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Der Pflegekompass bietet Informationen zu Leistungserbringern ambulanter und stationärer Pflege, Pflegeschwerpunkten, Preisen und mehr.

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Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
34105 Kassel

Sie sind hier: Leistung Leistungen der Pflegeversicherung

Leistungen bei vollstationärer Pflege

Der Anspruch auf vollstationäre Pflege in einer Pflegeeinrichtung besteht für Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 unabhängig davon, ob häusliche oder teilstationäre Pflege möglich ist.

Die Pflegekassen übernehmen die pflegebedingten Aufwendungen, die Aufwendungen für Leistungen der medizinischen Behandlungspflege und der Betreuung in pauschalierter Form. Es gelten folgende monatliche Pauschbeträge:

Pflegegrad

monatlich bis zu

Pflegegrad 2

770 EUR

Pflegegrad 3

1.262 EUR

Pflegegrad 4

1.775 EUR

Pflegegrad 5

2.005 EUR

Pflegebedürftige des Pflegegrades 1, die sich in vollstationärer Pflege befinden, erhalten zu den vorgenannten Aufwendungen einen Zuschuss in Höhe von 125 Euro monatlich.

Für die Pflegesätze im vollstationären Bereich sind in den Pflegegraden 2 bis 5 für die jeweilige Pflegeeinrichtung gleich hohe Beträge für die nicht von der Pflegekasse gedeckten pflegebedingten Kosten vorzusehen (einrichtungseinheitlicher Eigenanteil). Damit wird erreicht, dass der von den Pflegebedürftigen bzw. gegebenenfalls vom Sozialhilfeträger zu tragende Eigenanteil an den pflegebedingten Kosten nicht mit der Schwere der Pflegebedürftigkeit steigt.

Sogenannte Hotelkosten

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung (die sogenannten Hotelkosten) sind vom Pflegebedürftigen allein zu tragen, bei geringem Einkommen gegebenenfalls vom Sozialhilfeträger. Sofern der monatliche Pauschbetrag höher ist als die Summe aus den pflegebedingten Aufwendungen und den Aufwendungen für Leistungen der medizinischen Behandlungspflege und der Betreuung inklusive der Ausbildungsumlage, wenn diese für die Pflegeeinrichtung anfällt, übernimmt die Pflegekasse bis zur Höhe des Pauschbetrages auch Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung.

Kostentragung bei Zusatzleistungen

Zusatzleistungen, die der Pflegebedürftige mit dem Pflegeheim vereinbart hat, zum Beispiel ein besonders luxuriös ausgestattetes Zimmer oder eine besonders zeitintensive „Schönheitspflege“ wie Maniküren oder Pediküren, können allerdings nicht von der Pflegeversicherung abgedeckt werden. Hierfür hat der Pflegebedürftige die Kosten allein zu tragen.

Zahlungsweise

Die Zahlung des Leistungsbetrages erfolgt direkt von der Landwirtschaftlichen Pflegekasse an die Pflegeeinrichtung, so dass der Pflegebedürftige unmittelbar entlastet wird.

Besitzstandsschutz in der vollstationären Pflege

Kein Pflegebedürftiger in der vollstationären Pflege, der schon vor Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs Leistungen erhalten hat (Bestandsfall), soll durch die Überleitung der Pflegesätze bzw. deren Neuverhandlung einen höheren Eigenanteil am Pflegesatz entrichten müssen.

Pflegebedürftige haben bisher einen individuellen Eigenanteil abhängig von ihrer Pflegestufe zu zahlen. In der Regel steigt dieser mit zunehmender Pflegestufe. Der individuelle Eigenanteil setzte sich zusammen aus den pflegebedingten Aufwendungen inklusive der Ausbildungsumlage, die den jeweiligen Leistungsbetrag übersteigen. Hinzu kommen Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten, die der Versicherte zu tragen hat. Ab 1. Januar 2017 haben Pflegebedürftige der Pflegerade 2 bis 5 neben den Kosten für Unterkunft und Verpflegung und Investitionskosten einen vom Pflegegrad unabhängigen einrichtungseinheitlichen Eigenanteil zu entrichten. Der einrichtungseinheitliche Anteil ist für alle Bewohner (Pflegegrad 2 bis 5) einer vollstationären Pflegeeinrichtung gleich hoch.

Ist der einrichtungseinheitliche Eigenanteil im Januar 2017 höher als der individuelle Eigenanteil für die pflegebedingten Aufwendungen im Dezember 2016, ist im Rahmen des Besitzstandsschutzes ein monatlicher Zuschlag in Höhe der Differenz an die Einrichtung zu zahlen.

Der Besitzstandsschutzbetrag ist ein Monatsbetrag und wird auch für Teilmonate (zum Beispiel Einzug, Auszug, Tod) und für Monate mit Abwesenheitszeiten (zum Beispiel Krankenhausaufenthalt) in voller Höhe gezahlt.

Die Prüfung, Berechnung und Zahlung des Zuschlags erfolgt von Amts wegen durch die Landwirtschaftliche Pflegekasse, so dass es keines gesonderten Antrags hierzu bedarf. Sofern im Rahmen des Besitzstandsschutzes die Zahlung eines Zuschlags zu erfolgen hat, erhält der Pflegebedürftige eine schriftliche Mitteilung über die Höhe des monatlichen Zuschlags.

Stand: 1.Januar 2017

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