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Vogelgrippe - H5N8 - so können sich Geflügelhalter schützen

Die Vogelgrippe (H5N8) hat bereits mehrere Bundesländer erreicht. Zwar ist sie nur schwer auf Menschen übertragbar. Doch um die Infektionsgefahr gering zu halten und um einer Erkrankung vorzubeugen, gibt die SVLFG Tipps, wie sich Geflügelhalter und andere Menschen, die direkt mit Geflügel im Kontakt stehen, bei der täglichen Arbeit im virusfreien Bestand schützen können.

Um chronischen Atemwegserkrankungen vorzubeugen, empfiehlt die SVLFG bei Arbeiten mit hoher Staubbelastung, wie sie in der Geflügelhaltung auftritt, generell folgende Schutzmaßnahmen:

  • Staubentwicklung ist zu vermeiden.
  • Eine Atemschutzmaske ist zu tragen.
  • Bei der Auswahl der Atemschutzmaske ist eine partikelfiltrierende Einwegmaske der Klasse FFP3 mit Ausatemventil zu wählen.
  • Die allgemeinen Hygienemaßnahmen, zum Beispiel Hände waschen, Trennung von Stall-, Arbeits- und Freizeitkleidung, sind zu beachten.

Erweiterte Schutzmaßnahmen bei Auftreten der Vogelgrippe

Bei Auftreten der Vogelgrippe müssen folgende Schutzmaßnahmen ergriffen werden:

  • Körperbedeckende Schutzanzüge mit einer Kapuze zum Beispiel Einweg-Overalls Chemikalienschutz Typ 4 B sind zu verwenden. Außerdem sind geschlossene und leicht zu reinigende, desinfizierbare Schuhe oder Stiefel und Einweg-Schutzhandschuhe, eine partikelfiltrierende Einwegmaske der Klasse FFP3 mit Ausatemventil sowie eine Korbbrille empfehlenswert.
  • Einweganzüge dürfen nicht wiederverwendet werden. Waschen oder Desinfizieren sind keine Alternativen, denn das Material wird dadurch porös und durchlässig. Es verliert damit seine Schutzwirkung. Der Anzug und auch die Einwegmaske müssen nach einmaligem Gebrauch in dichten Plastiksäcken verpackt und entsorgt werden. Der richtige Entsorgungsweg kann bei den Abfallberatern der Landratsämter erfragt werden.
  • Gummistiefel, Handschuhe und Schutzbrille sind nach dem Einsatz zu reinigen, zu desinfizieren und in einem dicht schließenden Behälter aufzubewahren. So wird eine Ausbreitung des Erregers weitgehend verhindert.
  • Unmittelbar nach dem Ablegen der Arbeits- und Schutzkleidung sind die Hände zu reinigen und zu desinfizieren.
  • Geflügelställe müssen gegen unbefugtes Betreten gesichert werden. Besucher oder Dienstleister dürfen die Stallung nur in betriebseigener Schutzkleidung betreten. Schutz- oder Einwegkleidung muss nach dem Verlassen des Stalles in einer Schleuse abgelegt und gereinigt beziehungsweise entsorgt werden. Für die Reinigung und Desinfektion der Schutzkleidung oder ihrer unschädlichen Beseitigung ist der Geflügelhalter verantwortlich.

Besondere Verantwortung für Arbeitgeber

Arbeitgebern kommt eine besondere Verantwortung für die Beschäftigten zu. Der Unternehmer muss nicht nur die erforderliche Persönliche Schutzausrüstung bereitstellen, sondern auch überprüfen, dass diese bestimmungsgemäß eingesetzt wird.

Wer mit einem erkrankten Tier, mit dessen Ausscheidungen oder mit virenbehafteten Produkten Kontakt hatte, sollte vorsorglich unbedingt einen Arzt aufsuchen, um den Verdacht einer Infektion sicher ausschließen zu können. Geflügelhalter, in deren Beständen Vogelgrippe nachgewiesen wurde, müssen sich unbedingt an die Anweisungen der Gesundheits- und Veterinärämter halten.

Die Präventionsmitarbeiter der SVLFG stehen gern für telefonische Beratungsgespräche zur Verfügung.

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