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Saisonbeschäftigte Nebenerwerbslandwirte

Eine Saisonbeschäftigung liegt vor, wenn das Beschäftigungsverhältnis von vornherein auf voraussichtlich nicht länger als 26 Wochen befristet ist.

Bei der Beurteilung ist immer auf den Beginn der Beschäftigung abzustellen.

Werden innerhalb eines Kalenderjahres mehrere befristete Beschäftigungen ausgeübt, erfolgt keine Zusammenrechnung.

Beispiel:
Beschäftigung A     01.10.2012 bis 31.03.2013
Beschäftigung B     20.05.2013 bis 31.07.2013
Beschäftigung C     01.10.2013 bis 31.03.2014
Die Beschäftigungen A, B und C sind Saisonbeschäftigungen, da der jeweilige Beschäftigungszeitraum 26 Wochen nicht überschreitet.

Das bei der landwirtschaftlichen Krankenkasse bestehende Versicherungsverhältnis als landwirtschaftlicher Unternehmer bleibt auch während einer Saisonbeschäftigung bestehen, wenn das Beschäftigungsverhältnis auf nicht länger als 26 Wochen befristet ist (§ 3 Abs. 2 Nr. 1 KVLG 1989). Die Höhe des monatlichen Bruttolohnes bzw. der wöchentlichen Arbeitszeit bleiben unberücksichtigt (Meldung Personengruppe 114).

Versicherungspflicht als Arbeitnehmer in der allgemeinen Krankenversicherung tritt nicht ein.

Wegen der fortbestehenden Mitgliedschaft als landwirtschaftlicher Unternehmer ist die landwirtschaftlichen Krankenkasse auch zuständige Einzugsstelle für die Gesamtsozialversicherungsbeiträge (GSV-Beiträge). Aus dem saisonalen Beschäftigungsverhältnis sind neben den Beiträgen zur Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie der Insolvenzgeldumlage auch Beiträge zur Krankenversicherung (nur Arbeitgeberanteil) an die landwirtschaftliche Krankenkasse zu zahlen. Beiträge zur Pflegeversicherung fallen aus der Saisonbeschäftigung nicht an.

In der Meldung zur Sozialversicherung muss der Arbeitgeber die Personengruppe "114" sowie die Beitragsgruppe "5110" angeben.

Ggf. zu zahlende Umlagebeiträge (U1/U2) sind gesondert an eine der wählbaren Krankenkassen abzuführen.

Hinweis zum Krankenversicherungsbeitrag aus der Saisonbeschäftigung:

Der Beitrag zur Krankenversicherung ist allein vom Arbeitgeber zu tragen und bemisst sich nach der Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes der gesetzlichen Krankenversicherung. Er entspricht also dem Beitragsanteil, den der Arbeitgeber auch zu zahlen hätte, wenn für den Beschäftigten eine Mitgliedschaft bei einer der wählbaren Krankenkassen bestünde.

Die landwirtschaftliche Krankenkasse stellt aufgrund des zusätzlich fließenden Krankenversicherungsbeitrags den Krankengeldanspruch aus dem saisonalen Beschäftigungsverhältnis sicher.

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