Flächenbewertung
Weinberg
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Wie berechnen sich die Beiträge?

Zunächst wird der Flächenwert des landwirtschaftlichen Unternehmens errechnet. Grundsätzlich wird hierbei die bewirtschaftete Fläche mit dem durchschnittlichen (ggf. weinbaulichen) Hektarwert der Gemeinde des Betriebssitzes multipliziert.

Beispiel:

Bei einer landwirtschaftlichen. Nutzfläche von 40 ha und einem gemeindlichen Hektarwert von 1.800,00 DM ergibt sich ein Flächenwert von 72.000,00 DM.

Feste Hektarwerte

Für folgende Nutzungsarten gelten abweichend vom durchschnittlichen Hektarwert der Betriebssitzgemeinde feste Hektarwerte:

  • Grünland mit niedrigstem Ertrag (Almen, Alpen, Hutungen, nicht umzäunte oder mobil umzäunte Schaf- und Ziegenweiden, Deiche und Hallignutzungen) je Hektar 150 DM
  • Forsten 150 DM je Hektar
  • Fluss- und Seenfischer (1 Arbeitstag = 40 DM)
  • Imker (1 Bienenvolk = 50 DM)
  • Wanderschäfer (1 Großtier = 20 DM)
  • Flächen in klimatisch gesteuerten Einrichtungen (z. B. Unterglasflächen) = 1.863 DM je Hektar

Dabei fällt auf, dass noch mit DM-Werten gerechnet wird. Es wirkt schon ein wenig kurios, aber es entspricht der Rechtslage. Denn: Alle Werte im Zusammenhang mit der Flächenbewertung werden von den Finanzbehörden weiterhin in DM festgesetzt.

Sonderkulturen

Bei Sonderkulturen entsprechen diese Ansätze nicht den Einkommensmöglichkeiten. Deshalb kommen bei Sonderkulturen zusätzlich Multiplikatoren zur Anwendung. Diese wurden auf gutachterliche Empfehlung aus der Relation der Einkommensmöglichkeiten von landwirtschaftlicher Nutzfläche und Sonderkulturen nach den sogenannten Einheitsquadratmetern gebildet.

Multiplikatoren für Sonderkulturen

 

Klimatisch gesteuerte Einrichtung
(Unterglasfläche)

Freiland

heizbar

nicht heizbar

 
Obst und Feldgemüse extensiv, mit mechanischer Ernte    

3

Gemüse einschließlich Feldgemüse

36

28

4

Blumen und Zierpflanzen

80

40

8

Sonstige Gartengewächse

36

28

4

Obst    

4

Christbaumkulturen    

2,15

Hopfen und Tabak    

3


Vom Flächenwert zum korrigierten Flächenwert

Der gegebenenfalls unter Berücksichtigung der festen Hektarwerte und Multiplikatoren errechnete Flächenwert ist dann (ohne den Flächenwert der Forstflächen) der Tabelle mit den Beziehungswerten (Multiplikatoren) der AELV zuzuordnen. Dabei wird die jeweils aktuelle Tabelle (also im Jahre 2017 die Tabelle "AELV 2017") für Haupterwerbslandwirte benutzt.

Für den Beispielsbetrieb ergibt sich ein Beziehungswert (Multiplikator) von 0,751872.

Der Flächenwert ist mit dem Beziehungswert zu multiplizieren. Das Ergebnis ist dann der "korrigierte Flächenwert". Für den Beispielsbetrieb ergibt sich also folgende Berechnung: 72.000,00 DM x 0,751872 = 54.134,00 Euro.

Besonderheit bei Forstflächen

Sind Forstflächen zu berücksichtigen, wird der Flächenwert für die Forstflächen nicht mit dem Beziehungswert der AELV multipliziert, sondern lediglich in Euro umgerechnet (durch 1,95583 geteilt). Nach den Feststellungen des Gutachters entwickelt sich das Verhältnis zwischen Fläche und Gewinn bei Forstflächen nämlich nicht degressiv, so dass die Anwendung der degressiv wirkenden Faktoren der AELV nicht zu einer sachgerechten Bewertung der Forstflächen führen würde.

Vom korrigierten Flächenwert zum Beitrag 

Der festgestellte korrigierte Flächenwert (einschließlich der gesondert berechneten Forstflächen) ist anschließend der Beitragstabelle zuzuordnen.

Der Beispielsbetrieb wäre danach in die Beitragsklasse 12 mit einem monatlichen Beitrag in Höhe von 334,50 Euro einzuordnen.

Sie wollen für Ihr Unternehmen den Beitrag berechnen? Nutzen Sie den Beitragsrechner.

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