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Kuhhund an Hochlandrindern
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Geringeres Unfallrisiko bei der Rinderhaltung dank Hütehund

Das Treiben von Tieren ist unfallträchtig. Hütehunde nehmen dem Menschen diese gefährdende Arbeit ab und reduzieren damit das Unfallrisiko.

Dass Hunde zum Schafehüten eingesetzt werden, ist Vielen bekannt. Vor mehreren Jahren haben Hütehunde auch in der Rinderhaltung Einzug gehalten. Sie ersparen Rinderhaltern viel Arbeit und können von ihnen aus sicherer Distanz dirigiert werden. Der Hund übernimmt das Treiben, während sich der Landwirt außerhalb des Gefahrenbereiches aufhält. Wo der Hund anstelle des Menschen mit dem Tier in Kontakt tritt, kann der Mensch nicht verletzt werden. Die tierischen Helfer leisten somit wertvolle Arbeit in der Unfallverhütung.

Vielfältiger Einsatz

Ein Hütehund ist vielfältig einsetzbar. Er treibt die Kühe aus ihren Liegeboxen und in den Melkstand, in den Ferch zur Behandlung, zum Verladen in den Anhänger oder umtreibt sie von Koppel zu Koppel. In Mutterkuhherden sorgt er zudem für ein besseres Herdenverhalten und verhindert das Auseinanderlaufen.

Bei Anschaffung beachten

Ein Hütehund muss wendig und ausdauernd sein sowie den Angriffen der Rinder geschickt ausweichen können. Wichtige Charaktereigenschaften sind Mut und Selbstvertrauen. Sein „Griff“ soll vordringlich auf die Schnauze des Rindes oder auf die Fessel zielen – und zwar so fest, dass auch der größte Bulle Respekt vor ihm bekommt. Alles das kann dem Hund antrainiert werden.

Soll ein Hütehund angeschafft werden, ist ein Nachweis über die Leistungszucht wichtig. Liegen hierüber keine Papiere vor, sollten sich mindestens die Eltern der Hunde ganz genau angesehen werden. Auch ohne Papiere gibt es gute Hunde, wenn sie einen guten Stammbaum aufweisen.

Ausbildung ist wichtig

Nach dem Kauf eines Hütehundes sind mindestens ein bis zwei Tage in die Ausbildung des Tieres zu stecken. Wenn der Hund nur in der Landwirtschaft eingesetzt werden soll, vermittelt ein Tagesseminar die Mindeststandards. Ein zweiter Tag zur Intensivierung ist empfehlenswert. Vieles liegt bereits im ausgeprägten Instinkt der Züchtungen.

 

 

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