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Fachkraft für Arbeitssicherheit

In Unternehmen mit beschäftigten Mitarbeitern trägt der Unternehmer oder die Geschäftsführung die Verantwortung für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz.

Übersteigt die Anzahl der Beschäftigten in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben 16 und in Gartenbaubetrieben 41 Mitarbeiter, muss sich dieser beraten und unterstützen lassen.

Ziel ist es, Unfälle zu verhüten und den Gesundheitsschutz zu gewährleisten.

Diese sicherheitstechnische Betreuung erfolgt durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit, auch „Sifa“ oder „Fasi“ abgekürzt. Sie ist Experte, wenn es um Arbeits- und Gesundheitsschutz geht und berät und unterstützt den Unternehmer oder die Geschäftsführung in allen Fragen des Arbeitsschutzes im Betrieb, wenngleich sie nicht über eine entsprechende Weisungsbefugnis verfügt.

Welche Aufgaben beinhaltet die sicherheitstechnische Betreuung?

Das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) beschreibt die Aufgaben. Hierzu gehören unter anderem:

  • Arbeitgeber und die sonst für Arbeitsschutz/Unfallverhütung Verantwortlichen beraten,
  • Betriebsanlagen und technische Arbeitsmittel vor ihrer Inbetriebnahme prüfen,
  • Arbeitsverfahren vor ihrer Einführung sicherheitstechnisch prüfen,
  • Umsetzung des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung beobachten und darauf hinwirken, dass sich alle Beschäftigten an die entsprechenden Anforderungen halten,
  • Beschäftigte über die Unfall- und Gesundheitsgefahren, denen sie bei der Arbeit ausgesetzt sind, belehren sowie über die Gefahrenabwehr aufklären,
  • Schulung der Sicherheitsbeauftragten begleiten.

Die Beratungsschwerpunkte der Fachkraft hängen ab von den spezifischen gesundheitlichen Gefährdungen und Unfallgefahren, der Betriebsgröße, der Zusammensetzung der Arbeitnehmerschaft, der Betriebsart und der Betriebsorganisation.

In der Praxis hat die Fachkraft für Arbeitssicherheit eine Schnittstellenfunktion zwischen dem Geschäftsführer und den Beschäftigten auf der einen Seite sowie dem Betriebsarzt und dem Sicherheitsbeauftragten auf der anderen Seite inne. Für die Berufsgenossenschaft und die Ämter für Arbeitsschutz bzw. Gewerbeaufsichtsämter ist sie ebenfalls erster Ansprechpartner.

Das Unternehmen entscheidet, ob es einen Mitarbeiter selbst zur Sifa ausbildet und dann als solche beschäftigt oder ob es die Hilfe eines externen Dienstleisters in Anspruch nimmt.

Welche Qualifikationen werden benötigt?

Voraussetzung für die Tätigkeit als Fachkraft für Arbeitssicherheit ist ein Hochschulabschluss (Bachelor und/oder Master) oder ein Meister- oder Techniker-Abschluss, eine zweijährige Berufserfahrung. An diese Ausgangsqualifikation schließt sich die dreistufige Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit an.

Verweis auf Unterpunkt Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit
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