Gut versorgt auch im Pflegefall
altes Paar auf Parkbank
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Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Pflegebedürftige der Pflegegrade 1 bis 5 haben Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, die zur Erleichterung der Pflege oder zur Minderung der Beschwerden beitragen oder dem Pflegebedürftigen eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen, soweit solche Hilfsmittel nicht bereits von der landwirtschaftlichen Krankenkasse oder einem anderen Leistungsträger zu erbringen sind. Es wird unterschieden zwischen technischen Pflegehilfsmitteln (zum Beispiel Pflegebetten, Hausnotrufsysteme) und zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln. Zu technischen Pflegehilfsmitteln sind Zuzahlungen des Pflegebedürftigen vorgesehen. Pflegebedürftige unter 18 Jahren brauchen keine Zuzahlung zu technischen Pflegehilfsmitteln leisten.

Technische Pflegehilfsmittel sollen nach Möglichkeit geliehen werden. Hier entfällt dann die Zuzahlung. Lehnt der Pflegebedürftige die leihweise Überlassung ohne zwingenden Grund ab, trägt er alle Kosten selbst.

Zuzahlungen sind pro Kalenderjahr nur bis zur Belastungsgrenze zu leisten. Diese beträgt zwei Prozent der jährlichen Familien-Bruttoeinnahmen, bei schwerwiegend chronisch Kranken ein Prozent dieser Einnahmen. Bereits geleistete Zuzahlungen für Leistungen aus der Krankenversicherung können berücksichtigt werden.

Darüber hinaus können auch die Aufwendungen für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel übernommen werden, die für die Durchführung der Pflege benötigt werden, wie zum beispiel Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe sowie Bettschutzeinlagen. Die Landwirtschaftliche Pflegekasse beteiligt sich an diesen Kosten bis zu einem Betrag von 40 Euro monatlich. Hierfür ist vom Versicherten keine Zuzahlung zu leisten.

Ferner können Pflegebedürftigen der Pflegegrade 1 bis 5 in besonders gelagerten Einzelfällen Zuschüsse bis zu 4.000 Euro für pflegebedingte Umbaumaßnahmen in der Wohnung des Pflegebedürftigen (zum Beispiel für Türverbreiterungen oder fest installierte Rampen für Rollstuhlfahrer) gewährt werden. Dieser Zuschuss kann bis zu viermal 4.000 Euro, also 16.000 Euro betragen, wenn mehrere Pflegebedürftige zusammen wohnen.

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