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Gelten die Angleichungssätze auch für den Hofnachfolger?

Für jeden in der Übergangszeit bis 2017 neu aufzunehmenden Unternehmer sind die für den Vorgänger festgesetzten Angleichungssätze weiterzuverwenden. Die Regelung soll vorrangig sicherstellen, dass die bei einer Hofabgabe bereits festgesetzten Angleichungssätze auch für den Hofnachfolger gelten. Aus dieser Regelung ergeben sich Fragen. Nachstehend werden die wichtigsten beantwortet.

  • Im Übergangszeitraum findet ein Unternehmerwechsel (z. B. Hofübergabe Vater-Sohn) statt. Einer Hofübergabe vergleichbar ist der Fall, in dem ein Unternehmen als „Ganzes“ durch Vererbung oder Verkauf an einen Nachfolger übertragen wird.
    Lösung:
    Beim Unternehmerwechsel während der Übergangszeit werden die für den abgebenden Unternehmer festgesetzten Angleichungssätze auf den übernehmenden Unternehmer übertragen.
  • Ein Unternehmen wird erst während der Übergangszeit eröffnet (keine Hofnachfolge).
    Lösung:
    Ein Angleichungssatz existiert für dieses Unternehmen nicht, da das Unternehmen zu Beginn der Übergangszeit nicht vorhanden war. Der Beitrag wird sofort nach dem bundeseinheitlichen Beitragsmaßstab berechnet.
  • Im Übergangszeitraum werden zwei oder mehr Unternehmen zu einem Gemeinschaftsunternehmen zusammengeführt.
    Lösung:
    Da die Einzelunternehmen während der Übergangszeit beendet werden, ist das daraus entstehende Unternehmen als eine Neugründung zu werten. Die für die Einzelnunternehmen festgesetzten Angleichungssätze gehen mit Beendigung dieser Unternehmen unter. Da das neu eröffnete Gemeinschaftsunternehmen zu Beginn der Übergangszeit noch nicht existierte, wird sofort ein Beitrag nach dem bundeseinheitlichen Beitragsmaßstab berechnet.
  • Aus einem Gemeinschaftsunternehmen werden ein oder mehrere Teile herausgelöst oder es wird ganz aufgelöst.
    Lösung:
    Die aus dem bisherigen Gemeinschaftsunternehmen herausgelösten Unternehmensteile sind wie Neugründungen zu bewerten. Der für das Gemeinschaftsunternehmen festgesetzte Angleichungssatz ist für die herausgelösten Unternehmensteile nicht zu berücksichtigen. Da die neu eröffneten Unternehmen zu Beginn der Übergangszeit noch nicht existierten, wird der Beitrag sofort nach dem bundeseinheitlichen Beitragsmaßstab berechnet. Wird das Gemeinschaftsunternehmen nicht vollständig aufgelöst, behält das verbleibende Restunternehmen den zu Beginn der Übergangszeit festgesetzten Angleichungssatz. Ist einer der Neuunternehmer selbst bereits Unternehmer und wurde für diesen ein Angleichungssatz festgesetzt, gilt dieser auch für den neu übernommenen Unternehmensteil.
  • Rückwirkende Neuaufnahme eines Unternehmens für die Umlage 2012 oder früher.
    Lösung:

    Für dieses Unternehmen müssen Angleichungssätze für die Überganszeit festgesetzt werden, da zu Beginn der Übergangszeit ein Unternehmen vorhanden war.
  • Rückwirkende Meldung von Änderungen in den Betriebsverhältnissen für die Umlage 2012.
    Lösung:

    Für dieses Unternehmen müssen die Angleichungssätze neu festgesetzt werden, da die Änderungen die Umlage 2012 betreffen und bei der Festsetzung der Angleichungssätze zu berücksichtigen sind.

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