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Feldhäcksler
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Unfälle mit Feldhäckslern sind vermeidbar

Kommt es aufgrund ungünstiger Erntebedingungen zu Verstopfungen im Feldhäcksler, ist verantwortungsvolles Handeln gefragt. Laufen Messertrommel und Auswurfaggregate weiter oder nach, kann es zu schwersten Verletzungen kommen.

Die „neuralgische Stelle“ sitzt im Feldhäcksler zwischen Messertrommel und Auswurfbeschleuniger. Hier setzt sich der Gutflusskanal zu. Um die Störung zu beheben, müssen Schutzeinrichtungen am Gutflusskanal entfernt werden. Aber hier laufen auch die Werkzeuge – erreichbar für Finger, Hände und Arme. Das Weiter- oder Nachlaufen der Messertrommel und der Auswurfaggregate im Inneren des Feldhäckslers ist nicht zu erkennen – zu groß ist der Umgebungslärm mit den damit verbundenen Vibrationen. Der Fahrer des Feldhäckslers ist der unmittelbaren Gefahr laufender Messer und mitreißender Beschleunigerleisten ausgesetzt. Deshalb:

Vor Entstörungsarbeiten unbedingt alle Antriebe abschalten und den Nachlauf abwarten!

Das sollten Sie bei der Beseitigung von Verstopfungen, aber auch bei Kontroll- und Montagearbeiten, unbedingt beachten:

  • Motor abstellen!
  • Stillstand aller Aggregate abwarten (Häckseltrommel und Wurfbeschleuniger laufen nach).
  • Arretierung entsprechend Betriebsanleitung vornehmen.
  • Genügend Zeit lassen und Sicherheitsvorschriften nicht übergehen.
  • Verstopfungen nur mit geeigneten Hilfsmitteln (Holzstock, Drahthaken o.ä.) entfernen.
  • Bei Arbeiten an scharfen Kanten Lederhandschuhe tragen.
  • Vor Probelauf: kontrollieren, ob Werkzeuge u. a. Gegenstände entfernt wurden.
  • Schutzvorrichtungen / Abdeckungen wieder anbringen.
  • Bei Instandhaltungsarbeiten passgerechtes Werkzeug und Originalersatzteile verwenden.

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