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Schöpfbrunnen sichern

Friedhöfe sind Ruhestätten. Gleichzeitig dienen sie auch als öffentliche Begegnungs- und Grünanlagen, und nicht selten sind besonders schöne Anlagen oder Ruhestätten von berühmten Persönlichkeiten Anziehungspunkte für Touristen. Damit verbunden ist die Pflicht der Betreiber, sowohl die dort tätigen Beschäftigten als auch die Besucher vor den speziellen Gefahren der Anlagen schützen.

Der Friedhofbetreiber ist auf dem Gelände für diese beiden unterschiedlichen Personengruppen verantwortlich. Für ihn besteht sowohl die Verpflichtung, die eigenen Mitarbeiter vor Arbeitsunfällen zu schützen als auch eine Verkehrssicherungspflicht gegenüber den Besuchern. Zur Verkehrssicherungspflicht zählen die Standfestigkeitsüberprüfungen der Grabsteine, Baumkontrollen und Stolperstellen auf Gehwegen zu beseitigen.

Auch für die auf den Friedhöfen vorhandenen Schöpfbrunnen besteht eine Verkehrssicherungspflicht. Die meisten Schöpfbrunnen auf Friedhöfen haben eine Kantenhöhe, vom Boden aus gemessen, von unter einem Meter und sind - außer in den Wintermonaten - mit Wasser gefüllt. Für Erwachsene stellt ein Schöpfbecken eigentlich keine Gefahr dar, da sie sich aus eigener Kraft aus der misslichen Situation befreien können, falls doch einmal jemand hinein fallen sollte. Für Kinder, die ihrem Spiel- und Entdeckungstrieb folgen, kann das allerdings zu einem großen Problem werden, das auch tödlich enden kann.

Für die Friedhofbetreiber könnte es daher eine sinnvolle Entscheidung sein, Schöpfstellen auf den Friedhöfen zu entfernen und durch Zapfstellen mit Hebeln zum Öffnen und Schließen an deren Stelle zu errichten. Eine weitere Möglichkeit wäre, die gesamte Wasseroberfläche mit einem Gitter abzudecken und am Becken  Zapfstellen zur Wasserentnahme zu installieren.

Für Kinder kann ein Schöpfbrunnen zur tödlichen Falle werden.

Schöpfbrunnen

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