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Vorsicht beim Umgang mit Ameisensäure

Eine gängige Methode zur Gesunderhaltung von Bienenvölkern ist die Behandlung der Völker mit Ameisensäure, um sie vor der gefährlichen Varroa-Milbe zu schützen. Ameisensäure zählt zu den Gefahrstoffen, bei deren Einsatz immer die passende Persönliche Schutzausrüstung (PSA) getragen werden muss, damit gesundheitsgefährdende Chemikalien nicht über die Atemwege oder die Haut in den Körper gelangen oder schwere Verätzungen auslösen. Die Herstellerangaben der eingesetzten Präparate geben Auskunft, welche PSA notwendig ist.

Was für die Milbe tödlich ist, kann auch für den Imker unangenehme Folgen haben. Wer unvorsichtig mit der ätzenden Ameisensäure hantiert, gefährdet nachhaltig seine Gesundheit. Die stechenden Gase, die beim Arbeiten mit Ameisensäure frei werden, können beim Einatmen die Atemwege schädigen und Hustenreiz auslösen. Deshalb muss bei der Arbeit mit Ameisensäure immer die passende Atemschutzmaske gemäß der Gebrauchsanweisung des Herstellers getragen werden.

Auch eine säurebeständige Schutzbrille und geeignete Chemikalienschutzhandschuhe aus säurefestem Material sind bei Arbeiten mit Ameisensäure unverzichtbar. Völlig ungeeignet sind die normalen Stulpen-Lederhandschuhe des Imkers, weil das Leder die Säure aufnimmt und direkt an die Haut weiterleitet.

Die Aufbewahrung der Ameisensäure sollte, wie bei allen giftigen und ätzenden Stoffen, in einem abschließbaren und als solchen gekennzeichneten Giftschrank unzugänglich für Kinder erfolgen. Generell sollten Imker zur Behandlung ihrer Bienen nur zugelassene Tierarzneien in der empfohlenen Dosierung benutzen, um unnötige Gesundheitsrisiken auszuschließen.

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