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Baumpflege nur mit Fachkundenachweis

Baumpflegearbeiten gehören zu den klassischen Tätigkeiten im Garten- und Landschaftsbau. Viele Unternehmen sind darauf eingerichtet und verfügen über entsprechend geschulte Fachkräfte mit den notwendigen Fachkundenachweisen. Immer häufiger werden solche Anfragen aber auch an land- und forstwirtschaftliche Unternehmer herangetragen. Auch für sie gilt: Wer Baumpflegearbeiten anbieten möchte, muss über entsprechende Fachkundenachweise verfügen.

Landwirte, die überlegen, ob sie diese durchaus lukrative Dienstleistung in ihr Angebotsspektrum aufnehmen, sollten nichts überstürzen, sich vorher gut informieren und unbedingt die notwendigen Weiterbildungen besuchen. Baumpflegearbeiten, insbesondere Arbeiten in der Baumkrone, zählen zu den gefährlichsten Tätigkeiten innerhalb der grünen Berufe. Die strengen Vorschriften sind keine Schikane, sondern notwendige Vorsichtsmaßnahmen, die im Zweifel Leben retten können.

Verschiedene Kurse für verschiedene Tätigkeiten

Je nachdem, was das Leistungsspektrum umfassen soll, sind verschiedene Kurse notwendig. Der Lehrgang „AS Baum I“ behandelt alle Fragen rund um die Baumpflege mit der Motorsäge im Allgemeinen. Forstwirte haben diese Kenntnisse bereits im Rahmen ihrer Ausbildung erworben. Der Lehrgang „AS Baum II“ beschäftigt sich mit Motorsägearbeiten, die von Hubarbeitsbühnen aus durchgeführt werden müssen.

Auch für die „Königsdisziplin“, die Seilklettertechnik, müssen separate Lehrgänge besucht werden. Die Seilklettertechnik erfordert nicht nur ein hoch spezialisiertes Wissen, sondern zwingend auch eine spezielle Ausrüstung.

Neben der fachlichen Eignung muss für jeden Lehrgang auch die gesundheitliche Eignung nachgewiesen werden. Arbeitsmediziner führen die sogenannte Tauglichkeitsuntersuchung durch und stellen bei entsprechender Eignung ein Attest aus.

Rechtzeitig zum Kurs anmelden

Die Kurse sind zum Teil sehr gut besucht und so kann es zu Wartezeiten bei der Anmeldung kommen. Der Zeitaufwand für einen solchen Kurs beträgt jeweils eine Woche. Es fallen je nach Anbieter und Teilnehmerzahl unterschiedliche Kosten an. Hier lohnt sich ein Vergleich.  Die Lehrgangsinhalte sind sehr praxisnah. Alle relevanten Themen werden angesprochen und vertieft. Je nach gewähltem Kurs geht das Spektrum vom allgemeinen Umgang mit der Motorsäge und einfachen Fälltechniken über spezielle Schnitttechniken in der Baumkrone bis hin zu Aufstiegstechniken mit Hubarbeitsbühne oder Seil.

Eine praktische und theoretische Abschlussprüfung zeigt dem Teilnehmer, ob alles Wichtige auch wirklich verstanden und behalten wurde. Wer die Prüfungen erfolgreich absolviert hat, bekommt den Fachkundenachweis und kann sich an die Arbeit machen. Die SVLFG empfiehlt, das erworbene Wissen durch eine regelmäßige Teilnahme an Auffrischungskursen stets aktuell zu halten.

Kursteilnahme mit Zuschuss der SVLFG

Arbeitgeber müssen sich von ihren Beschäftigten den Fachkundenachweis vorlegen lassen, bevor sie diese zu solchen Arbeitseinsätzen schicken. Liegt der Nachweis nicht vor, ist die Lehrgangsteilnahme vom Arbeitgeber zu veranlassen. Der Unternehmer trägt dann auch die Kosten für den Besuch der Kurse. Die SVLFG als Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft bezuschusst derzeit die Kursteilnahme mit 30,00 Euro pro Kurs und Teilnehmer, sofern die Kurse bei einem von der SVLFG begutachteten Anbieter durchgeführt werden.

Ansprechpartner

Bei Fragen zum diesem Thema wenden Sie sich bitte an Ihren örtlich zuständigen Präventionsdienst.

 

 

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