Sicher arbeiten im Forst
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Aufarbeitung von Bäumen mit Schädlingsbefall

Forstfachleute befürchten aufgrund der anhaltenden Trockenheit 2015  eine starke Vermehrung des Borkenkäfers. Das zügige Aufarbeiten von befallenen Bäumen hat dann wieder Priorität.

Bei aller Dringlichkeit dieser Arbeit muss die Sicherheit bei der Waldarbeit ganz obenan stehen. Der Blick in die Unfallstatistik der Jahre mit hohem Käferholzeinschlag gibt Anlass zur Besorgnis. Zum Beispiel 2007 stieg die Zahl der Toten und Verletzten bei der Waldarbeit sprunghaft an.

Maschineneinsatz und Profis haben Vorrang

Grundsätzlich sollte bei der Aufarbeitung von Käferholz - genau wie beim Windwurf - dem Maschineneinsatz der Vorrang gewährt werden, da hierbei das Unfallrisiko am geringsten ist. Ist dies nicht möglich, sollten ausschließlich Profis „Käfernester“ mit der Motorsäge beseitigen.

Nur wer gut geschult ist, sich gesundheitlich fit fühlt, genügend Zeit hat und über eine passende Persönliche Schutzausrüstung verfügt, sollte wirklich selbst zur Motorsäge greifen. Alle anderen legen die Pflege ihrer Wälder besser in die Hände der Forstprofis.

Nie ohne Persönliche Schutzausrüstung!

Jeder, der im Wald arbeitet, muss:

  • einen geeigneten Waldarbeiterhelm mit Kapselgehörschutz und Visier,
  • eine Schnittschutzhose,
  • geeignetes Sicherheitsschuhwerk mit Schnittschutzeinlage,
  • Handschuhe sowie
  • Arbeitsjacke mit Signalfarben tragen.

Arbeiten Sie zudem nicht alleine im Wald. Hinterlassen Sie immer, wo Sie arbeiten und wann Sie in etwa wieder zuhause sein werden. Tragen Sie zudem stets ein funktionstüchtiges Handy bei sich.

Regeln kennen und einhalten!

Neben dem Tragen der Persönlichen Schutzausrüstung kommt es darauf an, zu wissen, wie Bäume mit Schädlingsbefall fachgerecht gefällt werden, wie man sich in Gefahrensituationen richtig verhält und wie Unfälle durch umsichtiges Arbeiten vermieden werden können.

Nur gut geschult in den Wald!

Bevor Sie sich an die Waldarbeit machen, sollten Sie je nach individuellem Ausbildungsstand unbedingt Motorsägenführerlehrgänge und gegebenenfalls einen Seilwindenkurs besucht haben. Auskunft geben zum Beispiel die zuständigen Ämter für Landwirtschaft und Forsten. Sie kennen auch Forstprofis vor Ort, die Fällarbeiten übernehmen.

Für persönliche Beratungsgespräche stehen die SVLFG-Präventionsmitarbeiter zur Vefügung.

Verweis auf Unterpunkt Vorsicht Käferholz!

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