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Ergänzende Leistungen zur Rehabilitation

Um das Ziel der medizinischen Rehabilitation zu erreichen oder zu sichern, übernimmt die landwirtschaftliche Krankenkasse zum Beispiel folgende Leistungen:

  • Rehabilitationssport und Funktionstraining
  • Patientenschulung oder
  • sozialmedizinische Nachsorge für Kinder.

Rehabilitationssport und Funktionstraining

Rehabilitationssport und Funktionstraining sind für behinderte und von der Behinderung bedrohte Menschen entwickelte Therapien mit dem Ziel, die Betroffenen auf Dauer in das Arbeitsleben und in die Gesellschaft einzugliedern. Sie werden mit dem Ziel der „Hilfe zur Selbsthilfe“ zur Verfügung gestellt und in der Regel für einen begrenzten Zeitraum bewilligt.

Rehabilitationssport ist darauf ausgerichtet, insbesondere Ausdauer, Koordination, Flexibilität und Kraft zu stärken. Rehabilitationssport kann bei Bedarf auch Übungen für behinderte oder von Behinderung bedrohte Frauen und Mädchen, die der Stärkung des Selbstbewusstseins dienen, beinhalten.

Funktionstraining dient dem Erhalt von Funktionen, der Beseitigung oder Verbesserung von Störungen und Funktionen sowie dem Hinauszögern von Funktionsverlusten einzelner Organsysteme/Körperteile.

Die Verordnung von Rehabilitationssport bzw. Funktionstraining muss durch einen Vertragsarzt ausgestellt werden; hierfür steht das bundeseinheitliche Muster 56 zur Verfügung, das sowohl von Vertragsärzten als auch von den Rehabilitationssport-/Funktionstrainingsgruppen vorgehalten wird.

Die Durchführung wird in Gruppen mit dafür speziell ausgebildeten Übungsleitern sichergestellt. Beim Rehabilitationssport ist darüber hinaus eine ärztliche Überwachung erforderlich. Der Übende soll angeleitet und motiviert werden, nach dem Ablauf der Leistung weitere Übungen in Eigenverantwortung durchzuführen.

Die weiteren Voraussetzungen und konkrete Vorgaben zur Leistungsdauer regelt die bundeseinheitliche Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 01.01.2011.

Im Zusammenhang mit Rehabilitationssport und Funktionstraining können keine Mitgliedsbeiträge und keine Fahr- und Reisekosten übernommen werden.

Patientenschulungen

Patientenschulungen sind strukturierte Fortbildungsprogramme für Patienten bei denen die Lehrveranstaltung (meist in Kurs- oder Seminarform) nicht nur von Ärzten, sondern auch von Fachleuten aus anderen Berufen des Gesundheitswesens, wie Arzthelferinnen, Gesundheits- und Krankenpflegern, Ergotherapeuten, Krankengymnasten, Ernährungsberatern oder Psychologen durchgeführt wird. Patientenschulungen haben das Ziel, die Selbstkompetenz der Betroffenen zu erhöhen. Durch die Vermittlung des Wissens und praktische Hilfen können auch bei chronischen Krankheiten nicht selten Lebenserwartung und Lebensqualität erhöht werden. Die landwirtschaftliche Krankenkasse kann sich an den Kosten für wirksame Patientenschulungsmaßnahmen beteiligen.

Sozialmedizinische Nachsorge für Kinder

Die sozialmedizinische Nachsorge ist eine Leistung der landwirtschaftlichen Krankenkasse, die sich unmittelbar an eine Krankenhausbehandlung oder eine stationäre Rehabilitation anschließt. Mit dieser Nachsorge werden chronisch kranken oder schwerstkranken Kindern, die das 14. Lebensjahr und in besonders schwerwiegenden Fällen das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, die erforderlichen sozialmedizinischen Nachsorgemaßnahmen ermöglicht. Dies gilt, wenn die Nachsorge aufgrund der Art, Schwere und Dauer der Erkrankung notwendig ist, um den stationären Aufenthalt zu verkürzen oder die anschließende ambulante Behandlung sicherzustellen. Neben der Sicherstellung des Behandlungserfolges ist die Integration des kranken Kindes in seinem Umfeld eine wesentliche Aufgabe der sozialmedizinischen Nachsorge. Die weiteren Leistungsvoraussetzungen und den Leistungsumfang regelt eine Rahmenvereinbarung der Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene.

Bei Fragen zu diesen Leistungen oder zu Leistungserbringern ist Ihnen die landwirtschaftliche Krankenkasse gern behilflich.

 

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