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Erfüllung der Wartezeit von fünf Jahren durch den verstorbenen Ehegatten

Auf die Wartezeit von fünf Jahren werden Beitragszeiten des Verstorbenen angerechnet. Beitragszeiten sind solche, für die Pflichtbeiträge oder freiwillige Beiträge zur landwirtschaftlichen Alterskasse gezahlt sind. 

Neben diesen Beitragszeiten können auch Zeiten, die der Verstorbene in anderen Vorsorgesystemen zurückgelegt hat, angerechnet werden. Dies sind:

  • Pflichtbeitragszeiten zu einem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung (Deutsche Rentenversicherung) sowie die diesen Zeiten gleichgestellten Zeiten der Sozialversicherung der ehemaligen DDR,
  • Zeiten einer Versicherungsfreiheit in der gesetzlichen Rentenversicherung, z. B. als Beamter, Richter, Berufs - oder Zeitsoldat sowie sonstige beamtenähnlich gesicherte Personen,
  • Zeiten einer Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung, z. B. Angestellte und selbständig Tätige, die einer berufsständischen Versorgungseinrichtung angehören; Lehrer und Erzieher an privaten Schulen, falls eine beamtenähnliche Absicherung besteht,
  • bestimmte ausländische Zeiten nach über- und zwischenstaatlichem Recht.

Bitte beachten:

Zeiten aus diesen Vorsorgesystemen können nicht angerechnet werden, wenn für diese Zeiten bereits Beiträge zur Alterskasse gezahlt sind oder der Verstorbene als Unternehmer von der Versicherungspflicht zur Alterskasse befreit war.

Ist zugunsten von Versicherten ein Versorgungsausgleich durchgeführt worden, wird das übertragene Anrecht in Wartezeitmonate umgerechnet.

Beiträge des Verstorbenen als Landwirt oder Weiterversicherter, die für Zeiten vor dem 1. Januar 1995 zur Alterskasse gezahlt wurden, werden in der Regel auf die Wartezeit nur angerechnet, wenn diese lückenlos mindestens bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres des Verstorbenen oder bis zum Tod entrichtet wurden.

Die Wartezeit von fünf Jahren ist vorzeitig erfüllt, wenn der versicherungspflichtige Ehegatte aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit - die Versicherungsfälle müssen nach dem 31. Dezember 1994 eingetreten sein - verstorben ist.

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