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Windwurf
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Sichere Windwurfaufarbeitung

Die Aufarbeitung von Windwurfschäden gehört zu den besonders gefährlichen Tätigkeiten bei der Forstarbeit. Oftmals kam es in Folge von heftigen Stürmen bei der Windwurfaufarbeitung zu zahlreichen schweren und tödlichen Unfälle.

Die Erfahrung zeigt: Werden Großmaschinen bei der Aufarbeitung von Windwurf verwendet (Bagger, Harvester, Greifzangenschlepper), wird das Unfallrisiko reduziert. Unter Anwendung dieser Technik können aktiv Unfälle verhindert werden.

Vor Beginn der Windwurfaufarbeitung sollten Sie folgende Hinweise beachten:

  • Sturmholzaufarbeitung sollte immer von Profis durchgeführt werden. Diese Personen müssen von ihrer Ausbildung und Erfahrung her geeignet sein, diese Arbeiten durchzuführen. Brennholzselbstwerber sind in der Regel nicht geeignet, an der Windwurfaufarbeitung teilzunehmen!
  • Alle Beteiligten müssen vor Beginn der Arbeiten eingewiesen sein. Arbeitgeberbetriebe haben die Gefahren bei der Windwurfaufarbeitung in einer Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln und ihre Mitarbeiter hierzu zu unterweisen. Wenn möglich sollten die eingesetzten Personen vor der Windwurfaufarbeitung durch eine Schulung und praktische Einweisung zur (möglichst) sicheren Arbeit in der Windwurfaufarbeitung befähigt werden.
  • Aufgrund der vorliegenden Verhältnisse ist das geeignete Arbeitsverfahren auszuwählen.
  • Wo immer möglich sollte dem Einsatz von hochmechanisierter Holzerntetechnik, zum Beispiel mit einem Harvester, der Vorzug gegeben werden (anstelle der motormanuellen Aufarbeitung mit der Motorsäge). Auch der Einsatz von Baggern zu Sicherungsarbeiten beim Abtrennen von Stamm und Wurzeltellern kann die Arbeitssicherheit erhöhen.
  • Keine Alleinarbeit!
  • Die Einhaltung der Arbeits- und Pausenzeiten ist unbedingt zu beachten.
  • Der Einsatz eines Kommunikations- und Notrufssystems wird dringend empfohlen.
  • Forstseilwinden, besser Forstspezialschlepper, sind unverzichtbar.
  • Vor Beginn der Arbeiten ist die ordnungsgemäße Wegesperrung sicherzustellen.
  • Verbandkästen und Verbandmaterial müssen bereitgestellt sein.
  • Es ist die erforderliche persönliche Schutzausrüstung zu tragen (Sicherheitsschuhe mit Schnittschutzeinlage, Helm mit Gehör- und Gesichtsschutz, Hose mit Schnittschutzeinlage).

Die Präventionsmitarbeiter der SVLFG sowie die Forstbehörden stehen für Fragen und Hilfestellungen zur Verfügung.

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