Landwirt mit Krücken
Sie sind hier: Leistung Leistungen der Unfallversicherung Geldleistungen/Entschädigung Verletztenrente

Rentenhöhe bei landwirtschaftlichen Unternehmern und ihren Ehegatten bzw. Lebenspartnern

Die Höhe der Rente ist vom Jahresarbeitsverdienst (JAV), dem Lebensalter und der Minderung der Erwerbsfähigkeit abhängig. Bei landwirtschaftlichen Unternehmern und ihren Ehegatten bzw. Lebenspartnern beträgt der JAV unabhängig vom bezogenen Arbeitsentgelt und erzielten Arbeitseinkommen ab 01.07.2017 12.653,41 Euro. Dieser JAV wird jeweils zum gleichen Zeitpunkt angepasst, zu dem die Renten der gesetzlichen RV angepasst werden. Für Unternehmer, deren Ehegatten oder Lebenspartner ermäßigt sich der JAV um einen bestimmten Prozentsatz, wenn sie zum Zeitpunkt des Versicherungsfalles das 65., das 70. beziehungsweise das 75. Lebensjahr vollendet haben.

Die Altersabschläge gelten auch dann, wenn dieser Personenkreis zum Zeitpunkt des Versicherungsfalles das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, jedoch bereits Leistungen aus der Alterssicherung für Landwirte erhält.

Eine Vollrente (MdE 100 Prozent) beträgt zwei Drittel des JAV, bei einem Unternehmer ab 01.07.2017   8.435,61 Euro jährlich beziehungsweise 702,97 Euro monatlich.

Die Rentenformel lautet:

JAV x  2/3  (Vollrente) x  MdE in Prozent.

Die Rente wird als Jahresrente berechnet und als laufende Rente monatlich ausgezahlt.

Bei Schwerverletzten (MdE 50 Prozent und mehr) erhöht sich bei Renten auf unbestimmte Zeit der Jahresarbeitsverdienst. Ist die Erwerbsfähigkeit in Höhe von 50 bis unter 75 Prozent gemindert, wird der Betrag um 25 Prozent auf 15.816,76 Euro ab 01.07.2017, bei einer MdE von 75 Prozent und mehr um 50 Prozent auf  18.980,12 Euro ab 01.07.2017 erhöht. Renten in Form der vorläufigen Entschädigung nehmen an der Erhöhung nicht teil.

Schwerverletzte, die in Folge des Versicherungsfalles einer Erwerbstätigkeit nicht mehr nachgehen können und die keinen Anspruch auf Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung haben, erhalten eine um 10 Prozent erhöhte Leistung. Das gilt auch dann, wenn Leistungen aus der Alterssicherung der Landwirte gewährt werden.

Zusatzversicherung

In vielen Fällen kann der Einkommensverlust nach einem Arbeitsunfall durch die vergleichsweise geringen Geldleistungen nicht ausgeglichen werden. Auf freiwilliger Basis kann deshalb ein höherer Jahresarbeitsverdienst zusätzlich versichert werden. Im Versicherungsfall besteht nach Abschluss einer Zusatzversicherung Anspruch auf höhere Geldleistungen.

[Druckversion] [Startseite]
© 2017 Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)