nicht barrierefrei, 31.7 KB
- Fachinformation: Achtung, Zecken! PDF, 544 KB
-
F28 Achtung, Zecken!
Stand 01/2026
PDF, nicht barrierefrei, 254 KB -
F44 Gefährdungen durch Insekten, Zecken und Mäuse
Stand: 12/2023
PDF, nicht barrierefrei, 251 KB