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Warum der „korrigierte Flächenwert“ als Beitragsmaßstab?

Die für die Krankenversicherung der Landwirte zulässigen Beitragsmaßstäbe für Einkommen aus Land- und Forstwirtschaft sind gesetzlich vorgegeben (§ 40 KVLG 1989). Danach kann die Satzung die Beiträge nach dem Wirtschaftswert, dem Arbeitsbedarf oder einem anderen angemessenen Maßstab festsetzen.

Nach Errichtung der SVLFG mussten ein einheitlicher Beitragsmaßstab und damit eine gemeinsame Lösung gefunden werden. Unter den bisher bei den landwirtschaftlichen Krankenkassen angewandten Beitragsmaßstäben (korrigierter Flächenwert, reiner Flächenwert ohne Korrekturfaktor, Arbeitswert, Arbeitsbedarf) musste ein Maßstab gefunden werden, der die meiste Akzeptanz versprach. Ein dazu in Auftrag gegebenes Gutachten hat die genannten Maßstäbe bewertet und im Ergebnis festgestellt, dass alle verglichenen Beitragsmaßstäbe Vor- und Nachteile haben. Für den korrigierten Flächenwert spricht die Tatsache, dass dieser Maßstab bereits von einer großen Zahl von ehemaligen landwirtschaftlichen Krankenkassen eingesetzt wurde, und der vergleichsweise geringe administrative Aufwand. Zudem ist dieser Maßstab rechtssicher, denn er wurde von den Sozialgerichten bestätigt.

Die Anwendung des korrigierten Flächenwertes bietet die Möglichkeit, einen Beitragsmaßstab zu nutzen, der sowohl den rechtlichen Rahmenbedingungen als auch den Interessen eines großen Teils der Versicherten angemessen Rechnung trägt. Damit wird sowohl dem Leistungsfähigkeitsprinzip als auch der möglichst wenig aufwändigen Beitragsbemessung und -erhebung gefolgt. Darüber hinaus ist ein vergleichsweise hohes Maß an Akzeptanz zu erwarten. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass in Einzelfällen die Beiträge nicht als gerecht empfunden werden. Die Korrekturfaktoren sind von den Beziehungswerten der AELV (Verordnung zur Ermittlung des Arbeitseinkommens aus der Land- und Forstwirtschaft) übernommen. Diese Werte sind aus einem Testbetriebsnetz der Landwirtschaftsverwaltung in einem 5-jährigen Vergleich erhoben und werden von der Bundesregierung durch Rechtsverordnung jährlich neu festgesetzt. Sie gewährleisten eine höhere Aussagekraft der Flächenwerte im Hinblick auf die aktuell erzielten Einkommen. 

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