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Kontakt:

Begutachtungsstelle AMS
der Sozialversicherung für
Landwirtschaft, Forsten
und Gartenbau
Weißensteinstraße 70 - 72
34131 Kassel

Tel.: +49 561 785-13302
E-Mail: ams_pf@svlfg.de
Sie sind hier: Prävention Prüfung/Zertifizierung Arbeitsschutz-Management-System im Unternehmen

Begutachtungsverfahren

1. Vorgehensweise

Begutachter:
Der Begutachter ist eine Aufsichtsperson der SVLFG und wird im Bedarfsfall von weiteren Mitarbeitern des Bereiches Prävention unterstützt.

Begutachtung der AMS-Dokumente
In Abstimmung mit dem Unternehmen erstellt der Begutachter einen Begutachterplan, der folgende Festlegungen enthält:

  • Benennung der Begutachtungsmitglieder
  • Datum, Ort und Zeitplan der Begutachtung

 

Nach einer Terminabstimmung zwischen dem Begutachter und dem Mitgliedsunternehmen können AMS-Dokumente vorab eingesehen und der Begutachtung unterzogen werden.

Die Begutachtung erfolgt hinsichtlich der AMS-Begutachtungskriterien. Die Dokumentation muss mindestens zu den folgenden Schwerpunkten von der Unternehmensleitung festgelegte Aussagen und Regelungen enthalten:

  • Aufstellen einer Arbeitsschutzpolitik
  • Festsetzung der Arbeitsschutzziele
  • Verantwortungsbereiche strukturieren
  • Gefährdungsbeurteilung
  • Beratung und Kommunikation
  • Beschaffungswesen
  • Qualifikation und Weiterbildung
  • Regelungen für Notfälle
  • Ergebniskontrolle

 

Die Begutachtung wird protokolliert und von den Teilnehmenden der Begutachtung unterzeichnet. Der im Anschluss an die Begutachtung zu erstellende Begutachtungsbericht wird im Original dem Unternehmen zugesandt. Eine Kopie erhält die Koordinierungsstelle SVLFG.

2. Begutachtung im Betrieb


Eingangsgespräch:

Vor Begutachtungsbeginn erfolgt ein Eingangsgespräch. Dieses dient der gegenseitigen Vorstellung und Besprechung kurzfristiger Änderungen im Begutachtungsverfahren. Der Unternehmer übergibt dem Begutachter eine Aufzeichnung über die an diesem Tage vorgesehenen Baustellen nebst Verzeichnis der dort anwesenden Mitarbeiter.

Begutachtung:
Durch Befragungen, Prüfungen von Aufzeichnungen und Beobachtungen von Tätigkeiten in den betreffenden Bereichen des Mitgliedsunternehmens wird die Umsetzung des AMS anhand vereinbarter Dokumente oder anderer vergleichbarer Umsetzungshilfen beurteilt und bewertet. Begutachtungsfeststellungen, die bedeutsam erscheinen, werden dokumentiert und untersucht.

Es wird geprüft, ob die erstellten betrieblichen Regelungen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes

  • vollständig beschrieben sind,
  • angewiesen und den Beschäftigten bekannt sind,
  • verstanden werden und ob
  • das System wirksam ist.

 

Die Angaben zu den Anforderungskriterien werden geprüft. Während der Begutachtung kann der Begutachter Änderungen im Begutachtungsablauf vornehmen, falls dies geboten ist, um die optimale Erfüllung der Begutachtungsziele sicherzustellen. Es können Empfehlungen für Verbesserungspotenziale hinsichtlich des sichereren und wirtschaftlicheren Betriebes gegeben werden.

3. Abschlussgespräch


Der Begutachter legt den zuständigen Verantwortlichen des Unternehmens die Begutachtungsfeststellungen so dar, dass die Ergebnisse der Begutachtung eindeutig verstanden werden.

Abschließend wird das Unternehmen darauf hingewiesen, dass jährlich eine interne Überprüfung der Funktionstätigkeit des AMS (verpflichtende Selbstauskunft) durch das Unternehmen erfolgt.

4. Kriterien zum Abbruch der Begutachtung

Wenn zum Zeitpunkt der Begutachtung die vorab vereinbarten Rahmenbedingungen vonseiten des Unternehmens nicht eingehalten werden können, kann der Begutachter die Begutachtung abbrechen. Gegebenenfalls kann ein weiterer Begutachtungstermin vereinbart werden.

5. Bericht zur Begutachtung

Der Bericht zur Begutachtung wird von dem Begutachter selbst erstellt und von diesem unterzeichnet. Der Begutachter stellt sicher, dass die Begutachtung verfahrenskonform durchgeführt worden ist und die dazugehörigen Unterlagen vollständig und plausibel sind. Ferner muss der Begutachter die Begutachtungsdokumente über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren aufbewahren und auf Nachfrage vorlegen können.

6. Abschluss der Begutachtung

Die Begutachtung ist mit der Übergabe des Begutachtungsberichtes einschließlich der Bescheinigung abgeschlossen.

7. Bescheinigung

Vom zuständigen Leiter des Bereiches Prävention der SVLFG wird dem Mitgliedsunternehmen eine Bescheinigung ausgestellt. Diese bestätigt, dass das Unternehmen die Anforderungen des AMS der branchenspezifischen Umsetzung des nationalen Leitfadens für Arbeitsschutzmanagementsysteme, erfüllt. Kann aufgrund der im Begutachtungsbericht aufgeführten Begutachtungsfeststellungen keine Bescheinigung ausgestellt werden, so erfolgt eine Nachbegutachtung nach Beseitigung der Feststellungen.

8. Aberkennung der AMS-Bescheinigung

Kriterien, die zur Aberkennung der Bescheinigung nach einer anlassbezogenen Begutachtung durch die SVLFG führen, sind z.B.:

  • Missbrauch der Bescheinigung
  • Erhebliche negativ dokumentierte Veränderungen der Arbeitsschutzleistungen (z. B. schwerer Unfall aufgrund organisatorischer Mängel)
  • Erlöschen des Unternehmens (auch Umfirmierung)


9. Gültigkeit

Die Gültigkeit der Bescheinigung ist ab Ausstellungsdatum auf drei Jahre befristet. Mit Ablauf der Gültigkeit kann vom Mitgliedsunternehmen eine Neuausstellung der Bescheinigung für weitere drei Jahre in Verbindung mit einer Wiederbegutachtung beantragt werden.

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