Wichtig für Pflegepersonen
Angehörige bei Pflege
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Soziale Sicherung von Pflegepersonen

Durch die soziale Pflegeversicherung soll nicht nur die Situation der pflegebedürftigen Personen verbessert, sondern auch zusätzlich eine soziale Sicherung von nicht erwerbsmäßig tätigen „ehrenamtlichen“ Pflegepersonen, wie zum Beispiel von pflegenden Angehörigen oder Nachbarn, erreicht werden.

Deshalb bietet die Pflegeversicherung verschiedene Leistungen für „ehrenamtliche“ Personen, und zwar in der (gesetzlichen)

  •  Rentenversicherung,
  •  Unfallversicherung und
  •  Arbeitslosenversicherung.

„Ehrenamtliche“ Pflegeperson im Sinne des Gesetzes ist , wer einen oder mehrere Pflegebedürftige mit mindestens Pflegegrad 2 wenigstens 10 Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage in der Woche in seiner häuslichen Umgebung pflegt, sofern der Pflegebedürftige Anspruch auf Leistungen aus der sozialen oder aus einer privaten Pflegeversicherung hat. Dabei muss die wöchentliche Mindeststundenzahl, verteilt auf mindestens zwei Tage, entweder durch die Pflegetätigkeit für einen Pflegebedürftigen oder durch Addition einzelner Pflegestunden beziehungsweise Tage bei verschiedenen Pflegebedürftigen erreicht werden.

Die Pflege durch Familienangehörige oder Verwandte stellt sich grundsätzlich als nicht erwerbsmäßig dar, weil in der Regel keine eigenständige Vergütung für die Pflege vereinbart ist, sondern das Pflegegeld als finanzielle Anerkennung für die aufopfernde Hilfe weitergereicht wird.

Bei der Ausübung der Pflegetätigkeit durch sonstige Personen (zum Beispiel Nachbarn oder Bekannte) ist „Nichterwerbsmäßigkeit“ anzunehmen, wenn die finanzielle Anerkennung, die die Pflegeperson für ihre Tätigkeit von dem Pflegebedürftigen erhält, das dem Umfang der Pflegetätigkeit entsprechende Pflegegeld nicht übersteigt. In den vorstehend genannten Fällen ist daher von einer nicht erwerbsmäßigen Pflegetätigkeit auszugehen, sofern die finanziellen Zuwendungen des Pflegebedürftigen an seine Pflegeperson(en) im Monat folgende Beträge nicht übersteigen:

bei Pflegegrad 2 316 EUR
bei Pflegegrad 3 545 EUR
bei Pflegegrad 4 728 EUR
bei Pflegegrad 5 901 EUR

Stand: 01.01.2017

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