Gegen den Lärm
PSA
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Verweis auf Unterpunkt Aktiver Gehörschutz

Verweis auf Unterpunkt Handlungsanleitung gemäß Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutz-
verordnung

Sie sind hier: Prävention Fachinformationen von A - Z Allgemein Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Gehörschutz

Überall da, wo Lärm entsteht, ist das Gehör gefährdet und muss entsprechend geschützt werden.

Man unterscheidet beim Lärm im Wesentlichen zwei Werte, den Spitzenschalldruckpegel und den durchschnittlichen Lärmexpositionspegel in einer Arbeitsschicht von 8 Stunden. Wichtig ist auch dabei in welchem Frequenzbereich dieser Lärm auftritt. Auf dieser Basis gibt es drei Grenzwerte, die zu beachten sind. Ab einem durchschnittlichen Lärmexpositionswert von 80 dB(A) muss ein Gehörschutz zur Verfügung gestellt werden. Ab einem Wert von 85 dB (A) muss der Arbeitgeber auch das Tragen des Gehörschutzes kontrollieren.

Persönliche Schutzausrichtung (PSA)

Für den Arbeitsplatz ist weiter zu beachten, das ein Spitzenschalldruckpegel von mehr als 137 dB (A) nicht auftreten darf.
Bei der Auswahl des Gehörschutzes ist zu beachten, dass der Gehörschutz so gut dämmen muss, dass der Grenzwert von 85 dB (A) eingehalten wird. Hierbei muss noch der Korrekturwert für die Gehörschutzform (z.B Stöpsel oder Kapselgehörschutz) und ein Korrekturwertes für die Frequenz eingerechnet werden. Die durchschnittliche Lärmexposition muss im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ermittelt werden.

Persönliche Schutzausrichtung (PSA)

Beispiel:

Bei der Arbeit an einer Kreissäge in einer Schreinerei tritt über eine Arbeitsschicht von 8 h ein durchschnittlicher Lärmexpositionswert von 95 dB im mittel- bis hochfrequenten Bereich (Geräuschklasse HM = mittel - hochfrequent; L = tieffrequent) auf. Es soll ein Kapselgehörschutz verwendet werden.

Persönliche Schutzausrichtung (PSA)

Um zu ermitteln, welchen Dämmwert der Gehörschutz haben soll, muss man hier für die Geräuschklasse HM einen Korrekturwert von 5dB (bei L = - 5 dB) und einen Korrekturwert für die Bauform von + 5 dB (Stöpsel = 9 dB, Kapsel = 5 dB; Otoplasten = 3dB) berücksichtigen.

Die Rechnung lautet dann:

Dämmwert Ermittlung Beispielwert
durchschnittlicher Lärmexpositionswert             95 dB
+ Korrekturwert für Geräuschklasse            + 5 dB
+ Korrekturwert für Passform            + 5 dB
- Grenzwert 85 dB           - 85 dB
Mindestdämmwert des Gehörschutzes          = 20 dB

Es muss, wie im Beispiel oben berechnet, ein Kapselgehörschutz mit einem Dämmwert von mindestens 20 dB im mittleren und hohen Frequenzbereich eingesetzt werden.
Die Kenndaten des Gehörschutzes sind der Bedienungsanleitung zu entnehmen.

Informationen zur Auswahl des Gehörschutzes gibt es auch in der Handlungsanleitung gemäß Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung.

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