Beratung
Sie sind hier: Versicherung Beitrag Beitrag Krankenkasse Häufig gestellte Fragen zu den Beitragsrechnungen 2019

Warum steigen die Beiträge für Unternehmer und freiwillige Mitglieder deutlich?

Die Beiträge der LKK sind so zu bemessen, dass sie die zu erwartenden Ausgaben für das jeweilige Jahr decken. Dabei sind verschiedene sich jährlich ändernde Faktoren zu berücksichtigen. Dies sind

  • die neuen Werte der Arbeitseinkommensverordnung Landwirtschaft (AELV),
  • die Kopplung des Höchstbeitrags der Unternehmer in der Beitragsklasse 20 an den Höchstbeitrag in der allgemeinen Krankenversicherung,
  • die rückläufige Entwicklung der Mitgliederzahlen sowie
  • die zu erwartenden Leistungsausgaben.

Gerade die steigenden Leistungsaufwendungen (u. a. Mehrbedarfe bei Betriebs- und Haushaltshilfe und häuslicher Krankenpflege), die Verwaltungskosten und die Bildung einer Altersrückstellung bei gleichzeitigen Mindereinnahmen durch die AELV 2019 machen eine Beitragsanpassung unumgänglich. Zusätzlich sind Mindereinnahmen bei den freiwilligen Mitgliedern aufgrund gesetzlicher Vorgabe zu kompensieren. Insgesamt sind zusätzlich 40 Mio. Euro durch Beiträge zu finanzieren.

Der Beitragskalkulation für das vergangene Jahr lagen zu optimistische Annahmen für die Ausgabenentwicklung zugrunde. Es entstand ein Fehlbetrag von 22 Mio. Euro. Dieser Betrag belastet die Beitragsfestsetzung für 2019 zusätzlich.

Die verbesserten Leistungen der sozialen Pflegeversicherung führten in der Pflegeversicherung zu einer Anhebung des Pflegeversicherungsbeitrages von 2,55 % auf 3,05 % (+ 20 %). Dieser Beitragssatz gilt in der landwirtschaftlichen Pflegeversicherung zwar nur indirekt, erhöht aber den Beitragszuschlag zur Pflegekasse dennoch deutlich.

Der LKK-Höchstbeitrag für Unternehmern liegt gleichwohl weiterhin 10 % unter dem Höchstbeitrag aller anderen gesetzlichen Kassen. Auch die LKK-Beiträge für Freiwillige liegen unverändert unter den Beiträgen anderer gesetzlicher Krankenkassen.

[Druckversion] [Startseite]
© 2019 Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)