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Freiwillige Mitglieder in einem Beschäftigungsverhältnis

Da die Aufnahme eines Beschäftigungsverhältnisses grundsätzlich Versicherungspflicht als Arbeitnehmer auslöst, ist die Durchführung der freiwilligen Mitgliedschaft bei Aufnahme eines Beschäftigungsverhältnisses nur dann möglich, wenn der Beschäftigte zu den versicherungsfreien Personen in der Krankenversicherung zählt, z.B. Arbeitnehmer, deren Arbeitsentgelt die Versicherungspflichtgrenze der Krankenversicherung übersteigt (höherverdienende Arbeitnehmer). Ansonsten wäre die freiwillige Mitgliedschaft bei der landwirtschaftlichen Krankenkasse zu beenden und die Zuständigkeit einer der wählbaren Krankenkassen gegeben.

Sofern wegen der bestehenden Krankenversicherungsfreiheit die freiwillige Mitgliedschaft in der landwirtschaftlichen Krankenkasse fortgeführt werden kann, ist die landwirtschaftliche Krankenkasse auch zuständige Einzugsstelle für die Gesamtsozialversicherungsbeiträge (GSV-Beiträge). Aus der Beschäftigung sind wegen der Versicherungsfreiheit in der Krankenversicherung in der Regel nur die Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie Insolvenzgeldumlage zu zahlen.

Bei bestehender Renten- und Arbeitslosenversicherungspflicht ist in der Meldung zur Sozialversicherung die Personengruppe "101" sowie die Beitragsgruppe "0110" zu verwenden. Ggf. zu zahlende Umlagebeiträge (U1/U2) sind gesondert an eine der wählbaren Krankenkassen abzuführen.

Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag

Die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge des freiwilligen Mitglieds sind kein Bestandteil des vom Arbeitgeber abzuführenden GSV-Beitrags, sondern werden vom Versicherten selbst gezahlt.

Auf Wunsch des Versicherten kann der Arbeitgeber aber auch die an die landwirtschaftliche Krankenkasse zu zahlenden freiwilligen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge im Rahmen der Entgeltabrechnung einbehalten und zusammen mit den GSV-Beiträgen in einer Summe an die landwirtschaftliche Krankenkasse abführen (Firmenzahlerverfahren).

Bitte beachten Sie, dass beim Firmenzahlerverfahren die Beiträge zur freiwilligen Kranken- und Pflegeversicherung entsprechend im Beitragsnachweis eingetragen werden müssen. Darüber hinaus ist in der Meldung zur Sozialversicherung die erste Stelle des Beitragsgruppenschlüssels auf "9" zu setzen (9110 anstatt 0110).

Arbeitgeberzuschuss nach § 257 Abs. 1 SGB V für höherverdienende Arbeitnehmer

Auch die bei der landwirtschaftlichen Krankenkasse freiwillig versicherten höherverdienenden Arbeitnehmer haben gegenüber ihrem Arbeitgeber einen Anspruch auf Beitragszuschuss. Die Höhe des Zuschussbetrages kann allerdings durch die meisten Entgeltabrechnungsprogramme nicht ermittelt werden, da die Beiträge der landwirtschaftlichen Krankenkasse nicht aufgrund eines Beitragssatzes berechnet sondern nach Beitragsklassen festgesetzt werden.

Die landwirtschaftliche Krankenkasse informiert daher alle beteiligten Arbeitgeber jeweils zum Jahreswechsel über die Höhe des monatlichen Beitragszuschusses der Mitglieder landwirtschaftlichen Krankenkasse.

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