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Vorsorge

Medizinische Vorsorgeleistungen zielen darauf ab, eine Schwächung der Gesundheit, die in absehbarer Zeit voraussichtlich zu einer Krankheit führen würde, zu beseitigen, einer Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes entgegen zu wirken, Krankheiten zu verhüten oder deren Verschlimmerung und insbesondere auch den Eintritt von Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.

Vorsorgeleistungen am Wohnort

Es handelt sich um ein gestuftes Leistungsangebot, wobei zunächst ambulante Leistungen am Wohnort (ärztliche Behandlung, Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel) zur Erreichung des Behandlungsziels eingesetzt werden sollen.

Ambulante Vorsorgeleistungen in Kurorten

Sofern die ärztliche Behandlung am Wohnort nicht mehr ausreicht oder wenn aufgrund besonderer beruflicher oder familiärer Umstände medizinische Vorsorgemaßnahmen am Wohnort nicht in Anspruch genommen werden können, kann die landwirtschaftliche Krankenkasse ambulante Vorsorgeleistungen in staatlich anerkannten Kurorten oder Heilbädern, auch als ambulante bzw. freie Badekur bekannt, bewilligen.

Leistungen der landwirtschaftlichen Krankenkasse:

  • Kurarztschein für die kostenfreie kurärztliche Behandlung am Kurort.
  • Übernahme der vom Kurarzt verordneten Heilmittel. Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, haben zu den Kosten der Heilmittelanwendung im Rahmen ambulanter Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent der Kosten sowie 10 Euro je Verordnung zu leisten (siehe Rubrik Belastungsgrenze für Zuzahlungen).
  • Zahlung eines Zuschusses in Höhe von bis zu 16 Euro kalendertäglich zu den Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Kurtaxe sowie An- und Abreise. Für chronisch kranke Kleinkinder wird ein Zuschuss in Höhe von bis zu 25 Euro kalendertäglich gezahlt.(Stand: 1. Januar 2016)

Die Versicherten können den geeigneten Kurort selbst wählen. Näheres zu ambulanten Kuren im Ausland erfragen Sie bitte bei der landwirtschaftlichen Krankenkasse.

Stationäre Vorsorgeleistungen

Reichen ambulante Vorsorgeleistungen nicht mehr aus, kann die landwirtschaftliche Krankenkasse die Kosten einer Behandlung mit Unterkunft und Verpflegung in einer stationären Vorsorgeeinrichtung übernehmen.

Die landwirtschaftliche Krankenkasse wählt die Vorsorgeeinrichtung nach den medizinischen Erfordernissen aus. Die Belange pflegender Angehöriger werden hierbei besonders berücksichtigt.

Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, entrichten eine Zuzahlung von 10 Euro je Tag an die Vorsorgeeinrichtung (s. Belastungsgrenze für Zuzahlungen).

Vorsorgeuntersuchungen im Überblick

Für Frauen und Männer
  • Check-up (allgemeine Gesundheitsuntersuchung) Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen,Zuckerkrankheit Alter: ab 35 Häufigkeit: alle zwei Jahre
  • Früherkennung von Hautkrebs Hautkrebs-Screening Alter: ab 35 Häufigkeit: alle zwei Jahre
  • Früherkennung von Darmkrebs - Dickdarm- und Rektumuntersuchung Alter: ab 50 Häufigkeit: einmal im Jahr
  • Untersuchung des Stuhls auf verborgenes Blut im Alter von 50 bis 54 Jahren einmal jährlich.
  • Ab 55 Jahren können sich die Versicherten entscheiden:
    • Spiegelung des gesamten Dickdarms (zwei Untersuchungen im Abstand von zehn Jahren) oder
    • Untersuchung des Stuhls auf verborgenes Blut alle zwei Jahre

Für Frauen

  • Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs Alter: ab 20 Häufigkeit: einmal im Jahr
  • Früherkennung von Brustkrebs Brustuntersuchung (in Verbindung mit einer Untersuchung der entsprechenden Hautregion) Alter: ab 30 Häufigkeit: einmal im Jahr
  • Mammographie-Screening Alter: ab 50 bis 69 Häufigkeit: alle zwei Jahre

          Weitere Informationen hierzu unter www.mammo-programm.de

Für Männer

  • Früherkennung von Prostatakrebs Prostatauntersuchung, Genitaluntersuchung (in Verbindung mit einer Untersuchung der entsprechenden Hautregion) Alter: ab 45 Häufigkeit: einmal im Jahr

Regelmäßige Vorsorge und Früherkennung sind wichtig

Versicherte müssen nur Zuzahlungen im Kalenderjahr höchstens bis zu ihrer individuellen Belastungsgrenze leisten. Diese beträgt 2 Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Für chronisch Kranke, die wegen derselben schwerwiegenden Krankheit in Dauerbehandlung sind, beträgt sie 1 Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt.

Um von der gesenkten Belastungsgrenze auch künftig profitieren zu können, ist es für nach dem 01.04.1972 geborene Versicherte erforderlich, die regelmäßige Inanspruchnahme der ärztlichen Gesundheitsuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten, insbesondere zur Früherkennung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie der Zuckerkrankheit, nachweisen zu können.

Verhütung von Zahnerkrankungen

Die landwirtschaftliche Krankenkasse fördert Maßnahmen zur Erkennung und Verhütung von Zahnerkrankungen. Hierbei wird zwischen der Gruppen- und Individualprophylaxe unterschieden. Die Leistungen der Gruppenprophylaxe, die sich insbesondere auf die Untersuchung der Mundhöhle, Ernährungsberatung, Zahnschmelzhärtung und Mundhygiene erstrecken, können Versicherte unter zwölf Jahren in Anspruch nehmen. In Schulen und Behinderteneinrichtungen, in denen das Kariesrisiko der Schüler überproportional hoch ist, werden die Maßnahmen bis zum 16. Lebensjahr durchgeführt. Die Maßnahmen sollen vorrangig in Form von Reihenuntersuchungen in Kindergärten und Schulen durchgeführt werden.

Für Kinder mit besonders hohem Kariesrisiko werden spezielle Programme angeboten. Kinder, die das sechste Lebensjahr, aber noch nicht das 18. Lebensjahr, vollendet haben, können sich zur Verhütung von Zahnerkrankungen einmal in jedem Kalenderhalbjahr untersuchen lassen. Diese individualprophylaktischen Leistungen umfassen auch Maßnahmen zur Schmelzhärtung. Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres besteht ferner Anspruch auf Fissurenversiegelung der hinteren Backenzähne (Molaren).

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