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Rückfahrkamera
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Informationen zur Förderung von Kamera-Monitor-Systemen

Allgemeine Produktbeschreibung

Kamerasysteme dienen der Verbesserung der Sicht nach hinten und der Vermeidung von toten Winkeln. Darüber hinaus sollen Gefahren und Hindernisse frühzeitig erkannt werden.

Weiterhin sollen Kamerasysteme den Arbeitsablauf des Fahrers erleichtern. Unnatürliche Körperhaltung, beispielsweise beim Rangieren, Ankoppeln und bei arbeitsbedingten Prozessen wie dem Beladen von Begleitfahrzeugen beim Häckseln, Dreschen und Ernten, können vermieden werden.

Kamerasysteme erlauben den gefahrenlosen Einblick in Arbeitsbereiche und ermöglichen so ein schnelles Korrigieren von Arbeitsabläufen.

Kamerasysteme reduzieren Stresssituationen und tragen zu einem gesunden Arbeitsalltag und Arbeitsumfeld bei.

Mit Kamerasystemen soll die Überwachung des Nahbereichs vor und hinter mobilen Baumaschinen, Land- und Forstmaschinen, Schleppern, Erntemaschinen, Teleskopladern sowie Anhängern vor dem Anfahren und auch die Überwachung des Nahbereichs bei arbeitsbedingt erforderlichen Versetzbewegungen unterstützt werden.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Kamera mit IP 69K
    (nur die Schutzart IP 69K gewährleistet, dass die Kamera staubdicht und gegen Wasser bei Hochdruck- und Dampfstrahlreinigung geschützt ist)
  • Schalter und Steckverbindungen mindestens IP 67
  • Monitor mindestens IP 54
  • Monitor mindestens 5,5 Zoll (= 14 cm Bildschirmdiagonale)
  • Aufeinander abgestimmte Komponenten eines Herstellers verwenden
  • KMS mit Funkverbindung müssen den Anforderungen der Norm ISO 16001 entsprechen (Erdbaumaschinen - Objekterkennungssysteme und Sichthilfsmittel - Leistungsanforderungen und Prüfverfahren) (ISO/DIS 16001:2016)

Einsatzbereich Garten- und Landschaftsbau

Beim Einsatz von mobilen Baumaschinen stellt besonders das Anfahren, Überfahren und beim Baggern zusätzlich das Anschwenken von Personen im Maschinenumfeld den größten Unfallschwerpunkt dar. Mit Rückfahr- und Seitenkameras (KMS) soll hier die Überwachung des Nahbereichs im direkten Maschinenumfeld vor dem Anfahren, Schwenken und bei arbeitsbedingt erforderlichen Versetzbewegungen unterstützt werden.

Bei folgenden mobilen Baumaschinen können KMS im Rahmen der Arbeitsschutzprämien gefördert werden:

Mobile Baumaschinen, die nur ein eingeschränktes Sichtfeld nach hinten bzw. zur Seite aufweisen, zum Beispiel:

  • LKW und Anhänger im Baustellenverkehr
  • Erdbaumaschinen (um Beispiel Mobil- und Raupenbagger, Radlader, Grader, Dumper/Muldenkipper, Walzen)
  • Teleskoplader

Vereinfachtes Verfahren zur Überprüfung des Sichtfeldes bzw. inwieweit ein KMS erforderlich sein kann (nur bei mobilen Baumaschinen):

Eine im Abstand von einem Meter zur mobilen Baumaschine befindliche Person in Arbeitshaltung (zum Beispiel beim Schaufeln in leicht geneigter Körperhaltung oder bei Pflasterarbeiten in knieender Körperhaltung) muss vom Maschinenführer beziehungsweise Fahrer gut gesehen werden. Bei mobilen Baumaschinen mit drehbarem Oberwagen, zum Beispiel bei Baggern, gilt dies insbesondere für die Sicht nach hinten und die Sicht nach rechts (Ausgleich der Sichtverdeckung durch den Ausleger).

Einsatzbereich Landwirtschaft

  • bei Erntearbeiten, Transportarbeiten, Fütterungsarbeiten, Bodenbearbeitungsarbeiten usw.

Bei Land-und Forstmaschinen, Ackerschleppern, Erntemaschinen, Teleskopladern sowie bei Anhängern können KMS im Rahmen der Arbeitsschutzprämien gefördert werden.

Förderungsgrund:

Gefährdung: Schwere und tödliche Unfälle durch Anfahren und Überrollen von Personen, die von den Maschinenführern/Traktorfahrern nicht gesehen werden.

Auswirkung/Ziel: Reduzierung o. g. Unfälle

Kosten für Kamera-Monitor-Systeme

Kamera-Monitor-Systeme sind inklusive Einbau zum Preis von erfahrungsgemäß ab ca. 300 Euro (je nach Modell und Hersteller) am Markt erhältlich.

Prämie

50 Prozent des Anschaffungspreises, maximal 150 Euro

Für den Antrag ist die ausgefüllte Checkliste erforderlich!

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