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Giftige Gase im Pelletbunker vermeiden

Im Pelletlager können sich giftige und schlimmstenfalls tödliche Kohlenmonoxid-Konzentrationen bilden. Sicherheitsmaßnahmen sind hier also lebenswichtig.

Holzpellets weisen bei der Lagerung in großen Mengen eine gefährliche Eigenschaft auf: Bei der Herstellung werden Autooxidationsprozesse in Gang gesetzt, durch die giftige Gase, wie beispielsweise Kohlenmonoxid (CO), entstehen. Die Freisetzung kann noch Monate nach der Herstellung erfolgen. Die Konzentration kann in Lagern so hoch sein, dass es zu schweren Vergiftungen bei Personen, die die Lager betreten, kommen kann.

Kohlenmonoxid ist gefährlich

Kohlenmonoxid (CO) - farb- und geruchlos und leichter als Luft, auch eine hohe Konzentration des Gases kann daher vom Menschen nicht wahrgenommen werden. Es verhindert den Sauerstoffaustausch im Körper. Schon ab einer Konzentration von 200 ppm in der Atemluft kommt es bei längerem Aufenthalt zu Kopfschmerzen, bei 800 ppm treten meist nach kurzer Zeit Schwindel und Übelkeit auf, bei höheren Konzentrationen tritt Bewusstlosigkeit ein.

Pelletlagerung sicher gestalten

Für ausreichende und vor Nagetieren gesicherte Entlüftungsmöglichkeiten ins Freie ist zu sorgen. Vor dem Betreten eines teilgefüllten Pelletlagers ist dieses zu lüften. Es empfiehlt sich ebenfalls eine Orientierungsmessung. Feuerwehren und Schornsteinfeger verfügen über CO-Messtechnik.

Pelletslager mit Entlüftungsmöglichkeit
Pelletlager müssen über ausreichend Entlüftungsmöglichkeiten verfügen
 
Lager mit Ventilationsdeckeln auf den Einblas- und Absaugkupplungen
Lager mit einem Fassungsvermögen ab zehn Tonnen und Befüllleitungen bis zwei Metern Länge sollten mit Ventilationsdeckeln auf den Einblas- und Absaugkupplungen versehen werden. Für größere Lager sind aufwendigere Belüftungen erforderlich.

Kohlenmonoxid kann auch aus Lagerräumen entweichen. Deshalb müssen die Lagerstätten so ausgestaltet sein, dass aus ihnen keine Gase in Wohn-, Arbeits- und sonstige Räume übergehen können. Hinsichtlich dicht schließender Bunker mit Zugängen über Wirtschaftsräume oder Wohnbereiche sollte der Schornsteinfeger zu Rate gezogen werden.

Mitarbeiter und Familienangehörige sind hinsichtlich dieser Gefahr zu unterweisen.

Die Lagerräume müssen mit Warnhinweisen zum Auftreten giftiger Gase versehen sein.

Vergiftungswarnaufkleber
Vergiftungswarnaufkleber

In Arbeitgeberbetrieben sind Notfall- und Rettungspläne vorzuhalten.

Kompetente Beratung

Speziell geschulte Präventionsmitarbeiter beraten Mitgliedsbetriebe und Versicherte gern und kompetent zu Gasgefahren und deren Vermeidung. Auch das Giftinformationszentrum berät unter der Telefonnummer 0228 19240.

Im Notfall

Bei einem Gasunfall ist zuerst der Notruf 112 abzusetzen. Anzeichen einer Kohlenmonoxidvergiftung sind Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Bewusstseinsverlust.

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