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Wie stufe ich meine Pferde in die vorhandenen Produktionsverfahren ein?

Auf Empfehlung des Gutachters wird im Bereich der Pferdehaltung zwischen folgenden vier Produktionsverfahren unterschieden:

Deckhengste ohne Sporteinsatz
Zuchtstuten sowie Aufzucht-, Arbeits- und Gnadenbrottiere
Pensionstiere sowie Freizeittiere, die keine Sportpferde sind
Sport-, Turnier-, Renn-, Kutsch-, Schul- und Verleihpferde

In vielen Fällen werden sich die im Unternehmen gehaltenen Pferde eindeutig einem der vorstehend genannten Produktionsverfahren zuordnen lassen. Ein Pferd ist immer nur einem Produktionsverfahren zuzuordnen. Entscheidend ist dabei die überwiegende Nutzung (mehr als 50 Prozent). Eine Aufteilung auf die Produktionsverfahren (z. B. 0,2 Pferdezucht und 0,8 Reitpferd) ist nicht zulässig.

Die folgende Liste soll eine Hilfestellung bei der Einordnung der Pferde sein:

Deckhengste ohne Sporteinsatz

(unabhängig von der überwiegenden Nutzung sind Deckhengste bei jeglichem Sporteinsatz den Sportpferden zuzuordnen)

  • Deckhengste, die nur zur Zucht eingesetzt werden
  • Hengste in Deckstationen (Natursprung oder Spermagewinnung)

Zuchtstuten sowie Aufzucht-, Arbeits- und Gnadenbrottiere

  • Zuchtstuten, mit denen regelmäßig Fohlen gezogen werden
  • Aufzuchtpferde (zur Grundausbildung und/oder Gewöhnung, in der Regel bis 3 Jahre)
  • Weidepferde, Gnadenbrotpferde (nur Haltung und/oder Weidenutzung)
  • Beistellpferde (Vergesellschaftung)
  • Arbeitspferde, Holzrückepferde (z. B. Feldbestellung, Forstarbeiten)

Pensionstiere sowie Freizeittiere, die keine Sportpferde sind

  • Pferdehaltung im Rahmen eines Dienstleistungsunternehmens mit Unterbringung und Versorgung
  • Pferde, die überwiegend zu privaten Reitzwecken (Hobby / Liebhaberei) gehalten werden (=> mehrere Ausritte in der Woche)
  • Kutschpferde, die überwiegend zu privaten Fahrzwecken genutzt werden (=> mehrere Fahrten wöchentlich)

Sport-, Turnier-, Renn-, Kutsch-, Schul- und Verleihpferde

  • Traber- und Galopprennpferde (Haltung und Training für den Pferderennsport)
  • Dressur- und Springpferde (intensives Training und regelmäßige Turniereinsätze)
  • Alle Pferde, die gewerblich als Reit- oder Kutschpferd eingesetzt werden (z. B. Reitunterricht, Verleih/Ausritte, therapeutisches Reiten, Droschkenfahrten)

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