Auch im Alter ein verläßlicher Partner
Senioren
Sie sind hier: Leistung Leistungen der Alterssicherung Renten

Allgemeine Vorschriften über Renten

Antrag

Die Bewilligung einer Rente erfolgt auf Antrag. Der Rentenantrag kann zunächst formlos gestellt werden, zum Beispiel telefonisch. Dadurch wird ein schriftlicher Antrag aber nicht entbehrlich. Antragsformulare finden Sie hier.

Achtung: Der Rentenbeginn ist in der Regel auch vom Zeitpunkt der Antragstellung abhängig. Die rechtzeitige Antragstellung sichert daher den frühestmöglichen Beginn der Zahlung. Da die Alterskasse vor der Rentenzahlung die jeweiligen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen prüfen muss, empfiehlt es sich, den Rentenantrag etwa drei Monate vor dem gewünschten Rentenbeginn zu stellen.

Beginn der Renten

Die Renten aus eigener Versicherung, also Regelaltersrenten, vorzeitige Altersrenten und Renten wegen Erwerbsminderung werden von dem Kalendermonat an geleistet, zu dessen Beginn die Voraussetzungen erfüllt sind (sämtliche Anspruchsvoraussetzungen müssen spätestens am letzten Tag des Vormonats erfüllt sein), wenn der Antrag innerhalb von drei Kalendermonaten nach diesem Zeitpunkt gestellt wird. Wird der Antrag später gestellt, beginnt die Rente mit Beginn des Antragsmonats.

Eine Hinterbliebenenrente (Witwen-/Witwerrente, Waisenrente) wird von dem Kalendermonat an geleistet, zu dessen Beginn die Anspruchsvoraussetzungen für die Rente erfüllt sind (sämtliche Anspruchsvoraussetzungen müssen spätestens am letzten Tag des Vormonats erfüllt sein). Die Hinterbliebenenrente kann bereits vom Todestag an gezahlt werden, wenn der Versicherte keine Rente bezogen hat.

Achtung: Eine Hinterbliebenenrente wird nicht für mehr als zwölf Kalendermonate vor dem Monat, in dem die Rente beantragt wird, geleistet.

Wegfall der Renten

Die Renten fallen mit Ablauf des Monats weg, in dem die anspruchsbegründenden Voraussetzungen nicht mehr vorliegen oder der Berechtigte verstirbt.

Ruhen der Renten

  • Übernimmt der Rentenempfänger ein landwirtschaftliches Unternehmen oder Unternehmensteile, deren Wirtschaftswert allein oder zusammen mit demjenigen nicht abgegebener Unternehmensteile 100 Prozent der maßgebenden Mindestgröße erreicht oder überschreitet,
  • wird er Mitunternehmer eines Unternehmens der Landwirtschaft, Gesellschafter einer Personenhandelsgesellschaft oder Mitglied einer juristischen Person, die ein Unternehmen der Landwirtschaft betreibt oder
  • endet die Abgabe oder Stilllegung des Unternehmens vor Ablauf von neun Jahren,

ruht der Anspruch auf die Rente vom Beginn des folgenden Monats an.

Diese Folge tritt auch dann ein, wenn der Berechtigte mindestens 100 Bienenvölker hält, eine durchschnittlich mindestens 240 Großtiere umfassende Schafherde hält oder ein Fischereiausübungsrecht innehat, das ihn mindestens 120 Arbeitstage jährlich in Anspruch nimmt.

Entzug und Versagen von Renten

Die Landwirtschaftliche Alterskasse kann die Rente ganz oder teilweise versagen oder entziehen, wenn der Berechtigte den ihm zumutbaren Mitwirkungspflichten nicht nachkommt.

Besteuerung von Renten

Im Jahr 2005 ist für Renten die nachgelagerte Besteuerung eingeführt worden. Renten, die im Jahr 2005 oder vorher begonnen haben, sind zu 50 Prozent steuerpflichtig. Erhöhungen, die auf gesetzlichen Rentenanpassungen beruhen, sind voll steuerpflichtig. Der steuerpflichtige Anteil an der Rente steigt je nach Rentenbeginn um jährlich 2 Prozentpunkte. Beispielsweise sind von einer im Jahr 2013 beginnenden Rente 66 Prozent steuerpflichtig, bei einem Rentenbeginn im Jahr 2014 liegt der steuerpflichtige Anteil bei 68 Prozent.

Der steuerpflichtige Anteil der in der Alterssicherung der Landwirte erreichbaren Rentenhöhen liegt dabei deutlich unter dem Grundfreibetrag, so dass Steuern nur zu zahlen sind, wenn neben der Rente weitere steuerpflichtige Einnahmen (z. B. andere Renten, Pachteinnahmen, Zinsen) erzielt werden.

[Druckversion] [Startseite]
© 2017 Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)