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Pferdehaltung - auf Nummer sicher gehen

Beim Reiten geschehen schwerste Unfälle - das zeigt die Unfallstatistik der SVLFG. Unfallursache ist oft das Erschrecken oder Steigen des Tieres. Dies gilt besonders für das Zureiten junger Pferde, die aufgrund ihrer Unerfahrenheit schnell scheuen oder buckeln.

Durch ein stärkeres Sicherheitsbewusstsein und die Einhaltung bestimmter Vorsichtsmaßnahmen lassen sich eine Vielzahl von Reitunfällen verhindern. Vor allem bei jungen Reitern, dem Beritt junger Pferde oder beim Springen sollte besonderer Wert auf geeignete Sicherheitsvorkehrungen gelegt werden.

Ein Viertel aller Verletzungen bei Reitunfällen betreffen den Kopf. Damit ist der Kopf bei Reitunfällen der am häufigsten betroffene Körperteil. Zudem entstehen Verletzungen der Extremitäten, also Prellungen und Brüche von Armen, Schultern, Händen und auch der Rippen sowie Wirbelverletzungen und Gehirnerschütterungen. Das Tragen von Schutzkleidung ist daher unverzichtbar.

Springen

Das Tragen eines Reithelms ist Pflicht. Beim Beritt junger Pferde und beim Springen sollten zudem Sicherheitswesten und  -steigbügel getragen werden.

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Reitzubehör,  wie zum Beispiel der Steigbügelriemen, ist regelmäßig zu überprüfen. Brüchiges Material bzw. das Reißen eines Steigbügelriemens kann zu schwersten Unfällen führen.

Das regelmäßige Proben von Erste-Hilfe-Maßnahmen kann im Ernstfall Leben retten. Die ersten Minuten nach einem Reitunfall entscheiden oft über den weiteren Krankheitsverlauf.

 

Sicherheitshinweise

  • Das Tragen eines Reithelms ist Pflicht.
  • Beim Beritt junger Pferde und beim Springen sind Sicherheitssteigbügel obligatorisch. Sie verhindern beim Sturz ein Hängenbleiben im Bügel.
  • Empfehlenswert für den Schutz von Oberkörper und Halswirbelsäule sind Sicherheitswesten, besonders bewährt haben sich Airbag-Westen.
  • Die Schutzausrüstung ist Arbeitnehmern, zum Beispiel Bereitern und Auszubildenden, vom Unternehmer kostenfrei zur Verfügung zu stellen.
  • Vor dem Reiten ist ein Falltraining zu empfehlen, damit man sich bei einem Sturz geschickt abrollen kann.
  • Das Reitzubehör, wie Zaumzeug, Sattelstrippen, Steigbügelriemen und Bauchgurte, ist regelmäßig zu überprüfen und zu pflegen. Brüchiges Leder oder aufgehende Nähte waren schon oft Auslöser für schwere Reitunfälle.
  • Das regelmäßige Proben von Erste-Hilfe-Maßnahmen kann bei einem Reitunfall Leben retten. Der Verletzte ist bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes auf eine gut organisierte Erste Hilfe angewiesen, die ersten Minuten nach einem Reitunfall entscheiden oft über den weiteren Krankheitsverlauf.

 

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