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Sonnenschutz? - Sonnenklar!

Ein Übermaß an UV-Strahlung kann nachhaltig die Haut schädigen, und zwar UV-A- genauso wie UV-B-Strahlen. Jedes Jahr verursacht solare UV-Strahlung Hautkrebserkrankungen, allein in Deutschland sind es ca. 150.000 neue Fälle jährlich.

Weil die Gesundheitsgefahren, insbesondere das erhöhte Hautkrebsrisiko, ganz erheblich sind, rät die SVLFG dringend, sich vor einem Zuviel an Sonneneinstrahlung zu schützen. Auch die SVLFG verzeichnet einen Anstieg der Anzeigen auf den Verdacht einer Berufskrankheit nach Nr. 5103 „Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung“.

Da sich in den Grünen Branchen der Sonne nicht immer aus dem Weg gehen lässt, sollte sich jeder und jede in Landwirtschaft, Forst und Gartenbau Tätige mit möglichen Schutzmaßnahmen auseinandersetzen. Hier wie bei der Freizeitgestaltung gilt: Schützen Sie Ihre Haut!

Dabei sind technische und organisatorische Möglichkeiten sowie persönliche Schutzmaßnahmen zu unterscheiden.

Sonnenschutz - bei der Arbeit im Freien unverzichtbar!

Meiden Sie die Mittagssonne, gönnen Sie auch Ihrer Haut eine Ruhepause und verbringen Sie Ihre Pausen, wenn möglich, im Schatten. Kommen Erntemaschinen zum Einsatz, auf denen Helfer beschäftigt sind, sollte ein Verdeck oder Sonnenschutzdach Schatten spenden. Halten Sie als Betriebsunternehmer auch unbedingt Ihre Erntehelfer dazu an, sich ausreichend vor Sonnenbrand zu schützen.

Sonnenschutzmittel und Kopfbedeckungen benutzen

Eines der wirksamsten Sonnenschutzmittel haben Sie zu Hause: sonnendichte Kleidung, Kopfbedeckungen und Ähnliches. Textiler Sonnenschutz hat Vorrang vor allen anderen Mitteln. Textilien mit einem zusätzlichen UV-Schutz können den positiven Effekt noch verstärken. Soweit erträglich, sollte möglichst langärmelige Oberbekleidung getragen werden. Hierbei musss es nicht der neueste „High-tech-Stoff“ sein, ein oft gewaschenes Langarmshirt leistet beste Dienste, da der Baumwollstoff durch das Waschen etwas verfilzt und so guten Schutz vor UV-Strahlung bietet.

Cremen schützt!

Freiliegende Hautpartien sollten mit Sonnenschutzmitteln eingecremt werden. Benutzen Sie ein Ihrem Hauttyp entsprechendes Sonnenschutzmittel und cremen Sie sich rechtzeitig ein, bevor Sie ins Freie gehen. Benutzen Sie eine ausreichende Menge Sonnenschutzmittel und achten Sie darauf, dass die Creme wirklich auf alle unbedeckten Körperteile gelangt (Gesicht, Hals, Ohren, Nacken, Schultern, Arme, Beine, Rücken). 2 mg Schutzmittel pro cm² heißt die Faustformel. Auf den notwendigen Lichtschutzfaktor (LSF) achten! Bei Arbeiten mit Wasser oder beim Schwimmen wasserfeste Sonnenschutzmittel verwenden! Auch wer Sonnencreme benutzt, sollte nicht unbegrenzt lange in der Sonne verweilen, denn die Wirkung des Schutzes lässt mit der Zeit nach.

Hauttyp plus UV-Index ergibt den richtigen LSF

Der erste Schritt bei der Auswahl des LSF ist die richtige Selbsteinschätzung des Hauttyps. Wie viel Sonne kann mein Körper vertragen, ohne Schaden zu nehmen? Es gibt vier Hauttypen: von ganz hell und sehr empfindlich bis zu einem dunklen, sehr schnell bräunenden Typus.

Das Ausmaß der schädigenden Wirkung hängt aber auch von anderen Faktoren ab, wie beispielsweise der geographischen Lage, den Witterungseinflüssen, der Jahres- oder der Tageszeit - zusammengefasst im jeweiligen UV-Index (UVI). Je höher der UVI ist, desto höher ist das Sonnenbrandrisiko.

Sonnenbrand ernst nehmen!

Falls Sie doch einen Sonnenbrand bekommen haben, können feuchte Umschläge mit kaltem Wasser oder mit Quark helfen. Wird es dadurch nicht besser und fühlen Sie sich allgemein unwohl (zum Beispiel Übelkeit, Schwindel, Schüttelfrost), suchen Sie einen Arzt auf. Möglicherweise haben Sie dann einen Sonnenstich, der einer Behandlung bedarf.

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