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Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
34105 Kassel

PDF-Datei Antrag auf Erwerbsminderungsrente (inkl. Anlagen) Landwirtschaft

PDF-Datei Antrag auf Erwerbsminderungsrente (inkl. Anlagen) Gartenbau


 

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Hinzuverdienst bei Renten wegen Erwerbsminderung

Renten wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung werden in Abhängigkeit von der Höhe eines Hinzuverdienstes geleistet.

Erzielt der Rentner zeitgleich zu seiner Rente einen Hinzuverdienst, der bestimmte Grenzwerte ("Hinzuverdienstgrenze") überschreitet, wird die Rente nicht oder nur zu einem  Anteil gezahlt. Abhängig von der Höhe des Hinzuverdienstes wird die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung in voller Höhe oder zur Hälfte und die Rente wegen voller Erwerbsminderung in voller, in Höhe von drei Vierteln, zur Hälfte oder in Höhe eines Viertels gezahlt. Ein Hinzuverdienst kann jedoch auch dazu führen, dass die Rente nicht mehr gezahlt wird.

Zum Hinzuverdienst zählen das zeitgleich zur Rente erzielte

  • Arbeitsentgelt aus einer Beschäftigung,
  • Arbeitseinkommen aus einer selbständigen Tätigkeit, mit Ausnahme der Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft,
  • vergleichbares Einkommen,
  • Vorruhestandsgeld

sowie

  • bestimmte Erwerbsersatzeinkommen. die neben der Rente geleistet werden.

Zum anrechenbaren Erwerbsersatzeinkommen zählen insbesondere Kranken- und Verletztengeld , Versorgungskrankengeld, Mutterschaftsgeld, Übergangs- und Unterhaltsgeld sowie Insolvenz- und Arbeitslosengeld.

Als Hinzuverdienst wird grundsätzlich nicht das Erwerbsersatzeinkommen selbst, sondern das diesem zugrunde liegende monatliche Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen berücksichtigt.

Die Hinzuverdienstgrenzen, bei deren Überschreiten die Erwerbsminderungsrenten ganz oder teilweise nicht mehr zu zahlen sind, sind dynamisch ausgestaltet, das heißt, sie stellen mit Ausnahme des festen Grenzwertes von 450 Euro (neu ab 01.01.2013) bei der vollen Erwerbsminderungsrente auf die monatliche Bezugsgröße ab. Die Bezugsgröße wird regelmäßig zum 1. Januar eines Jahres neu festgesetzt. Folglich sind mit diesem Zeitpunkt auch die dynamischen Hinzuverdienstgrenzen anzupassen.

Für die neuen Bundesländer gelten bis auf den genannten festen Grenzwert abweichende Grenzbeträge, die immer dann anzusetzen sind, wenn anzurechnendes Einkommen ausschließlich auch dort erzielt worden ist. Die Hinzuverdienstgrenzen werden nach einem besonderen Berechnungsschema auf Basis von Bezugsgröße und allgemeinem Rentenwert ermittelt. Dieser allgemeine Rentenwert unterliegt ebenfalls einer jährlichen Anpassung, regelmäßig zum 1. Juli eines Jahres. Demzufolge sind die für die neuen Bundesländer geltenden Hinzuverdienstgrenzen nicht nur in Hinblick auf die Bezugsgröße zum 1. Januar eines Jahres, sondern zudemder Änderung des Rentenwertes folgend zum 1. Juli eines Jahres anzupassen.

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