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Wichtige Impfungen für Jugendliche/Erwachsene

Neu: Gürtelrose

Die STIKO empfiehlt die allgemeine Anwendung des adjuvantierten Herpes zoster-subunit-(HZ/so)Totimpfstoffes als Standardimpfung zur Verhütung von Herpes zoster (Gürtelrose), seinen Komplikationen und Spätfolgen für Personen ab einem Alter von 60 Jahren.

Aufgrund des erhöhten Risikos für immunsupprimierte Personen und Patient/-innen mit anderen schweren Grundkrankheiten, an HZ und deren Komplikationen wie der postherpetischen Neuralgie zu erkranken, empfiehlt die STIKO Personen ab einem Alter von 50 Jahren mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grundkrankheit die Impfung mit dem HZ/su-Totimpfstoff als Indikationsimpfung. Zu dieser Gruppe gehören beispielsweise Personen mit:

  • Angeborener oder erworbener Immundefizienz oder Immunsuppression;
  • HIV-Infektion
  • Rheumatoider Arthritis
  • Systemischem Lupus erythematodes
  • Chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
  • Chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen oder Asthma bronchiale;
  • Chronischer Niereninsuffizienz
  • Diabetes mellitus

Die LKK erstattet damit ab sofort die Kosten gemäß der aktuellen Impfempfehlung der STIKO. Die ärztliche Impfleistung umfasst neben der Verabreichung des Impfstoffes auch die Erhebung der Impfanamnese, die Information über Nutzen und Risiken der Impfung sowie den Eintrag im Impfpass.

Grippe (Influenza)

Die STIKO empfiehlt diese Impfung u. a. für Personen über 60 Jahre und alle Menschen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung (z. B. mit chronischen Lungen-, Herz-Kreislauf, Leber- und Nierenkrankheiten, Stoffwechselkrankheiten, Immundefekten). Die Grippe ist hoch ansteckend. Die Übertragung der unter Umständen gefährlich verlaufenden Krankheit erfolgt unter anderem durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen (Sprechen, Husten, Niesen).

FSME (FrühSommerMeningoEncephalitis)

Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen FSME Personen, die in Risikogebieten dem Erreger, beziehungsweise den ihn übertragenden Zecken, ausgesetzt sind oder Personen, die beruflich gefährdet sind (z. B. Forstarbeiter). Über die Hälfte der Infektionen verläuft ohne oder nur mit schwach ausgeprägten Symptomen. Bei einigen Patienten tritt aber außerdem noch eine Hirnhaut- und / oder eine Gehirnentzündung auf.

Gebärmutterhalskrebs

Jedes Jahr erkranken in Deutschland zwischen 6.000 und 6.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Hauptverantwortlich für die Entstehung ist das humane Papillomavirus (HPV). Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt zur Reduktion der Krankheitslast durch den Gebärmutterhalskrebs für alle Mädchen eine Impfung gegen HPV. Das empfohlene Impfalter ist 9 bis 14 Jahre. Spätestens bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sollten versäumte Impfungen gegen HPV nachgeholt werden.

HPV-Impfungen für Jungen

Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen humane Papillomaviren (HP-Viren) bei Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Eine Nachholimpfung wird bis zum Alter von 17 Jahren empfohlen.

Es gibt eine Vielzahl von HP-Viren, die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Diese Viren bleiben lebenslang im Körper und verursachen je nach Typ Genitalwarzen oder auch verschiedene Krebsarten. Am häufigsten ist Gebärmutterhalskrebs bei Frauen. Krebsformen im Mund- und Rachenraum und am Darmausgang können ebenfalls durch eine Infektion mit dem HP-Virus verursacht werden. Männer sind – abgesehen vom Gebärmutterhalskrebs – von allen Erkrankungen genauso betroffen wie Frauen.

Hepatitis A

Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen Hepatitis A nur im Ausnahmefall (medizinisches Personal, Personen mit chronischer Lebererkrankung).

Nutzen Sie die Beratung Ihres Arztes

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt über den Nutzen der Impfung, mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen und über die Risiken der zu verhütenden Krankheit informieren.

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