SVLFG - Ihr Partner in Sachen Gesundheit
Wald
Sie sind hier: Prävention Fachinformationen von A - Z E

Eichenprozessionsspinner - Akute Gefahr

In den letzten Jahren hat sich der Eichenprozessionsspinner verstärkt ausgebreitet. Etwa ab Mitte März ist mit dem ersten Befall von Eichenbäumen und mit den ersten Allergien bei Personen, die mit Baumpflegearbeiten betraut sind, zu rechnen.

Einzelbäume oder kleine Baumgruppen, die gut von der Sonne beschienen werden, sind bevorzugte Plätze der Tiere. Mit Beginn der Vegetationszeit schlüpfen die Raupen und durchlaufen bis zum Juni / Juli insgesamt sechs Raupenstadien bevor sie sich dann verpuppen.

Nach der zweiten Häutung im dritten Larvenstadium verfügt die Raupe über feine Härchen (Spiegelhaare), die auch nach der Verpuppung in Form von Raupenhäuten im Nest verbleiben. Diese etwa zwei Zentimeter langen Spiegelhaare können abbrechen und dabei darin vorhandene lösliche Proteine freisetzen. Über die Haut oder Schleimhaut aufgenommen, kann dies beim Menschen zu heftigen allergischen Reaktionen führen.

01_12_prozessionsspinner
"Prozession“ des Eichenprozessionsspinners

01_12_hautreaktion
durch Eichenprozessionsspinner ausgelöste Hautreaktion

Motorbetriebene Geräte erhöhen die Gefährdung

Besondere Gefahr besteht bei Forstarbeiten, der Baumpflege und gärtnerischen Pflegearbeiten. Vom Baum abgelöste Raupennester, die zu Boden gefallen sind, können beim Arbeiten mit motorbetriebenen Pflegegeräten, wie zum Beispiel dem Laubgebläse, aufgewirbelt und verteilt werden, so können sie dann noch eher mit Haut und Schleimhäuten in Kontakt kommen. Personen in der Umgebung, auch Passanten oder Wanderer, sind hier ebenfalls einer erheblichen Gefahr ausgesetzt.

Verweis auf Unterpunkt Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners
[Druckversion] [Startseite]
© 2017 Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)