Hoflader
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Was ist der "standardisierte Arbeitsbedarf"?

Für den Beitragsmaßstab Arbeitsbedarf ist vom Gutachter ein einheitlicher, verfahrensspezifischer Arbeitsbedarf, z. B. je ha (kulturartenspezifisch) und Tier (viehartspezifisch), zu ermitteln. Zusätzlich ist der Umfang der allgemeinen Arbeiten für ein Produktionsverfahren festzustellen. Zu diesen zählen z. B. Planungs-, Organisations- und Kontrollarbeiten sowie Wegezeiten, Reinigungs- und Unterhaltungsarbeiten. Die allgemeinen Arbeiten werden durch einen 10%igen Aufschlag auf die verfahrenspezifischen AkH berücksichtigt.

Der Arbeitsbedarf pro Produktionsverfahren wird in Arbeitsstunden ausgedrückt (z. B Arbeitsstunden je ha Mähdrusch oder Arbeitsstunden je Milchkuh). Die Arbeitsstunden werden anschließend in Berechnungseinheiten (BER) umgerechnet. Eine BER entspricht dabei einem Arbeitstag mit zehn Arbeitsstunden.

Die SVLFG hat für die Zeit ab 01.01.2013 für die folgenden Unternehmen den standardisierten Arbeitsbedarf als Berechnungsgrundlage festgesetzt:

  • Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft, des Garten- und Weinbaus sowie der den Zielen des Natur- und Umweltschutzes dienenden Landschaftspflege mit und ohne Tierhaltung mit Ausnahme des geschützten gärtnerischen Anbaus, des Blumen- und Zierpflanzenanbaus und der Baumschulen,
  • Unternehmen der Fischzucht und Teichwirtschaft,
  • Unternehmen der Imkerei,
  • Unternehmen, in denen ohne Bodenbewirtschaftung Nutz- oder Zuchttiere zum Zwecke der Aufzucht, der Mast oder der Gewinnung tierischer Produkte gehalten werden,
  • folgende Nebenunternehmen

a) Pferdehaltung,

b) Urlaub auf dem Bauernhof,

c) Abfindungsbrennereien,

  • Unternehmen der Biogasproduktion.

Die der Beitragsbemessung zugrunde zu legenden Produktionsverfahren und Arbeitszeitansätze wurden von der SVLFG nicht willkürlich festgesetzt, sondern vom Gutachter unter Zuhilfenahme von Auswertungen des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL), der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) und der landwirtschaftlichen, gartenbaulichen sowie forstwirtschaftlichen Offizialberatung im Rahmen eines wissenschaftlichen Gutachtens aufgestellt. Soweit dem Gutachter kein ausreichendes Datenmaterial zur Verfügung stand, wurden die Daten durch Experten bewertet. 

 

 

 

 

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