Die Zugehörigkeit zur Risikogruppe ist entscheidend!
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Berücksichtigt die SVLFG bei der Beitragsbemessung das Unfallrisiko?

Die gesetzlichen Regelungen verpflichten die LBG, die Unfallrisiken in den Unternehmen insbesondere durch Bildung von Risikogruppen zu berücksichtigen. Dabei ist ein angemessener solidarischer Ausgleich sicherzustellen.

Schon der Beitragsmaßstab Arbeitsbedarf an sich berücksichtigt durch die unterschiedlichen Arbeitsbedarfansätze für die einzelnen Produktionsverfahren das Ausmaß der menschlichen Arbeit. Neben der Berücksichtigung der wissenschaftlich festgestellten Arbeitsbedarfsansätze findet durch die Bildung von Risikogruppen eine Risikobetrachtung statt. Jede Risikogruppe hat den von ihr verursachten Leistungsaufwand durch eigene Beiträge zu finanzieren. Darüber hinaus sollen auch die in der Risikogruppe zusammengefassten Produktionsverfahren die Leistungsaufwendungen decken. Dies wird jeweils über die gebildeten Risikofaktoren sichergestellt. Für die gesamte LBG beträgt dieser jeweils 1. Liegt der Risikofaktor über 1 ist das Verhältnis „Menge BER zu zugeordnetem Leistungsaufwand“ ungünstig. Liegt der Risikofaktor unter 1, ist das Deckungsverhältnis günstiger.

Risikogruppenfaktor:

Jede Risikogruppe soll den ihr zugeordneten Aufwand durch eigene Beiträge finanzieren. Hierzu wird für jede Risikogruppe zunächst die Menge der Berechnungseinheiten mit dem Hebesatz multipliziert. Dies ergibt das vorläufige Beitragsaufkommen einer Risikogruppe. Die Division des zugeordneten Aufwandes durch das vorläufige Beitragsaufkommen ergibt den Risikogruppenfaktor der jeweiligen Risikogruppe. Der Risikogruppenfaktor stellt sicher, dass jede Risikogruppe den ihr zugeordneten Aufwand durch eigene Beiträge finanziert.

Risikofaktor Produktionsverfahren:

Die in einer Risikogruppe zusammengefassten Unternehmen werden in Produktionsverfahren aufgeteilt (z. B. Risikogruppe Rinderhaltung, Produktionsverfahren: Milchkühe und Deckbullen jeder Art, Mutterkühe inklusive Kälber bis zum Absetzen, sonstige Rinder). Im Gegensatz zum Verfahren für die Risikogruppen müssen die einem Produktionsverfahren zugeordneten Unternehmer den Aufwand dieses Produktionsverfahrens nicht durch eigene Beiträge decken. Über- oder Unterdeckungen im Rahmen festgesetzter Schwellenwerte sind zulässig. Zurzeit betragen die Schwellenwerte 20 %, sodass ein Deckungsgrad zwischen 80 % (unterer Schwellenwert) und 120 % (oberer Schwellenwert) zulässig ist. Werden die Schwellenwerte über- oder unterschritten, wird das Beitragsaufkommen eines Produktionsverfahrens auf den oberen oder unteren Schwellenwert festgesetzt. Hierfür wird der Risikofaktor Produktionsverfahren berechnet. Dieser stellt sicher, dass das Beitragsaufkommen der Unternehmen eines Produktionsverfahrens innerhalb der festgesetzten Schwellenwerte bleibt.

 

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